Aufruf zum 8. März 2004

Die KOMAK-ML unterstützt den Aufruf des Aktionskomitees 8. März zum Internationalen Frauentag

Aufruf, 8. März 2004

Tatsache ist, wir leben im Patriarchat. Tatsache ist, wir leben im Kapitalismus. Sexismus und Ausbeutung von Frauen sind Alltag. Rassismus und Gewalt gegen Frauen sind Alltag.Täglich erzählen uns Werbung, Medien und der ganze Rattenschwanz wie Frauen sein sollen: jung, dynamisch, flirty, bescheiden, dank- und (sexuell) ausbeutbar. Das männliche Selbstverständnis geht davon aus Mädchen und Frauen sexuell und emotional zu benutzen. Eine besondere Form des Sexismus ist die Lesbenfeindlichkeit: Frauen die sich nicht an Männern orientieren sind in diesem Gesellschaftssystem nicht erwünscht.

Tatsache ist, wir leben im Patriarchat. Tatsache ist, wir leben im Kapitalismus. Sexismus und Ausbeutung von Frauen sind Alltag. Rassismus und Gewalt gegen Frauen sind Alltag.Täglich erzählen uns Werbung, Medien und der ganze Rattenschwanz wie Frauen sein sollen: jung, dynamisch, flirty, bescheiden, dank- und (sexuell) ausbeutbar. Das männliche Selbstverständnis geht davon aus Mädchen und Frauen sexuell und emotional zu benutzen. Eine besondere Form des Sexismus ist die Lesbenfeindlichkeit: Frauen die sich nicht an Männern orientieren sind in diesem Gesellschaftssystem nicht erwünscht.

Wir Frauen schuften am meisten – als Lohnarbeiterinnen und „Familienmanagerinnen“ – und bekommen ein Drittel weniger bezahlt als Männer. Migrantinnen wird Erwerbsarbeit verboten oder sie schuften doppelt für einen Bruchteil des durchschnittlichen Lohnes. Zusätzlich sind sie immer wieder von Abschiebung bedroht.

Frauen und Mädchen sind immer wieder mit psychischer und physischer Gewalt durch Vorgesetzte und (Ehe)männer konfrontiert. Und die Politik der HERRschenden Männer und Frauen ändert daran nichts! Sie nennen das normal und legal!

Die aktuelle Regierung preist ihre Politik als Mildtätigkeit und Engagement ihrerseits an. Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen! Wir lassen uns die konservative Familienpolitik nicht als Frauenpolitik auftischen. Wir lassen uns nicht einreden, dass dieser Reformwahn für uns sein soll. Die Pensionskürzungen als Erfolg für Frauen zu präsentieren – wie es die aktuelle Frauenministerin macht – ist mehr als Hohn. Es ist eine bodenlose Frechheit. Und das von der EU verordnete Gender Mainstreaming ist bloß der Zuckerguss auf der (neuen) Unterdrückungsmaschinerie und dem Sozialraubbau!

Frau wird als Erwerbslose, Werktätige, Mutter, Migrantin und Pensionistin zur Bittstellerin degradiert – und als Illegalisierte und Sexarbeiterin kriminalisiert.
Sie soll froh sein eine Arbeit um 600 € im Monat zu finden und machen zu dürfen.
Sie bekommt als Mutter Kindergeld damit sie zu Hause bleibt.
Als Migrantin ohne EU-Staatsbürgerinnenschaft soll sie schauen wo sie bleibt.
Sie bekommt als Pensionistin eine durchschnittlich um zwei Drittel kürzere Pension.

WIR NEHMEN DIESEN LEGALEN RAUBZUG NICHT HIN!

Wir gehen auf die Strasse und kämpfen für unsere Befreiung!
Wir kämpfen für das Recht auf Selbstbestimmung!
Für selbstbestimmte Räume!
Das Recht, selbst zu entscheiden mit wem wir zusammenleben!
Das Recht, selbst zu entscheiden wo wir leben!
Das Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung und Wohnraum!
Das Recht auf Abtreibung!
Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!
Gleiche Rechte für alle die hier leben!
Wir kämpfen gegen Unterdrückung und Ausbeutung!
Wir kämpfen gegen Patriarchat, Kapitalismus und imperialistische Kriege!

8. März, FRAUEN Demonstration

Treffpunkt
17:00 Mariahilferstrasse/Neubaugasse
17:00 – 17:45 Auftaktkundgebung

Abschluss (mit Feuer und Flamme)
20:00 Schwedenplatz

Der 8. März ist seit über 100 Jahren der Internationale Frauen/Lesben/Mädchen-Kampftag. Vor knapp 150 Jahren traten am 8. März Textilarbeiterinnen in den Streik (1857). 1908 kamen Textilarbeiterinnen in New York ums Leben, als während eines Streikes, den sie am 8. März starteten, das Feuer ausbrach (die Arbeiterinnen wurden zuvor eingesperrt). 1909 wurde daraufhin in Nordamerika der 8. März zum landesweiten Frauenkampftag und 1911 von der sozialistischen Internationale auf Initiative von Klara Zetkin zum weltweiten Frauenkampftag erklärt.

Aktionskomitee 8. März

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