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Die heutige Bedeutung der Oktoberrevolution

16. Oktober 2007

Gemeinsame Erklärung
Die heutige Bedeutung der Oktoberrevolution

Oktober 2007

Die sozialistische Revolution vom Oktober 1917 war ein Ereignis von weltweiter Bedeutung für alle Proletarier und Unterdrückten der Erde, denn das revolutionäre russische Proletariat hatte unter Führung der Kommunistischen Partei Lenins die Staatsmacht erobert, indem es die bürokratisch-militärische Maschinerie zerstörte und eine der überholtesten und am meisten unterdrückerischen Monarchien stürzte: den Zarismus.
Am 16. Oktober 1917 wurde auf Vorschlag Lenins die Resolution verabschiedet, die den bewaffneten Aufstand auf die Tagesordnung setzte. Der Aufstand siegt am 25. Oktober 1917 (7. November 1917 der heutigen Zeitrechung) mit dem Aufruf “An die Bürger Russlands!” . In dieser Nacht fällt das Winterpalais des Zaren.
”Möge die Bourgeoisie vor der kommunistischen Revolution zittern” , sagte Marx. Und so zitterte die Bourgeoisie Russlands und der restlichen Welt, die niemals glaubten, dass die Macht der Arbeiter, Bauern und Soldaten sich je würde halten können. Die Praxis bewies ihnen das Gegenteil. Aber ganz anders dachten und fühlten die Arbeiter, Bauern, Halbproletarier in der Stadt und auf dem Land, die Intellektuellen des Volkes, Frauen und Männer, ebenso wie die von dem Imperialismus unterdrückten Nationen und die Arbeiter und Werktätigen der kapitalistischen Länder: Für sie war die Oktoberrevolution nicht nur möglich, sondern notwendig. Sie war ein frischer Wind mitten im Gestank der kapitalistischen und feudalen Ausbeutung und Unterdrückung, sie war ein Hoffnungsstrahl inmitten der Verzweiflung, ein wahr gemachter Traum.
Die Macht der Arbeiter, Bauern und Soldaten, die mit der Zerschlagung des Kapitalismus begann und die zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit den Sozialismus aufbaute, enteignete die Kapitalisten und Großgrundbesitzer, übergab die Ländereien den Bauern, stellte die Kontrolle über die Produktion her und baute den neuen Staat auf. Die weltweite Konterrevolution tobte wütend gegen die entstehende Sowjetmacht: Drei Jahre Bürgerkrieg, in dem die Konterrevolution im Innern von 14 imperialistischen Mächten unterstützt wurde, aber es waren die anonymen Helden, Arbeiter, Bauern, Soldaten und sogar Intellektuelle, die sich zur Verteidigung der entstehenden Macht ”das Lebenslicht auslöschen” ließen und in diesem Zeitraum ihre Streitkräfte aufbauten, die rote Armee, welche die weiße Armee in einer Vielzahl von Schlachten besiegte.
Danach standen die sowjetischen Völker vor der schweren Aufgabe des Wiederaufbaus eines in Trümmern liegenden Landes, mit einem hungernden und im Elend lebenden Volk, und es gelang ihnen, wieder auf die Beine zu kommen. Diese Heldentat vollbrachten sie in den 1930er Jahren, als ihnen die Schaffung von Kooperativen gelang, die Kollektivierung, die Industrialisierung und tiefe Umwälzungen auf kulturellem Gebiet.
Unter großen Opfern, im Kampf gegen das Erbe der zaristischen Misswirtschaft und unter der Kriegsdrohung des faschistischen deutschen Reiches schafft es die Diktatur des Proletariats, dem Volk Brot, Arbeit, Wohnraum, Bildung, Gesundheit, Land und soziale Sicherheit für alle Arbeiterinnen und Arbeiter und Werktätige zu geben. Die neue Macht beendete die Arbeitslosigkeit und das Analphabetentum, setzte den 8-Stunden- und sogar den 5-Stunden-Arbeitstag durch und dass Millionen Frauen in die vergesellschaftete Produktion einbezogen wurden. Fortschritte, die es in einer kapitalistischen Gesellschaft niemals gegeben hatte.
Die proletarische Demokratie bewies ihre Überlegenheit gegenüber der bürgerlichen Demokratie. Die breite ausgebeutete, unterdrückte und ignorierte Mehrheit, die direkten Produzenten, die in Wirklichkeit den Reichtum schaffen, diese großen Massen standen auf. Diejenigen, die auf die Entscheidungen der bürgerlichen Regierungen keinen Einfluss hatten, begannen die politischen, militärischen, kulturellen und ökonomischen Angelegenheiten in ihre Hände zu nehmen. Sie begannen zu regieren. Das war ein revolutionärer Umbruch in der Geschichte der Menschheit.
Weder die 14 imperialistischen Armeen, die im Bürgerkrieg Russland überfielen, um die Revolution rückgängig zu machen, noch die faschistischen Armeen Deutschlands und halb Europas konnten die sozialistische Sowjetunion besiegen. Der Sozialismus wurde von Innen, zerstört, als mit dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 die entartete Bürokratie mit dem Parteibuch in der Tasche die Macht ergriff und den Kapitalismus restaurierte.
Die Niederlage des Proletariats und seines sozialistischen Staates in der UdSSR infolge des XX. Parteitages der KPdSU und die Restauration des Kapitalismus ließen Mao Tsetung tiefgehend über die Ursachen nachdenken, die die kapitalistische Restauration im ersten sozialistischen Land möglich machten. Er kam zu dem Schluss, dass in der sozialistischen Gesellschaft weiterhin Klassen, Klassenwidersprüche und Klassenkämpfe existieren, die sich verschärfen oder abschwächen können, und dass der Strudel dieses Klassenkampfs innerhalb der kommunistischen Partei liegt, weil der Klassenkampf in der Gesellschaft dort seinen Ausdruck in Linienkämpfen findet. Wenn diese Partei infolge der Machtergreifung einer neuen Bourgeoisie entartet und verbürokratisiert verbindet sich diese neue Bourgeoisie mit dem Parteibuch in der Tasche mit den reaktionären Bereichen innerhalb und außerhalb des Staates. Deswegen äußert sich dieser Kampf als Kampf zwischen zwei Wegen: dem sozialistischen und dem kapitalistischen, und demjenigen zwischen Marxismus und Revisionismus. Die Methode, mit der Mao Tsetung die UdSSR analysiert hatte, wandte er auf China an, um die Restauration des Kapitalismus zu verhindern, was mit der Großen Proletarischen Kulturrevolution zwischen 1966 und 1976 über zehn Jahre gelang.
1991 brach die UdSSR zusammen. Das offenbarte den vollständigen Bankrott des modernen Revisionismus. Die Bourgeoisie versuchte in aller Welt, dies als die Zerstörung des Sozialismus zu verkaufen.
Die imperialistischen Aggressionen, mit dem US-Imperialismus und seinen Alliierten an der Spitze erzeugen eine dramatische Lage im Irak und Afghanistan, mit ihren Präventivkriegen und faschistischen Gesetzen, die sie unter dem Vorwand des sogenannten Kampfes gegen den “Terrorismus” erlassen. Die unersättliche Gier, mit der sie die Arbeiterklasse, die unterdrückten Völker und Nationen ausbeuten und ausplündern und Millionen in Armut stürzen, lässt die Notwendigkeit der Revolution und des Kampfes für den Sozialismus und Kommunismus immer klarer erscheinen.
Verteidigen wir das Koalitionsrecht für marxistisch-leninistische, kommunistische Parteien, treten wir für den revolutionären Befreiungskampf und das Selbstbestimmungsrecht der Völker gegen Imperialismus und Neokolonialismus ein!
Lasst uns gemeinsam den Tag der Oktoberrevolution feiern – entfachen wir gemeinsam eine Offensive des echten Sozialismus gegen die imperialistischen Geschichtsverdreher.
Heute findet international ein verstärkter Kampf der Arbeiter und der Völker gegen Ausbeutung und Unterdrückung statt, zunehmend in engem Schulterschluss mit den marxistisch-leninistischen Parteien. Die Suche nach einer Alternative zum Kapitalismus ist weltweit unübersehbar. Daher entfachen die Imperialisten mit Wut, Hass und Lügen eine Kampagne des Antikommunismus. Die Millionen Opfer, die der zweimalige Einmarsch imperialistischer Armeen in Russland gefordert hat, werden wider besseres Wissen in dieser schmutzigen Kampagne als Opfer des Kommunismus hingestellt. Ebenso die Hungertoten, die diese Einmärsche und das Erbe des Zarismus forderten. Ihr Ziel ist, das Ansehen des Sozialismus zu zerstören und den Menschen ihre Zukunft zu rauben.
Wenn wir heute, 90 Jahre nach dem Sieg der Oktoberrevolution, den Prozess des revolutionären Aufbaus betrachten, sind wir zur Auswertung und zum Nachdenken über das Geschehene verpflichtet, um Schlussfolgerungen für einen neuen Aufschwung des Kampfs um den echten Sozialismus zu ziehen. Diese Feier dient dazu, die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus deutlich zu machen, sich seine fortschrittlichen Lehren zu eigen zu machen und die Fehler zu berichtigen, damit das weltweite Proletariat gemeinsam mit allen von den reaktionären Kapitalisten und Imperialisten ausgebeuteten und unterdrückten Massen den Imperialismus stürzt und auf der ganzen Welt den Sozialismus errichtet und die Menschen eines Tages sagen können, dass ”die Erde das schönste Paradies der Menschheit ist”.

Die Gemeinsame Koordinierungsgruppe (JCG) der Internationalen Konferenz marxistisch-leninistischer Parteien und Organisationen (IKMLPO) ruft zur Unterzeichnung der Erklärung auf. Es besteht die Möglichkeit, nur einzelne Punkte bzw. Abschnitte zu unterschreiben.
Kontakt: JCG, Postfach Nr. 13 10 58, D -70068 Stuttgart, Deutschland, Fax: ## 49-711- 99 79 571
E – Mail: int.co@t-online.dehttp://www.icmlpo.de

Unterzeichenden Parteien und Organisationen/Signing parties and organizations / Partis et organisations signataires / Partidos y organizaciones firmantes ( Date 30.12.2007)

(Notice of the maincoordinator: We publish now all these signatures obtained by now and want to stress that the list is still open and that some organizations have been delayed in their decision processes).

Revolutionäre Kommunistische Partei Argentieniens, PCRA
Kommunistische Partei Kolumbiens-Maoisten, PCC-M
Revolutionäre Organisation Kongo, R.O. C.
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland, MLPD
Arbeiterpartei (Ranjbaran), Iran
Partei der Komitees zur Unterstützung des Widerstandes- für den Kommunismus (C.A.R.C.), Italien
(Neue) Kommunistische Partei Italien, (n) KPI
Kommunistische Organisation Luxemburg, KOL
Gruppe Marxisten Leninisten/Rode Morgen, Niederlande
Dem Volke dienen! – Marxisten-Leninisten aus Norwegen
Kommunistische Partei Philippinen, CPP
Partei der Arbeit/Partija Rada, Serbien
KSČ-ČSSP (Kommunistische Partei Tschecheslovakei – Tschecheslowakische Arbeiter Partei (KPT-KAP)
Bolschevistische Partei (Nord Kurdistan-Turkei), BP ( NK-T)
Revolutionäres Proletariat, Türkei
Revolutionäre Kommunistische Partei, PCR Uruguay
Ray O. Light Gruppe, USA (mit Einschränkungen und Kommentar)

IA.RKP
Initiative für den Aufbau einer Revolutionär Kommunistischen Partei
(vormals komak-ml)

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klassenbewusste Arbeiter/innen wenden, und geben seit 2001 eine Zeitung, jetzt ‚Proletarische Revolution’, heraus. Unser Ziel ist eine Gesellschaftsordnung ohne Klassen, ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter eine eigene Kampfpartei aufbauen, die Macht erobern, die Besitzer der Produktionsmittel enteignen und den Klassenkampf fortsetzen, bis alle Reste der bürgerlichen Ordnung verschwunden sind. Wir stellen uns in die Tradition der internationalen revolutionär-kommunistischen Bewegung, die Mitte der 1960er Jahre in Auseinandersetzung mit den Fehlern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Wegbereiter des bürokratischen Staatskapitalismus in der Sowjetunion eine marxistisch-leninistische Generallinie verteidigt hat und zur Gründung neuer kommunistischer Parteien führte. Wir sind revolutionäre Kommunist/innen und deshalb nicht in der KPÖ organisiert.

IA.RKP
Stiftg. 8, A-1070 Wien,
ia.rkp2017@yahoo.com,
http://www.geocities.com/ia.rkp2017,
http://www.komak-ml.tk