Archiv für den Monat Februar 2006

VERANSTALTUNG: Nepal

Ankündigung, Februar 2006

Ein Sprecher der “ Widerstandsbewegung der Völker der Welt“ (WPRM) aus Südasien kommt nach Wien und berichtet über Revolution und Volksmacht in Nepal

Samstag, 18. Februar 2006,
Vortrag, Film und Diskussion ab 12:30
Amerlinghaus (1070 Stiftgasse 8)

Es laden ein:
ADHK und KOMAK-ML

Vor über 10 Jahren haben die nepalesischen Arbeiter/innen und Bauer/innen unter Führung der Kommunistischen Partei (Maoistisch) den bewaffneten Volkskrieg und den Aufbau einer neuen Gesellschaft begonnen. Heute ist der Einfluss des alten monarchischen Regimes der Großgrundbesitzer und Kompradorenbourgeoisie auf 15% der Landesfläche, vor allem auf die Städte zurückgedrängt, es wird aber von USA, EU und Indien massiv unterstützt. Weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in den befreiten Gebieten, wo die neue Volksregierung ohne Ausbeutung und Unterdrückung den Aufbau des Landes vorantreibt.
In den letzten Monaten ist die Volksbefreiungsarmee – unterstützt von Generalstreiks – ins Kathmandu-Tal vorgestoßen und hat mit Angriffen auf den Gewaltapparat und Zentralen des alten, totgeweihten Regimes in der Hauptstadt begonnen.
Zur selben Zeit wird 250 km weiter westlich in den befreiten Gebieten, von Zehntausenden Freiwilligen und internationalen Arbeitsbrigaden eine 100 km lange Straße durch Rolpa, das Kerngebiet der Volksrevolution gebaut.

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Revolution in Nepal: Eine neue Welt ist möglich!

Während du dieses Flugblatt liest, findet in Nepal ein noch kaum bekannter Kampf statt, der Millionen von Menschen mit einbezieht und dieses Land auf die denkbar dramatischste Art und Weise umwandelt. Eine Umwandlung, bei der Nepal dabei ist, sich von einem der ärmsten und rückständigsten Länder der Erde zur Vorhut der sozialen Veränderung und gesellschaftlichen Fortschritts zu entwickeln. Eine Volksrevolution macht den Imperialismus in Nepal zur Geschichte!
Mehr als ein Jahrhundert lang hat die herrschende Elite in Nepal den britischen und den US-Imperialisten und den indischen Expansionisten dabei gedient, die Massen auszubeuten und die natürlichen Ressourcen des Landes auszuplündern. Angeführt von einem feudalen Monarchen hat sie den Widerstand gewaltsam unterdrückt, der von Arbeitern, Bauern, Studenten und Intellektuellen gegen Ausbeutung und Unterdrückung geleistet worden ist. Eine alte, verrottete Gesellschaft, ein Völ­ kergefängnis für verschiedene Nationalitäten und ein Höllenloch für Frauen ist von fremden Mächten, dem reaktionären Staat und seinem Rückgrat – der Königlichen Nepalesischen Armee und der Polizei — beschützt worden.
Im Jahre 1990 wurde die Monarchie durch eine Volksbewegung dazu gezwungen, von ihrer absoluten Macht zurückzutreten, und ein parlamentarisches Mehrparteiensystem mit einem der breitesten Spektren von politischen Parteien auf der Welt wurde wiedereingeführt. Das nepalesische Volk erwartete, dass die Armen Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und ein ordentliches Abwassersystem bekommen würden, dass Wohnungen gebaut und mit Strom versorgt werden würden, und dass eine medizinische Grundversorgung und Ausbildung zugänglich gemacht werden würden. Die Menschen erwarteten die Abschaffung von Frauen- und Kastenunterdrückung, der Unterordnung nationaler Minderheiten, der ungezügelten Korruption, Bestechung, Vetternwirtschaft und des Diebstahls auf allen Ebenen der Regierung. Doch verschlimmerten sich die vielen Missstände der alten Gesellschaft sogar noch weiter, wodurch die Hoffnungen und Erwartungen des Volkes auf bittere Weise zunichte gemacht wurden.
In dieser Situation fasste die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) [KPN(M)] den Entschluss, das in Gang zu setzen, was die Maoisten als Volkskrieg bezeichnen. Im Februar 1996, beginnend nur mit einer Handvoll organisierter Einheiten und nur ein paar einfachen Waffen – manche davon sogar selbstgebaut -, doch mit der politischen Unterstützung von Millionen von Menschen, führten sie eine Reihe von Angriffen durch, die auf den alten Staat zielten, und die mit anderen Massenaktionen kombiniert wurden, an denen sich viele Tausende beteiligten. Ziel dieses Kampfes war es nicht, bloß einige Reformen zu er­ zwingen oder irgendeine auf eine „Machtbeteiligung“ zielende Übereinkunft zu erreichen, sondern ausländischer Vorherrschaft ein Ende zu bereiten, die feudalen Strukturen, die die nepalesische Gesellschaft auf allen Ebenen beherrschen, vollkommen zu entwurzeln und die sozialen Beziehungen in allen Bereichen radikal umzuwandeln. Die KPN (M) hat erklärt, sie führe den Kampf als bewussten Bestandteil eines weltweiten revolutionären Prozesses, an dem sie sich beteiligt.
Der im Februar 1996 begonnene Volkskrieg ist mit erstaunlicher Geschwindigkeit vorangeschritten. Heute befindet sich mehr als 80% der Fläche Nepals und die Mehrheit der Bevölkerung in Gebieten unter Kontrolle der Revolution, während das Regime des Königs bloß auf größere und mittlere Städte beschränkt ist. Revolutionäre Stützpunktgebiete sind errichtet worden, in denen echte Volksmacht zum ersten Mal in der Geschichte Nepals Wirklichkeit geworden ist. In diesen Gebieten übt das Volk selbst kollektiv politische Macht aus, um die Gesellschaft zum Wohle der überwiegenden Mehrheit zu verändern. In den Stützpunktgebieten bauen die Menschen eine neue Gesellschaft auf, wobei sie die Volkskomitees als Bausteine benutzen. Die Volkskomitees werden vom Volke gewählt und sind auf zentraler Ebene im Vereinigten Revolutionären Volksrat (VRV) vereinigt, der den Embryo eines neuen Staates darstellt und die Entstehung politischer Volksmacht auf einer landesweiten Ebene repräsentiert.
Mit der Errichtung revolutionärer Stützpunktgebiete auf dem Lande üben nationale Minderheiten und Frauen neu gewonnene Freiheiten und Macht aus; eine unabhängige Ökonomie wird entwickelt; das verhasste Kastensystem wird abgeschafft, so dass zum ersten Mal in der Geschichte Südasiens „Dalits“ („Unberührbare“) wirkliche Gleichheit in der Gesellschaft erlangen; Menschenhandel mit Frauen und Kindern, Drogenhandel wie auch Prostitution, Gewalt gegen Frauen und Mitgift… wurden abgeschafft; die Schule ist für alle Kinder und Jugendliche kostenlos geworden; die Menschen genießen vollständigen Schutz vor korrupten Regierungsbeamten und feudalen Grundherren und eine neue Kultur wird gefördert, bei der Wissenschaft, Kreativität und Debatte Aberglauben, Unwissenheit und blinden Gehorsam ersetzen. Die Umrisse eines neuen Nepals – und einer neuen Welt werden von Tag zu Tag immer sichtbarer.
Die KPN (M) hat erklärt, dass der Volkskrieg in sein letztes Stadium eingetreten ist – die strategische Offensive. Doch starten die Monarchie und ihre imperialistischen Hintermänner weiterhin Offensiven, die darauf zielen, die Revolution in eine defensive Position zurückzuschlagen und sie schließlich zu besiegen. Am 1. Februar 2005 hat König Gyanendra die absolute Monarchie wiedererrichtet, alle Rechte außer Kraft gesetzt, Dutzende von Zeitungen und Radiosender dichtgemacht, allen Medien offene Zensur auferlegt und über Tausend politische Aktivisten inhaftiert – unter ihnen auch frühere Minister der Regierung. Massenhaftes Töten von Zivilisten, Vergewaltigungen und Folter stellen die Haupttaktiken der Königlichen Nepalesischen Armee und ihrer US-amerikanischen, israelischen und indischen „Berater“ dar. In Nepal gibt es die meisten „Verschwundenen“ auf der Welt. Die Gefahr offener ausländischer militärischer Intervention wächst – am wahrscheinlichsten durch die indische Armee mit Unterstützung der US- und europäischen Imperialisten.
Die Volkswiderstandsbewegung der Welt (VWBW) betrachtet die Revolution in Nepal als den am weitesten fortgeschrittenen Kampf gegen Imperialismus in der heutigen Welt. Die Existenz echter Volksmacht hat tief greifende Auswirkungen auf den Kampf der Menschen gegen Imperialismus rund um den Globus. Internationale Solidarität wird zu einer bedeutungslosen Phrase, wenn sich die Menschen der Welt nicht vereinigen, um ausländischer Intervention in Nepal entgegenzutreten und die Errungenschaften unterstützen, die der Volkskampf dort unter großen Opfern gewonnen hat. Die Schlacht, die sich um Nepal entwickelt, wird zweifelsohne eine der historischen Kämpfe der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts sein – und sie ist ein Kampf, den zu führen wir wagen und zu gewinnen wir erstreben müssen!
Die Vortragsreise, die die VWBW, mit ihr verbundene Organisationen und andere Gruppen und Individuen in ganz Europa organisieren, um die Nachricht von der Revolution in Nepal zu verbreiten, wird einen gut informierten Redner aus Südasien präsentieren, wie auch die jüngsten Nachrichten aus den Stützpunktgebieten und vom Volkskrieg. Sie wird eine einmalige Ge­ legenheit bieten, aus erster Hand über die wirklichen Entwicklungen in Nepal und ihre Bedeutung für die Menschen dort und überall zu erfahren und dies zu diskutieren.

Volkswiderstandsbewegung der Welt (Europa) Kontakt: nepaltour2006@yahoo.com, http://www.wprm.org


Wir verbreiten unsere Flugblätter seit 1995 v.a. unter Arbeiter/innen der Großindustrie; seit 2001 geben wir die“Proletarische Rundschau“heraus. Unser Ziel ist eine Gesellschaftsordnung ohne Klassen, ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter eine eigene Kampfpartei aufbauen, die Macht erobern, die Besitzer der Produktionsmittel enteignen und den Klassenkampf fortsetzen, bis alle Reste der bürgerlichen Ordnung verschwunden sind. Deswegen sind wir Kommunist/innen undnichtin der KPÖorganisiert.

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