Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht:

Revolutionär-kommunistische Vorbilder für das 21. Jahrhundert!

„Die großen Revolutionäre wurden zu Lebzeiten von den unterdrückenden Klassen ständig verfolgt, die ihrer Lehre mit wildestem Ingrimm und wütendstem Hass begegneten, mit zügellosen Lügen und Verleumdungen gegen sie zu Felde zogen. Nach ihrem Tode versucht man, sie in harmlose Götzen zu verwandeln, sie sozusagen heiligzusprechen, man gesteht ihrem Namen einen gewissen Ruhm zu zur ‚Tröstung’ und Betörung der unterdrückten Klassen, wobei man ihre revolutionäre Lehre des Inhalts beraubt, ihr die revolutionäre Spitze abbricht, sie vulgarisiert.“
(Lenin 1917: Staat und Revolution; LW Bd. 25, S. 397)

Dieses ursprünglich auf Karl Marx gemünzte Zitat trifft ganz gewiss sowohl auf Rosa Luxemburg als auch auf Antonio Gramsci oder Che Guevara zu, der im öffentlichen Bewusstsein ja vor allem als Ikone vorkommt. Dass Rosa Luxemburg angeblich einen „Dritten Weg“ zwischen systemkonformen Reformismus und revolutionärem Kommunismus bolschewistischer Prägung propagiert hätte, ist eine infame Verleumdung. Nein, sie hat weder mit kleinbürgerlichem Demokratismus oder Pazifismus noch mit Feminismus sympathisiert! Der gemeinsame Nenner, der Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Wladimir Illitsch Lenin, Mao Zedong, Che Guevara und andere vorbildliche Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts verbindet ist der Revolutionäre Kommunismus. Es lohnt sich das Leben und Werk solcher umwälzender Persönlichkeiten zu studieren um für das hier und heute zu lernen.

Rosa Luxemburg wurde 1871 im polnischen Zamosc geboren. 1887 trat sie in Warschau einem illegalen sozialistischen Zirkel bei. Um der drohenden Verhaftung zu entgehen, floh sie 1889 in die Schweiz, wo sie weiterhin für die Sozialdemokratie Po¬lens aktiv war. 1897 übersiedelte Luxemburg nach Deutsch¬land, wo sie sich der damals noch revolutionären SPD anschloss. 1898/99 veröffentlichte sie die wichtige Aufsatzreihe „Sozialreform oder Revolution?“ Darin charakterisierte sie den Revisionismus Bernsteins als politisch-ideologischen Ausdruck des Opportunismus und wies den bürgerlichen Charakter seiner ökonomischen und politischen Anschauungen nach. Sie forderte deshalb einen entschiedenen Kampf gegen die Bernsteinschen Angriffe auf den Marxismus und die revolutionäre Kampftaktik der deutschen Sozialdemokratie sowie den Ausschluss Eduard Bernsteins aus der Partei. Auf den Parteitagen in Stuttgart 1898 und Hannover 1899 verteidigte sie an der Seite August Bebels und anderer revolutionärer Sozialdemokrat/innen das Erfurter Parteiprogramm und die Selbständigkeit der Sozialdemokratie als politische Klassenorganisation des Proletariats. Auf dem Mainzer Parteitag 1900 forderte sie von der Partei die Schaffung einer Volksbewegung gegen die imperialistische Intervention in China. Im Rahmen der Internationale trat sie vor allem mit Initiativen gegen Imperialismus, Militarismus und Kolonialpolitik hervor. Stets mit der polnischen und russischen Arbeiter/innen-Bewegung verbunden fuhr Luxemburg im Dezember 1905 illegal nach Warschau um führend am Kampf der polnischen Arbeiter/innen gegen den Zarismus teilzunehmen. Nach einer Haftstrafe veröffentlichte sie die Arbeit „Massenstreik, Partei und Gewerkschaften“. Ausgehend von den Erfahrungen der 1905er Revolution in Russland legte sie die politischen Kampfaufgaben der Arbeiter/innen-Klasse dar und forderte von den deutschen Arbeiter/innen-Führern aus den revolutionären Kämpfen in Russland zu lernen.
In den Auseinandersetzungen um die Strategie und Taktik in der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution entwickelte sich aus den Reihen der revolutionären Sozialdemokrat/innen die politisch-ideologische Strömung der deutschen Linken. Rosa Luxemburg wurde eine international anerkannte Führerin dieser Strömung, die in vielem mit dem revolutionär-kommunistischen Flügel der russischen Sozialdemokratie um Lenin übereinstimmte. In diesem Sinn nahm sie im August 1907 zusammen mit Karl Liebknecht am Kongress der II. Internationale in Stuttgart teil. Zusammen mit Lenin kämpften sie gegen opportunistische Auffassungen im Kampf gegen den imperialistischen Krieg und gegen die sozialistisch verbrämte Kolonialpolitik der Sozialdemokratie. Ab 1910 forcierte die inzwischen an der Parteihochschule der SPD in Berlin tätige Luxemburg die Kritik am Opportunismus Kautskys, der damals noch weithin unumstritten als Papst in Sachen Marxauslegung galt. Diese Auseinandersetzung führte rasch zum offenen Bruch zwischen Luxemburg und Kautsky. 1913 veröffentlichte Luxemburg ihr Buch „Die Akkumulation des Kapitals“, worin sie versuchte, das ökonomisch gesetzmäßige des Imperialismus zu erfassen. Neben richtigen Ergebnissen kam Luxemburg auch zu dem falschen Schluss, dass der Kapitalismus zusammenbrechen würde, sobald er die ganze Welt durchdrungen habe. Am 20. Feber 1914 wurde Luxemburg in Frankfurt/Main zu einjähriger Gefängnishaft verurteilt, weil sie die dt. Arbeiter aufgefordert hatte, nicht auf die französischen Klassengeschwister zu schießen. Die Linken in der dt. Sozialdemokratie begannen sich nach der Entfesselung des ersten Weltkrieges um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg enger zusammenzuschließen und führten einen entschiedenen Kampf gegen den imperialistischen Krieg und gegen den Sozialchauvinismus in der dt. Sozialdemokratie. Zugleich nahm die Repression gegen die revolutionäre Arbeiter/innen-Bewegung und ihre Führer/innen im Verlauf des Weltkriegs noch weiter zu.
Die revolutionären Arbeiter/innen erzwangen am 9. November 1918 die Freilassung der politischen Gefangenen, darunter auch Rosa Luxemburgs. Von nun an nahm Luxemburg als führende Genossin der Spartakus-Gruppe an der Novemberrevolution teil. Sie war zusammen mit Karl Liebknecht führend an Redaktion und Herausgabe der revolutionär-kommunistischen Zeitung „Rote Fahne“ beteiligt. Als Mitglied der Zentrale des Spartakus-Bundes hatte sie zusammen mit Karl Liebknecht maßgeblichen Anteil an der Vorbereitung und Durchführung des Gründungsparteitags der KPD Ende Dezember 1918.

Karl Liebknecht wurde 1871 in Leipzig als Sohn des Arbeiter/innen-Führers Wilhelm Liebknecht geboren. Nach dem Studium von Rechtswissenschaften und Nationalökonomie trat Liebknecht in die SPD ein. Von Beginn an gab er sich als unversöhnlicher Gegner des sozialdemokratischen Reformismus und Opportunismus zu erkennen. Seine scharfen Anklagen gegen den Militarismus und den Preußischen Staat in öffentlichen Versammlungen führten immer wieder zum Abbruch der Veranstaltungen durch die Polizei. Als Rechtsanwalt verteidigte Liebknecht zahlreiche Opfer politischer Verfolgung durch den bürgerlichen Staat vor Gericht. Gegen die ignorante Haltung der SPD setzte sich Karl Liebknecht für die Unterstützung der russischen Revolution von 1905 ein. 1907 wurde Liebknecht wegen der Schrift „Militarismus und Antimilitarismus unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung“ der Prozess gemacht. Liebknecht gestaltete den Prozess zu einer Anklage gegen den dt. Militarismus, weshalb er wegen „hochverräterischer Tätigkeit“ zu eineinhalb Jahren Festungshaft verurteilt wurde.
1911 traten Liebknecht und Luxemburg vielfach gegen die Marokko-Aggression des deutschen Imperialismus hervor, wo¬bei sie insbesondere den Chauvinismus deutscher sozialdemokratischer Führer anprangerten. Im Mai 1914 griff Liebknecht im Reichstag die Kriegsvorbereitung der dt. imperialistischen Bourgeoisie an. Am 2. Dezember 1914 stimmte Karl Liebknecht als einziger Abgeordneter im dt. Reichstag gegen die Kriegskredite. Im Mai 1915 schrieb Liebknecht im Auftrag der Gruppe „Internationale“ das wichtige Flugblatt „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“. Im Jänner 1918 prangerte Liebknecht im Reichstag die Ausrottung der Armenier/innen durch das mit dem dt. und dem österreichischen Imperialismus verbündete Regime in der Türkei an. Liebknecht wurde wegen seiner prinzipien¬fes¬ten Haltung aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion ausgeschlossen. Dann wurde Liebknecht wegen seines Aufrufs „Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!“ bei der Kundgebung der Spartakus-Gruppe am 1. Mai 1916 am Potsdamer Platz in Berlin verhaftet und zu einer schweren Zuchthausstrafe verurteilt. Am 23. Oktober 1918 wurde seine Amnestierung von den revolutionären Arbeiter/innen erzwungen. Liebknecht war einer der ersten in Deutschland, der die epochale Bedeutung der russischen Oktoberrevolution verstand. Am 9. November 1918 proklamierte Karl Liebknecht vor tausenden von revolutionären Arbeiter/innen und Soldaten in Berlin die sozialistische Republik und rief zum Kampf für ihre Verwirklichung auf. Während der revolutionären Kämpfe gegen die konterrevolutionären Noske-Truppen in Berlin war Karl Liebknecht im Aktions-Ausschuss der revolutionären Arbeiter der Vertreter der KPD.
Am 15. 01. 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von den Truppen der konterrevolutionären sozialdemokratischen Regierung verhaftet und ermordet. Aus Leben und Werk von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ergeben sich vor allem folgende hochaktuelle Lehren:

Kampf dem Imperialismus, vor allem dem Imperialismus der jeweils „eigenen“ Bourgeoisie!
Für den revolutionären Bürgerkrieg zum Sturz der „eigenen“ Bourgeoisie!
Für die Revolutionäre Diktatur des Proletariats und den Sozialismus!
Für die Revolutionär Kommunistische Partei des Proletariats!
Für den unversöhnlichen Kampf gegen Reformismus, Revisionismus und jeglichen Opportunismus in der Arbeiter/innen-Bewegung!
Für den Proletarischen Internationalismus und gegen den nationalen Chauvinismus!

Nepal: Monarchie weicht dem Druck der Volksmassen unter Führung der KPN (Maoistisch)!

Zum Jahreswechsel 2007/2008 ist im Himalayastaat Nepal (zwischen China und Indien) das seit 238 Jah¬ren währende Joch des Königtums gefallen. Die politischen Parteien Nepals haben sich darauf geeinigt, Nepal sofort in eine „Föderale Demokratische Republik“ umzuwandeln. Die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) ist mit vier Ressorts an einer Übergangsregierung beteiligt. Vor drei Monaten ließen die Maoist/innen die vorige Übergangsregierung platzen, weil die anderen Parteien die sofortige Einführung der Republik abgelehnt hatten. Im kommenden April soll die Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung erfolgen.
Das ist ein bedeutender Etappenerfolg der Volksmassen Nepals und ihrer Vorhut, der KPN(M), gegen die bürgerlichen Parteien, die sich, um Verwirrung zu stiften zum teil marxistisch-leninistisch, kommunistisch und ähnlich nennen, die in der Vergangenheit jedoch nichts unversucht gelassen haben, um den Feu¬dalismus mit seinem reaktionären Königtum zu retten! Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Kräfte sehen sich nun gezwungen die Monarchie fallen zu lassen, um gegenüber den Volks¬massen nicht völlig das Gesicht zu verlieren.
Der konsequente Kurs der strategischen Offensive der KPN(M) hat sich einmal mehr als richtig erwiesen. Dieser Kurs und der damit erreichte Stand der Po¬litisierung der Volksmassen macht es möglich, den Sturz der alten feudalistischen Ordnung zu Ende zu führen.

(3.Jänner 2008)

herausgegeben zur Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demo in Berlin 2008

von

Revolutionär Kommunistische Jugend (Österreich)
http://www.rotermorgen.tk, roter.morgen@hotmail.com

zusammen mit:

IA.RKP
Initiative für den Aufbau einer Revolutionär Kommunistischen Partei
(vormals komak-ml)

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klassenbewusste Arbeiter/innen wenden, und geben seit 2001 eine Zeitung, jetzt ‚Proletarische Revolution’, heraus. Unser Ziel ist eine Gesellschaftsordnung ohne Klassen, ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter eine eigene Kampfpartei aufbauen, die Macht erobern, die Besitzer der Produktionsmittel enteignen und den Klassenkampf fortsetzen, bis alle Reste der bürgerlichen Ordnung verschwunden sind. Wir stellen uns in die Tradition der internationalen revolutionär-kommunistischen Bewe¬gung, die Mitte der 1960er Jahre in Auseinandersetzung mit den Fehlern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Wegbereiter des bürokratischen Staatskapitalismus in der Sowjetunion eine marxistisch-leninistische Generallinie verteidigt hat und zur Gründung neuer kommunistischer Parteien führte. Wir sind revolutionäre Kommunist/innen und deshalb nicht in der KPÖ organisiert.

IA.RKP
Stiftg. 8, A-1070 Wien,
ia.rkp2017@yahoo.com,
http://www.geocities.com/ia.rkp2017,
http://www.komak-ml.tk,
(03. Jänner. 2008)

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