Archiv für den Monat Dezember 2007

ÜBER DIE NEUGRÜNDUNG DER ORGANISATION

ERKLÄRUNG DER 7. KONFERENZ (DEZ. 2007)
ÜBER DIE NEUGRÜNDUNG DER ORGANISATION

Vor 6 Jahren haben sich 3 Gruppen zusammengeschlossen, um die komak-ml zu bilden. Der Zusammenschluss ist gescheitert. Wir haben damals den Grad der Übereinstimmung überschätzt.
Schon in der ersten Zeit ist ein Großteil der Mitglieder und Aktivist/innen von zwei der drei Organisationen von dem gemeinsamen Projekt wieder abgesprungen.
Es hat sich ein Zustand herausgebildet, wo es nicht mehr möglich war, Differenzen offen und fruchtbar zu diskutieren, woraus sich die Situation entwickelte, dass de facto zwei Gruppen nebeneinander bestanden, die einander gegenseitig immer mehr in ihrer Arbeit behindert haben. Mehr und mehr hat die Minderheitsfraktion sich nicht gemäß des demokratischen Zentralismus an Beschlüsse gehalten und so aktiv den gemeinsamen Parteiaufbau hintertrieben. Nachdem eine außerordentliche Mitgliederversammlung, in der wir eine gütliche Trennung angestrebt haben, in dieser Hinsicht ergebnislos verlaufen ist, haben wir uns von der parteiaufbau-feindlichen Fraktion getrennt. Deshalb haben wir auf unserer 7. Konferenz zwei vormalige Mitglieder ausgeschlossen. Uns ist klar, dass es der Arbeiter/innenklasse in der heutigen Situation völlig gleichgültig ist, ob Kleinstgruppen sich trennen. Eine Trennung ist sinnvoll, wenn zwei Gruppen nicht mehr miteinander arbeiten können. Kommunist/innen haben die Pflicht die Revolution vorzubereiten, nicht sich in Gruppendynamik und Sticheleien zu verzetteln.
Das Projekt komak-ml ist gescheitert, aber wir betrachten die erarbeiteten Dokumente, insbesondere die Gründungserklärung und die Thesen, weiterhin als verbindliche Grundlagen unserer politischen Arbeit. Der Aufbau einer fest gefügten Kaderpartei ist für eine sozialistische Revolution unabdingbar. Deshalb begrüßen wir alle Bestrebungen, für den Aufbau einer revolutionär kommunistischen Partei in Österreich.
Auf der 7. Konferenz haben wir eine Neugründung unserer Organisation beschlossen und uns gleichzeitig einen neuen Namen gegeben, weil der aus „komak“ und „IML“ zusammen gesetzte bisherige Name komak-ml keine hinreichende Widerspiegelung mehr in unserer Organisation findet. Unser neuer Name entspricht besser unserem Wesen und unserer Intention und bringt somit auch unsere Prioritätensetzung klarer zum Ausdruck:
IA*RKP
Initiative für den Aufbau
einer Revolutionär Kommunistischen Partei
Gleichzeitig haben wir beschlossen, den Namen unserer Zeitung auf „Proletarische Revolution!“ zu ändern.
Unsere neue Postadresse lautet: Stiftgasse 8, 1070 Wien. Wir ersuchen, keine Sendungen mehr an unsere Postfachadresse zu schicken.
Wenn sich Möglichkeiten für eine gemeinsame Arbeit mit der Gruppe um die beiden Ausgeschlossenen eröffnen, werden wir versuchen, diese zu nützen. Wir werden in nächster Zeit eine längere Erklärung herausgeben, in der wir versuchen, die Erfahrungen der letzten sechs Jahre einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.
Wien, am 24.12.2007

Im Gegenteil, je stärker unsere Parteiorganisationen sein werden, denen wirkliche Sozialdemokraten angehören, je weniger Wankelmütigkeit und Unbeständigkeit es innerhalb der Partei geben wird, umso breiter, vielseitiger, reicher und fruchtbarer wird der Einfluss der Partei auf die sie umgebenden, von ihr geleiteten Elemente der Arbeitermassen sein. Man darf doch wirklich die Partei als Vortrupp der Arbeiterklasse nicht mit der ganzen Klasse verwechseln. Und gerade eine solche Verwechslung (die für unseren opportunistischen Ökonomismus überhaupt kennzeichnend ist) unterläuft Gen. Axelrod, wenn er sagt: „Wir schaffen natürlich vor allem eine Organisation der aktivsten Elemente der Partei, eine Organisation von Revolutionären, doch müssen wir, da wir die Partei der Klasse sind, darauf bedacht sein, dass nicht Leute außerhalb der Partei bleiben, die sich bewusst, wenn auch vielleicht nicht ganz aktiv, dieser Partei anschließen.“
W.I. Lenin, Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück. (Die Krise in unserer Partei) 1904

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