Vor 60 Jahren wurde Mauthausen befreit: Der Freiheitskampf der Arbeiter/innen und Völker geht weiter!

Mauthausen war das Zentrum der NS-Menschenvernichtung aufösterreichischem Territorium. Der Lagerverwaltung Mauthausen unterstanden neben dem oberhalb der Stadtgemeinde Mauthausen gelegenen Hauptlagerösterreichweit 49 Nebenlager. Seit 1938 bis zur Befreiung waren im Hauptlager mehr als 300.000 Personen beiderlei Geschlechts aus ganz Europa inhaftiert. Dieüberwiegende Mehrzahl der Mauthausener Häftlinge wurde vom NS-Staat„als Volksschädlinge in Schutzhaft genommen“. Zu„Volksschädlingen“wurden Menschen wegen ihrer nationalen Zugehörigkeit, wegen so genannter rassischer Abstammung, wegen ihrer politischen Tätigkeit oder wegen ihres religiösen Glaubens gestempelt. Anfangs wurden die Häftlinge vorwiegend zur Zwangsarbeit im Steinbruch eingesetzt, später hauptsächlich in Betrieben der Rüstungsindustrie (z.B. Hermann-Göring-Werke, Linz). Allein im Hauptlager wurden 1938 – 1945 laut SS-Aufzeichnungen 122.000 Menschen ermordet.
Im Sommer 1943 entstand im Lager die internationale Widerstandsorganisation. Von dieser wurden ab Anfang 1945 illegale militärische Formationen gebildet. Daran waren sowjetische Kriegsgefangene und Kämpfer für die Freiheit der spanischen Republik führend beteiligt. Das illegale internationale Mauthausenkomiteeübernahm, gestützt auf seine militärischen Formationen, noch vor dem Eintreffen von US-Truppen die Leitung des Lagers.

Die BefreiungÖsterreichs vom Hitlerfaschismus ist vor allem das Verdienst der Sowjetarmee unter Führung J. W. Stalins, denn die damals noch sozialistische Sowjetunion trug die Hauptlast des Kampfes zur Zerschlagung der Hitler-Wehrmacht und damit für die Befreiung nicht nurÖsterreichs, sondern aller vom deutschen Faschismus geknechteten Völker Europas. Mauthausen steht als Teil des nazifaschistischen Systems der Konzentrations- und Vernichtungslager für die Vernichtungspolitik gegen die jüdische Bevölkerung in Europa, gegen Kommunist/innen, gegen Demokrat/innen, gegen Roma und Sinti, gegen Kriegsgefangene und Zwangsverschleppte, gegen alle die sich gegen die Naziherrschaft gestellt haben.
Obwohl Österreich 1938 völkerrechtswidrig vom deutschen Imperialismus annektiert wurde, war die damals noch revolutionäre KPÖdie einzige Partei, die organisiert für das Wiedererstehen eines demokratischen und unabhängigenÖsterreich gekämpft hat. Das ist ein Ruhmesblatt ihrer Geschichte. Dagegen haben die sich„christlich-sozial“nennenden Austrofaschisten, die Vorläufer der heutigenÖVP, bis zur Annexion 1938 massiv dazu beigetragen, jeden ernsthaften Widerstand gegen den deutschen Faschismus zu ersticken und das Land und seine Bevölkerung den Nazi-Verbrechern widerstandslos auszuliefern.

Der Grad der Verhetzung auch derösterreichischen Zivilbevölkerung wird unter anderem an den Ereignissen des Februar 1945 sichtbar. Damals flohen 419 so genannte„K-Häftlinge“aus dem Block 20 (das„K“stand für Kugel). Es waren unbewaffnete, unzulänglich bekleidete, ausgezehrte sowjetische Offiziere, die das Lager nach dem Willen der Nazis auf gar keinen Fall lebend verlassen sollten. Die lokalen Nazi-Größen mobilisierten die Bevölkerung des Mühlviertels, vom Schulkind bis zum Greis, um möglichst aller geflüchteten Rotarmisten habhaft zu werden. Die mörderische Mobilisierung gelang so perfekt, dass bis auf zehn, denen die Flucht gelang, alle gefasst und ermordet werden konnten. Dieses barbarische Ereignis ist als„Mühlviertler Hasenjagd“in die Geschichte eingegangen.
Nach der Befreiung wurden inÖsterreich auf Betreiben der nach wie vor 1945 herrschenden Bourgeoisie im Bündnis mit den Westalliierten USA, GB und F jene gesellschaftlichen Strukturen, die dem Faschismus bereits 1934 und 1938 Tür und Tor geöffnet hatten, aufrecht erhalten bzw. wiederhergestellt. Die führenden bürgerlichen ParteienÖVP und SPÖhaben skrupellos um ehemalige NS-Kader gebuhlt, weil sie auf deren Unterdrückungs­und Herrschaftserfahrung nicht verzichten wollten. Um 1950 haben sie darüber hinaus daran mitgewirkt für die Altnazis wieder ein legales Sammelbecken zu schaffen. Daraus ist die heutige FPÖhervorgegangen. Bis weit in die Zweite Republik hinein wurden ehemalige NSDAP-Mitglieder mit führenden Posten im kapitalistischen Staatsapparat bedacht. Gleich mehrere namhafte Ex-Nazis hat z.B. der SPÖ-Vorsitzende und Bundeskanzler Bruno Kreisky noch in den 1970er Jahren auf Ministerposten gehievt.
Die heutige schwarz-blaue Regierung ist ohne Frage die bisher reaktionärste der Zweiten Republik. Ihre Methoden sind zwar wesentlich moderner als die ihrer grün-braunen Ahnen. In Sonntagsreden finden sie sogar salbungsvolle Worte der Abgrenzung vom Hitler-Faschismus. Werktags reden Schüssel, Grasser und Co. allerdings Klartext und dementsprechend handeln sie auch. Auf das„Teilen und Herrschen“verstehen sie sich mindestens ebenso blendend wie ihre Vorläufer der 1930er und 1940er Jahre. So lange ihnen die Ausgebeuteten und Unterdrückten nicht in einem entschlossenen, massiven Kampf entgegentreten, finden sie mit ihrer parlamentarisch verbrämten Diktatur das Auslangen. Das hindert sie allerdings nicht daran, für den Fall, dass sie ihr Ausbeuterparadies bedroht sehen, wieder die faschistische Rute einzusetzen.
Der Faschismus ist wieder auf dem Vormarsch, nicht nur in Europa sondern weltweit! Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Chauvinismus sollen imperialistische Konkurrenz, Kriege, Kampf um Einflusssphären politisch absichern.
Faschismus ist eine Form bürgerlicher Herrschaft und ist nur dann keine Gefahr mehr, wenn die Bourgeoisie gestürzt ist und die Arbeiter/innenklasse die Macht hat.

  • Kein Vergeben, kein Vergessen!
  • Kampf gegen Faschisierungund Faschismus!
  • Bolschwewistische Initiative Deutschland, Bolschewistische Partei Nordkurdistan/Türkei, Kommunistische Aktion–marxistisch-leninistisch (Österreich), Marxistisch-Leninistische ParteiÖsterreichs,„Kämpfen Lernen“(D);alle:Stiftgasse8,1070Wien;http://de.geocities.com/trotzalledem_ta,www.komak-ml.tk,www.geocities.com/bolsevik_partizan,www.geocities.com/mlpoesterreich
    Mai 2005.

    1

    Advertisements

    Kommentar verfassen

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

    Verbinde mit %s


    %d Bloggern gefällt das: