Archive for Januar 2006

Super-die Postler/innen kämpfen gegen die kapitalistische Offensive!

5. Januar 2006

Der Kampf gegen die Verscherbelung der bisher staatlichen Post an profitorientierte Privatkapitalisten ist absolut berechtigt und längst fällig. Viel zu lange hat die Gewerkschaftsführung gewartet und ständige Verschlechterungen kampflos hingenommen.
Der Verkauf von 49% der Post an der Börse wird eine weitere gewaltige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Postler/innen bringen: Noch mehr Arbeitshetze mit noch weniger Kolleg/innen, noch weniger Bezahlung, noch ungünstigere Arbeitszeiten, noch schlechtere Gesundheits- und Altersversorgung.
Profitieren werden nicht die Post-Kund/innen, sondern die Kapitalisten und Börsespekulanten. Die Dienstleistungen für die Kund/innen werden sich jedenfalls weiter verschlechtern.
Die Solidarität aller Arbeiter/innen ist jetzt wichtig, weil wenn die Kapitalisten und ihre Regierung jetzt bei der Post mit ihren Angriffen durchkommen, werden sie noch unverschämter gegen die Arbeiter/innenklasse insgesamt vorgehen.
Die Ankündigung von Gerhard Fritz von voriger Woche, im Fall des Verkaufs zu den „ härtesten Kampfmaßnahmen“ zu greifen, begrüßen und unterstützen wir, auch wenn wir ihr nie getraut haben. Das härteste Kampfmittel der Arbeiter/innenklasse gegen das Kapital ist der bewaffnete Aufstand zum Sturz der bürgerlichen Regierung und Errichtung der unbeschränkten Arbeiter/innenmacht. Das ist auch unsere Perspektive. Und wenn das „härteste Mittel“ derzeit nicht anwendbar ist, muss trotzdem ein konsequenter Kampf organisiert werden, vor allem Streiks. Die Haltung der Gewerkschaftsführer in den letzten Tagen signalisiert aber vielmehr langsamen Rückzug bevor der Kampf noch begonnen hat.
Die Telekom soll nach Auskunft der Gewerkschaft nicht mittun, weil es da derzeit keine Repressalien und Verschlechterungen gibt!? – Aber was ist mit dem Unternehmerterror, den erzwungenen „ Selbstkündigungen“ usw. vor einigen Jahren? Die Kolleg/innen bei der Telekom hätten allen Grund, gemeinsam mit den Postler/innen auf die Straße zu gehen, in den Streik zu treten und weitere Kampfschritte gemeinsam anzupacken.
Die kurzen Warnstreiks bei der ÖBB in den letzten Jahren haben gezeigt, dass sich die Bourgeoisie und ihre Regierung von bloßen Warnungen nicht beeindrucken lassen, wenn keine Vorbereitungen zu einem längeren Streikkampf getroffen werden, und wenn es nur drum geht, „ Neuverhandlungen“ zu erreichen.
Nur der entschlossene Kampf für die Durchsetzung konkreter Forderungen wird den Privatisierern Angst machen.

Wir wünschen den kämpfenden Kolleg/innen viel Kampfesmut und Ausdauer!


Wir verbreiten unsere Flugblätter seit 1995 v.a. unter Arbeiter/innen der Großindustrie; seit 2001 geben wir die“Proletarische Rundschau“heraus. Unser Ziel ist eine Gesellschaftsordnung ohne Klassen, ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter eine eigene Kampfpartei aufbauen, die Macht erobern, die Besitzer der Produktionsmittel enteignen und den Klassenkampf fortsetzen, bis alle Reste der bürgerlichen Ordnung verschwunden sind. Deswegen sind wir Kommunist/innen undnichtin der KPÖorganisiert.