Volkskrieg in Nepal-Revolutionäre Erfahrung und Beitrag zum MLM

Der folgende Redebeitrag wurde auf einer Konferenz zum 20. Jahrestags der Gründung der Revolutionären Internationalistischen Bewegung (RIM) im Jänner 2005 von einem Vertreter des Nationalen Intellektuellenverbands Nepals vorgetragen..

DieÜbersetzungaus dem Englischen stammt von uns, wobei einige Holprigkeiten im Ausdruck im Kauf genommen wurden, um die Genauigkeit nicht sehr zu beeinträchtigen. Wir selbstverwenden den BegriffMarxismus-Leninismus-Maoismus (MLM)“nicht und schätzen dieZeit seit 1960 nicht alsneue Etappe der Weltrevolution (mit demMaoismus“als neuer Entwicklungsstufe der revolutionären Theorie)ein. Wir sind aber in einer fruchtbaren Auseinandersetzung auch mit Parteien, die solcheEinschätzungen vertreten, wobei wir uns mitden speziellen Arbeiten des VorsitzendenPrachanda kaum auseinandergesetzt haben.

Die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) hat den Großen Volkskrieg in Nepal am 13. Februar 1996 mit dem donnernden Aufruf eingeleitet:„Marschiert voran auf dem Weg des Volkskriegs, um den reaktionären Staat zu zerschlagen und einen neu-demokratischen Staat zu errichten!“Heute, im Jahr 2005, wird dieser Krieg schon fast ein Jahrzehnt lang geführt. Inzwischen hat die Partei die strategische Offensive verkündet, zu der sieüber die Stadien der strategischen Defensive und des strategischen Gleichgewichts vorangeschritten ist. Das bedeutet, es ist die letzte Stufe im Verlauf des langwierigen Volkskriegs erreicht, wie er vom Vorsitzenden Mao Zedong vertreten wird. Nach neun ruhmreichen Jahren des Volkskriegs befinden sich mehr als achtzig Prozent des Landes unter der politischen Kontrolle der Roten Volksmacht, und der alte reaktionäre Staat, der vom USA-Imperialismus und indischen Expansionismus gestützt wird, befindet sich am Rande des Zusammenbruchs. Um Nepal an die Schwelle der voll-ständigen Befreiung von feudaler Unterdrückung und imperialistischer Beherrschung zu bringen, haben annähernd zehntausend der besten Söhne und Töchter der maoistischen Vorhut, ihr Leben geopfert, und die rote politische Macht wurde im Land mit ihrem Blut errichtet.
Die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch), ein Mitglied der Revolutionären Internationalistischen Bewegung RIM, hatte vor der Einleitung des Großen Volkskriegs keinerlei Waffen und keinerlei Volksbefreiungsarmee. Es ist, wie der große Filosof, Vorsitzender Mao, betont hat: Wenn du eine korrekte Linie verfolgst, kannst du alles erreichen – wenn du keine Volksarmee hast, wirst du sie haben, und wenn du keine Leute hast, wirst du sie haben; aber wenn du keine korrekte Linie verfolgst, wirst du alles verlieren, was du hast. Die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) hat diese Entwicklungsstufe auch nicht auf dem geraden und leichten Weg erreicht. Unter der Führung des Vor-sitzenden Prachanda hat die KP Nepals (Maoistisch) einen energischen Zwei-Linien-Kampf geführt, einerseits gegen den rechten Reformismus und pro-hoxhaistischen Neorevisionismus und andererseits gegen den parlamentarischen„linken“Kretinismus in Verbindung mit dem russischen Chruschtschow-Revisionismus und chinesischen Deng- Revisionismus. Doch nicht nur das, die Partei musste auch den Klassenkampf mit Hilfe verschiedener Arten von Massenorganisationen führen, um dadurch tausende Möglichkeiten für die Gewinnung von Kadern zu eröffnen, um die Grundlagen für die Einleitung des Volkskriegs zu schaffen und die Massen so zu verändern, dass sie vorbereitet waren für die Fortsetzung und Entwicklung des Volkskriegs. Im Verlauf dieses energischen Zwei-Linien-Kampfs und Klassenkampfs war die Partei mit der revolutionären Ideologie des Marxismus-Leninismus-Maoismus gerüstet und wurde von den nepalesischen Volksmassen begleitet. Die KP Nepals (Maoistisch) hält den Marxismus-Leninismus-Maoismus hoch, verteidigt ihn und wendet ihn kreativ an, und hat dadurch nicht nur die Volksbefreiungsarmee, die Basisgebiete und in riesigen Gebieten am Land die rote politische Macht in den Händen der revolutionären Regierung entwickelt; sie hat auch den Marxismus-Leninismus-Maoismus mit einem Gedankengebäude gewaltig bereichert, das als Prachanda-Pfad bezeichnet wird.
Vor der Einleitung des Volkskriegs hat die KP Nepals (Maoistisch) einige theoretische Grundlagen für die historische Einleitung des Volkskriegs geklärt. Kurz gesagt, waren das folgende Grundlagen:
Erstens, der Plan muss hinsichtlich der revolutionären Gewalt auf dem Marxismus- Leninismus-Maoismus beruhen;
zweitens, der Plan zur Einleitung des Volkskriegs muss auf dem Prinzip beruhen, dass alles außer der (Eroberung der?) Staatsmacht eine Illusion ist;
drittens, dieser Plan muss auf dem Ziel beruhen, die neudemokratische Revolution nach der Zerstörung des Feu-dalismus und Imperialismus zu vollenden und sofort Richtung Sozialismus weiter zu gehen, und auf dem Weg von Kultur-revolutionen, gestützt auf die Theorie der ununterbrochenen Revolution unter der Diktatur des Proletariats, zum Ko-mmunismus zu marschieren – der goldenen Zukunft der ganzen Menschheit.
Viertens, der Plan muss auf dem großen Geist des proletarischen Internationalismus beruhen. Die nepalesische Revolution ist ein integraler Bestandteil der proletarischen Weltrevolution und wird der Weltrevolution dienen. In diesem Zusammenhangübernimmt die Partei die ernste Verpflichtung, zur weiteren Entwicklung der Revolutionären Internatio-nalistischen Bewegung (RIM) beizutragen, die vorwärts mar-schiert, um die Weltrevolution unter der Leitlinie des Marxismus-Leninismus-Maoismus voranzubringen und eine Neue Internationale zu schaffen.
Fünftens, dieser Plan muss auf dem theoretischen Gebäude beruhen, in der Fase der neu-demokratischen Revolution eine revolutionäre Einheitsfront und eine revolutionäre Armee unter Führung der Partei des Proletariats aufzubauen. Die Partei ist fest entschlossen die Führung durch die Partei in jedem Bereich zu festigen, dadurch dass sie ihre Lebendigkeit durch den innerparteilichen Kampf bewahrt, der auf dialektische Weise mit dem Prinzip der Universalität der Widersprüche verbunden ist; sie ist entschlossen, mit ganzem Herzen dem Volk zu dienen, die enge Verbindung mit dem Volk aufrecht zu erhalten und sich an die Prinzipien der Massenlinie zu halten.
Sechstens, dieser Plan muss entsprechend dem Recht auf Selbstbestimmung der Partei des Proletariats formuliert werden. Die Durchführung des bewaffneten Kampfes beruht auf der Vereinigung aller Schichten und Kategorien der antifeudalen und antiimperialistischen Volksmassen unter der Führung der Partei.
Siebtens, der Krieg wird sich entsprechend seinen eigenen Gesetzen entwickeln, nicht entlang einer geraden Linie, sondern auf einem Zusammengesetzen Zickzack-Weg. Es ist notwendig, die Wichtigkeit von Lenins Aussage anzuerkennen, dass die Revolution im Verlauf ihrer Entwicklung ungewöhnliche und komplexe Situationen her-vorbringt. Der Volkskrieg wird triumphieren, nachdem er Zyklen von Siegen und Niederlagen, Errungenschaften und Verlusten durchgemacht hat (KPNM, Dokument der ersten nationalen Konferenz 1995)
Vor der Einleitung des großen Prozesses! der Veränderung der Geschichte, vor Beginn! des Volkskriegs, hat die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) ein gründliches Studium der nepalesischen Geschichte, Kultur, Psycho-logie, der nepalesischen revolutionären Tendenzen, der sozialökonomischen und geopolitischen Situation des Landes betrieben. Auf dieser historischen, ersten Nationalen Konferenz im Jahr 1995 ist die Partei zum Schluss ge-kommen, dass„bei einer revolutionären Partei, die im bewaffneten Kampf vorankommen will, um die Revolution zu machen, die Strategie auch klar auf einem umfassenden Krieg beruhen sollte.“Das Parteidokument sagt, dass„es für uns notwendig ist, die Strategie und Taktik von, ,wie du mir, so ich dir‘ gegen die imperialistischen und re-aktionären Kräfte anzuwenden, indem wir das Volk in allen Bereichen des nationalen und internationalen Lebens zusammenschließen. Die ideologische Waffe des Marxismus-Leninismus-Maoismus hat sich erfolgreich als un-besiegbare Waffe der proletarischen Klasse erwiesen, um den Feind zu vernichten. In diesem Licht ist es notwendig die Strategie und Taktik des bewaffnete Kampfes in Nepal zu beschließen und sie auf den Gesamtzustand des Feindes und zugleich auf die grundlegenden Besonderheiten Nepals und der nepalesischen Gesellschaft zu kon-zentrieren.“Diese grundlegen den Besonderheiten waren:

  • Nepal ist ein Binnenland, das an drei Seiten vom expansionistischen Indien und im Norden vom reformistischen China eingeschlossen ist.
  • In Nepal besteht seit langer Zeit ein zentralisierter reaktionärer Staat, der mit einem modernen und mächtigen stehenden Heer und einer Bürokratie ausgerüstet ist. Diese sind besonders in den Städten zentralisiert. Die Feinde des nepalesischen Volkes sind nicht nur innerhalb des Landes anwesend, sondern in Form des Imperialismus, speziell des indischen Expansionismus auch außerhalb dieses anwesend.
  • Nepal hat eine ungleichmäßige wirtschaftliche und politische Entwicklung. In Nepal gibt es vor allem ländliche ausgebeutete Kleinbauer/innen, die 90% der gesamten Bevölkerung ausmachen und in Dörfern leben. Der Ver-städterungsprozess geht voran, aber wir müssen feststellen, dass er noch wenig fortgeschritten ist.
  • Die nepalesischen Kleinbauer/innen und anderen Teile der Massen machen seit langer Zeit einen Prozess verschiedener Formen von lokalen als auch landesweiten Kämpfen durch. Im Volk gibt es eine weit verbreitete An-ziehungskraft hin zu den Kommunist/innen. Aber der Einfluss der Reformisten und rechten Revisionisten ist hier ebenfalls stark. Es hat so gut wie keine direkten Erfahrungen des bewaffneten Kampfes unter der Führung der Ko-mmunistischen Partei in Nepal gegeben.
  • Die reaktionären herrschenden Klassen des halbfeudalen und halbkolonialen Nepal, wo noch immer die mittel-alterliche Monarchie weiter besteht, befinden sich in einer tiefgehenden Krise und diese Krise zeigt sich seit kurzem auch politisch auf ernste Weise.
  • Große Teile des nepalesischen Volks sind durch die Arbeitssuche auf verschiedene Länder verstreut, vor allem in Indien in der Armee und anderen Jobs.
  • Diese Kennzeichen des Landes drückten sich besonders in bestimmten Widersprüchen aus, die eine marxistisch-leninistisch­maoistische Lösung erforderten. Die von den Reformisten und Revisionisten in den Sumpf gezogene nepalesische kommunistische Bewegung, hat immer argumentiert, dass wegen gewisser Kennzeichen und Wider-sprüche die Revolution in Nepal nicht auf dem Weg des Klassenkampfs möglich wäre. In diesem Zusammenhang analysierte die KP Nepals (Maoistisch) unter der Führung des Vorsitzenden Prachanda die besonderen Widersprüche und entwarf konkrete Lösungen, durch die die Partei den Volkskrieg einleitete, der im Triumph von einem zum nächsten Höhepunkt voranschritt. Daher charakterisierte die Partei den Hauptwiderspruch als den Widerspruch zwischen den Massen des nepalesischen Volkes und dem reaktionären Staat, der vom einheimischen Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus gebildet und vom Imperialismus, vor allem dem indischen Expansionismus, gestützt wird.
    Inzwischen hat die KP Nepals (Maoistisch) auch einige filosofische Fragen behandelt, um die Probleme der nepalesischen Gesellschaft zu verstehen und ebenso Lösungen für die Umwandlung Nepals zu erreichen. Die KP Nepals (Maoistisch) hat den Kern des dialektischen Materialismus fest begriffen, den Mao in„Eins teilt sich in zwei“,„Einheit der Gegensätze“und„Hauptwiderspruch“wie auch„Kampf, Einheit und Veränderung“vertreten hat. Dieser Prozess ist als Sprung, Durchbruch, Zusammenbruch und doppeltes Brechen erklärt worden. Aufähnliche Weise hat Vorsitzender Prachanda eine Menge theoretischer Lehrsätze ausgearbeitet und die Scheidelinie gezogen, dass wenn der Guerillakrieg nicht den Interessen des Volks dient, dieser sich in Terrorismus verwandeln wird, wo eine Handvoll Leute den Kampf führen. Auf der Grundlage der marxistisch­leninistisch-maoistischen Filosofie und Politik hat Vorsitzender Prachanda einige taktische Prinzipien umrissen, um den Volkskrieg sowohl auf der politischen als auch der militärischen Front zu entwickeln. Dies lässt sich zusammenfassen als„Gleichgewicht zwischen politischer und militärischer Offensive, Gleichgewicht zwischen dem lokalen und zentralen Vorgehen, Gleichgewicht zwischen Volkskrieg und Massenbewegung, Gleichgewicht zwischen Hauptkraft und Nebenkräften, Gleichgewicht zwischen Hauptregion und Nebenregion, Gleichgewicht zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung, Gleichgewicht zwischen lokaler und zentraler Einheitsfront, Gleichgewicht zwischen der Arbeit innerhalb und außerhalb des Landes, Gleichgewicht zwischen Befreiungskampf und Zwei-Linien-Kampf.
    Durch das Führen des Volkskriegs wurden einige grundlegende Kriegsgesetze hinsichtlich der dialektischen Be-ziehung zwischen politischem und militärischem Krieg aufgezeigt. Während von den Maoist/innen militärische Angriffe durchgeführt wurden, nahm der Feind zu einer politischen Offensive Zuflucht und umgekehrt. Jeder aufeinander folgende militärische und politische Angriff entwickelte sich auf höherer Form als der vorangegangene.

    Die erste nationale Konferenz der Partei, die auf den scharfen Zwei-Linien-Kampf vor und nach dem Einheitskongress folgte, hat durch die Annahme von Dokumentenüber die militärische Linie die Grundlagen für den Volkskrieg ge-schaffen. Die Konferenz nahm eine konkrete Linie zur nationalen Frage ein mit dem konkreten Plan nationaler und regionaler auto-nomer Regionen, die das Recht auf Selbstbestimmung haben. Sie hat den Prozess von vier Vorbereitungen begonnen – die ideo-logisch-politische Vorbereitung, die organisa-torische Vorbereitung, die logistische und tech-nische Vorbereitung und die Vorbereitung des Kriegs – um die gesamte Partei umzuwandeln und sie zu befähigen, den Volkskrieg einzuleiten, fortzusetzen und zu entwickeln.
    Aufähnliche Weise hat die zweite nationale Konferenz die gesamten Erfahrungen der revolutionären Geschichte der Partei einschließlich der stürmischen Jahre des Großen Volkskriegs zusammengefasst. Auf dieser Konferenz machte die Partei eine kritische Einschätzung der Parteigeschichte, eine Einschätzung der positiven und negativen Aspekte der internationalen kommunistischen Bewegung, brachte das Konzept der Verbindung der zwei Strategienüber die maoistische militärischen Linie heraus und das Konzept einer Südasiatischen Föderation als politische Offensive gegen den Imperialismus und Expansionismus.
    Weiters hat die Konferenz auch die Lehren aus der Geschichte der Bolschewistischen Partei unter Führung des Genossen Stalin gezogen und bindend das maoistische Konzept von der Einheit der Gegensätze für eine re-volutionäre Partei angenommen – wobei anerkannt wurde, dass die Partei nicht im Namen der Einheit„monolithisch“sein soll und kann. Die zweite Konferenz zog die Lehren daraus, dass die von den Bolschewiken aufgebaute große Rote Armee und die von der KP China aufgebaute große Volksbefreiungsarmee zu reaktionären Armeen de-generierten, und hat auch theoretische Grundlagen und politische Mechanismen beschlossen, um die Konterrevolution nach der Vollendung der Revolution in Nepal zu verhindern. Diese Aufgaben werden ausgehend von der Großen Proletarischen Kulturrevolution nach dem Prinzip der Fortsetzung der Revolution unter der Führung des Pro-letariats ausgeführt. In diesem Zusammenhang wird Nepal als Basisgebiet für die proletarische Weltrevolution an-gesehen und die Volksbefreiungsarmee PLA wird aus den Kasernen herausgeführt, um sie in den Prozess der fort-gesetzten Revolution einzubeziehen. Um die Revolution durch die Mobilisierung aller Schichten des Volkes zu vollenden, hat die Partei ein klares Verständnis der nationalen Befreiungsbewegung entwickelt. Zu diesem Verständnis gehört, dass die Revolution nicht möglich sein wird, wenn der Volkskrieg sich nicht genau auf die nationale Be-freiungsbewegung ausrichtet. Dieses Konzept der Verschmelzung der proletarisch-revolutionären Bewegung und der nationalen Befreiungsbewegung miteinander gründet sich auf den Leninismus. Es ist untrennbar verbunden mit der Frage des Selbstbestimmungsrechts der Nationen und der lokalen Autonomie mit dem proletarischen Inter-nationalismus (seit dem Großen Sprung vorwärts). Die zweite Konferenz hat auch die Partei auf eine neue Höhe im Verständnis der Frage der Neuen Demokratie im 21. Jahrhundert gebracht. Alle diese Entwicklungen, wie (z.B.) die analytische Zusammenfassung des stürmischen Volkskriegs von seiner Einleitung bis zur historischen zweiten Nationalen Konferenz, wurden im Gedankengebäude des Prachanda-Pfads vereinigt.
    Durch diesen Prozess der Entfaltung, Verteidigung und kreativen Anwendung des Marxismus-Leninismus-Maoismus hat die KP Nepals (Maoistisch) mit den Anstrengungen der Millionenmassen des Volkes, der Hingabe und den Bei-trägen von Tausenden heldenhaften Märtyrer/innen und durch die Schaffung revolutionärer Stürme das Stadium der strategischen Offensive erreicht, wo es nicht nur um die politische Machtergreifung am Land und die Vorbereitung auf die Eroberung der zentralen politischen Macht geht, sondern auch um die Bereicherung des MLM durch Beiträge zu vielen Fragen der ideologischen, politischen und militärischen Bestandteile. Darüber hinaus wendet der Pra-chanda-Weg auf dem Gebiet der politischen und militärischen Linie die Auffassungen der materialistischen Dialektik hinsichtlich Brüchen, Kontinuität, Revolution, qualitativen Sprüngen und Zusammenbrüchen an.
    Der Prozess der Einleitung des Volkskriegs, seine Kontinuität und Entwicklung hat stattgefunden inmitten zahlloser Serien von Volksrebellionen und Erschütterungen wie Militäraktionen. Die ideologische und politische Linie des Pra-chanda-Wegs basiert auf der Massenlinie. Die Partei entwickelt die umfassende Massenlinie entsprechend der besonderen Situation in Nepal, wie Vorsitzender Prachanda sagte,„indem sie das berühmte marxistisch-leninis­tisch-maoistische Prinzip aufgreift: Die Massen sind die Schöpfer der Geschichte.“Durch die Verbindung des hi-storischen Prozesses der Rebellion der Massen konzentriert sich die Partei auf die Frage der Organisierung der Be-strebungen der Volksaufstände. Ohne das Ziel der Ergreifung der Volksmacht durch den Volkskrieg, ist das Gerede von Massenmobilisierung und Massenlinie (seit dem Großen Sprung vorwärts) Revisionismus.
    Auch ein dogmatisches Denken, das die Strategie und Taktik der Revolutionen im 20. Jahrhundert nachplappert und Selbstzufriedenheit daraus bezieht sie lobzupreisen, ist im Namen der Verteidigung der marxistischen Theorie gegen den rechten Revisionismus in den letzten drei Jahrzehnten auf internationaler Ebene noch dazu weit verbreitet. Während wir den Rechtsopportunismus bekämpfen, dürfen wir niemals den Kampf gegen den Dogmatismus ver-gessen (aus dem Dokument des Plenums 2004).
    Heute ist das nepalesische Volk nicht nur mit einer revolutionären politischen Macht, einer Volksbefreiungsarmee und der Unterstützung und Solidarität des internationalen Proletariats der ganzen Welt ausgerüstet, sondern auch mit dem MLM und dem Prachanda-Weg ausgerüstet, um die Revolution in Nepal zu vollenden und die proletarische Welt-revolution fortzusetzen.

    (15.1.2005)

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