Siemens: 1400 werden ihren Arbeitsplatz verlieren?

Siemens: 1400 werden ihren Arbeitsplatz verlieren?

Wie viele in Kroatien? Die Hälfte in Wien?

… oder doch über 850 in Österreich??

Jedenfalls stiegen die Siemens-Profite um 32,2%

 

Mitte Mai war die Rede von 1400 Kündigungen – pardon: „Abbau von Arbeitsplätzen“ – in Österreich und Kroatien. Am 25.5. hieß es dann mindestens 850 allein in Österreich. Sie wollen uns verunsichern, sie wollen uns spalten.

Nach den Ausgliederungen und Massenkündigungen in den letzten Jahren geht das Spaltungsspiel weiter: „Hoffentlich trifft’s nicht uns, sondern die anderen!“  Und der Betriebsrat hat dabei eine wichtige Rolle.

Die ganze Zeit wurden wir, die Belegschaft – und zwar alle die bei oder für Siemens arbeiten, ob ausgegliedert oder in der Stammbelegschaft – massiv gegeneinander ausgespielt.

Jahrelang haben sie riesige Profite mit uns gemacht, aber die Bosse in Wien und in München wollen noch mehr Profit aus uns raus­holen, darum die Rationalisierungen, Ausgliederungen, Massenkündigun­gen… Die Gewinne von Siemens Österreich sind im letzten Jahr auf 254,6 Mill. EUR gestiegen (von 192,6 EUR im Jahr 2007). Das ist eine Gewinn­steigerung von +32,2%. Gleichzeitig liegt die Steuerquote von Siemens Österreich nach wie vor bei 0,75%! Und der Personalabbau geht weiter…

Wir sind insgesamt 50.000 Beschäftigte (mit allen Belegschaften in den Mittelosteuropäischen Ländern, die dem Teilkonzern „Siemens Österreich“ unterstellt sind), davon in Österreich 18.000. Das wäre eine gewaltige Kampf­kraft, wenn wir gemeinsam auftreten. Aber von gewerkschaftlichen Kampf­maßnahmen keine Spur. Auch bei der letzten ÖGB-Demo hat sich der Betriebsrat wieder drauf beschränkt, den Termin bekannt zu geben, statt ordentlich hin zu mobilisieren.

Solang der Betriebsrat immer nur mit der Geschäftsführung packelt und seine Aktivitäten sich drauf beschränken, bei wütenden Kolleg/innen den Dampf abzulassen, und solange sich keine Kolleg/innen zusammenfinden, die ein unab­hängiges Aktionskomitee auf die Füße stellen, werden die Bosse weiter auf unserem Kopf herumtanzen.

Für die Organisierung von gemeinsamen Kampfaktionen von allen Betrieben, auch denen in Kroatien, Tschechien, Ungarn…

 

Lest das ausführliche Interview mit einem Siemens-Beschäftigten vom Mai 2009 (siehe Rückseite!) >> http://www.geocities.com/prolrev2009

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Siemens-Beschäftigte für Klassenkampf – gegen Sozialpartnerschaft; Stift­gasse 8. 1070 Wien

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