Nestlé Philippinen

Nestlé Philippinen

… verweigert Pensionen!

… tritt Arbeitsrechte mit Füßen!

… sperrt 600 Arbeiter/innen aus!

… unterdrückt mit Polizei- und Armeeterror!

Wir sind solidarisch mit den Forderun­gen der Arbeiter/innen bei Nestlé Philippinen

… für sofortige Verhandlungen über Pensionen!

… für die Einhaltung der Arbeitsrechte!

… für die Anerkennung der UFE-Gewerkschaft durch Nestlé Philippinen!

… für ein Ende des Staatsterrors und der Morde an Gewerk­schafter/innen!

 Vor mehr als 7 Jahren, am 14. Jänner 2002, traten 600 Arbeiter/innen des Nestlé-Werks von Cabuyao, in der Provinz Laguna, Philippinen in den Streik und forder­ten die Einführung einer Alterspension. Nestlé Philippinen verweigerte von vorn­herein jede Verhandlung über Pensionen, verwei­ger­te der im Betrieb gut veran­kerten Gewerkschaft UFE-DFA-KMU („Union of Filipro Employees“, Sektion der „Drug, Food and Allied Workers Unions“, der Dachgewerkschaft „Kilusang Mayo Uno“) die Anerkennung und ant­wor­tete mit Aussperrung, dem Einsatz von Streik­brechern, Polizei, Militär und bewaffneten Banden gegen die kämpfenden Arbei­ter/in­nen.

Trotz mehrerer Gerichtsentscheidungen, die ausdrücklich Kollektiv­ver­hand­lungen über Pensionen befürworten, gibt Nestlé Philippinen keinen Millimeter nach und bricht seit 7 Jahren das Arbeitsrecht.  

Seit Jahren werden immer wieder Streikposten von staatlichen und privat enga­gierten Bewaffneten angegriffen, die Zelte und Kücheneinrichtungen der Strei­ken­den zerstört, Personen zusammen­geschlagen oder ver­schleppt. In diesen 7 Jah­ren des Kampfes starben insgesamt 23 Personen in direktem oder indirektem Zu­sam­menhang mit diesem Streik für eine Pensions­vereinbarung. Zwei der em­pö­rendsten Fälle sind der Tod des damaligen Gewerkschaftsführer Diosdado „Ka Fort“ Fortuna, der am 22. September 2005 nach einer Streikversammlung auf sei­nem Heimweg er­mordet wurde und seines Vorgängers, dem Gewerkschafts­präsi­dent Meli­ton Roxas, der schon vor dem jetzt andauernden Streik, am 20. Jän­ner 1989 nahe dem Streik­posten bei Nestlé ermordet wurde. Wie kaum an­ders zu erwarten – bei den zahlreichen mörderischen Attacken auf Ge­werk­schafter/innen auf den Philippinen, in die sehr häufig staatliche Or­gane des Arroyo-Regimes di­rekt verwickelt sind – wurden bei keinem ein­zigen der 23 tödlichen Zwischenfälle auch nur ein einziger Täter verhaftet oder gar bestraft.

 

Ein Großteil der Hunderten Ausgesperrten ist nach wie vor kampfbereit und betei­ligt sich an Streikposten, Versammlungen und verschiedenen Aktionen. Dabei wer­den sie von verschiedenen Gewerkschaften auf den Philippinen und weltweit solidarisch unterstützt. Trotz einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Philippinen vom 22. August 2006, der der Gültigkeit der Entscheidung vom Febru­ar 1991 noch einmal bestätigte – wonach Verhand­lungen über Pensionen in die Kompetenz von Gewerk­schaften in Betrieben fallen – setzt Nestlé Philippinen sei­nen sturen Kurs fort und verweigert jeden Verhandlungstermin mit Vertreter/innen der UFE-DFA-KMU.

Im Zusammenhang mit dem Streik wurde vom Regionalkomitee Süd-Ta­galog der Nahrungsmittel­gewerkschaft DFA  zum Boykott gegen Nestlé-Pro­dukte aufge­rufen. Dieser wird landes- und weltweit von einer Reihe von Organisationen und wir schließen uns diesem Aufruf an.

 

Unterstützen wir die kämpfenden Arbeiter/innen bei Nestlé-Philippi­nen und ihre Forderungen:

„Wir fordern

a) das Nestlé-Management auf, zum Verhandlungstisch zurückzukehren und Kol­lektiv­vertrags­verhand­lungen mit der Gewerkschaft aufzunehmen, insbesondere über die Frage von Pensions­zahlungen;

b) die philippinische Regierung auf, über das Ministerium für Arbeit und Beschäf­ti­gung (DoLE) im Arbeitskonflikt zu vermitteln bzw. zu beraten;

c) die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) auf, den Arbeitskonflikt anzuer­ken­nen und

d) die UNO-Menschenrechtskommission auf, Vertreter/innen auf die Philippinen zu entsenden bzw. die Menschenrechtskommission der Philippinen zu ersuchen, eine gründliche Untersuchung der Menschen­rechts­verletzungen, d.h. der Ermor­dung von Diosdado „Fort“ Fortuna und anderer  Menschen­rechts­fragen in diesem Zusammenhang, durchzuführen.“

 Machen wir die unhaltbaren Zustände bei Nestlé Philippinen bekannter!

  Philippinen-Komitee, c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A 1070 Wien; http://www.arkibongbayan.org/2009/2009-05-May13-nestle/nestle.htm

 

                           Reiht euch ein in die weltweite Solidaritätsbewegung mit dem Kampf der ArbeiterInnen bei Nestlé Cabuyao, Philippinen…

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