Archiv für den Monat November 2009

Gegen Patriarchat und Kapitalismus! Für Revolution und Sozialismus kämpfen!

Patriarchat bedeutet Gewalt gegen Frauen. Kapitalismus bedeutet Gewalt gegen Frauen. Das Patriarchat, d.h. Vorherrschaft des Mannes in der Ge­sellschaft, ist viel älter als der Kapitalismus. Frauenunterdrückung be­ginnt mit der Spaltung der Gesellschaft in Klassen – in Mitteleuropa vor mehr als 2000 Jahren. Die Sklavenhalter der Römerzeit waren Männer, eben­so die Feu­dalherren und Adeligen. Auch das heutige Kapital ist männ­lich: Selbst aus amtlichen Statistiken ist das klar.

Die bürgerliche Frauenbewegung beschränkt sich im Wesentlichen auf die formale Gleichberechtigung, greift aber das kapitalistische Unterdrücker- und Ausbeutersystem nicht an. Sie kritisieren, dass zu wenige Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik an führende Stellen gelangen, dass Frauen stärker von körperlichen Angriffen bedroht sind als Männer. Und sie kritisieren, dass zu wenig Frauen Kapitalist/innen sind. Sie wollen das Patriarchat abschaffen und zugleich das Ausbeutersystem erhalten.

Wir sehen den engen Zusammenhang zwischen Frauenunterdrückung und Ausbeutung, der sich seit Jahrhunderten entwickelt hat. Seit langem ist es die Kirche, die ideologisch die Frauenunterdrückung rechtfertigt und damit den Adeligen und Kapitalisten diente und dient. Auch die Ideologie, dass Frauen für den Haushalt zuständig seien, knebelt die Frauen. Frau­enf­eindliche Ideologien und strukturelle Gewalt des Herrschaftssystems sind zwei der gefährlichsten Hindernisse.

Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass ein Mann eine Frau demütigt, schlägt oder ermordet. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass junge Frau­en zwangsverheiratet werden. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass weibliche Körper zum Fetisch männlicher Sexualität gemacht wer­den. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass vollbeschäftigte Arbeite­rin­nen und Angestellte um ein Drittel weniger Lohn als ihre männlichen Kolle­gen be­kom­men.

Gewalt gegen Frauen ist auch, dass das kapitalistische System und der bür­gerliche Staat alles unternehmen, dass die Frauenunterdrückung in viel­fältiger Form grundsätzlich bestehen bleibt. Wie alle vorangegangenen Herrschaftssysteme beruht der Kapitalismus auch auf Frauenunterdrü­ckung. Auch im demokratischsten bürgerlichen System wird es Frauen­un­ter­drückung geben. Solange die Klassengesellschaft weiter besteht, wird die Spaltung zwi­schen Ar­beiterinnen und Arbeitern vom Kapital bewusst eingesetzt, um die Arbei­ter/innenklasse insgesamt niederzuhalten.

Nur durch den Sturz der Kapi­tal­herrs­chaft in einer proletarischen, sozia­lis­ti­schen Revolu­tion werden die Mög­lich­keiten für eine wirkliche Frauen­be­fre­iung ge­schaffen. Historische Beispiele so­zialistischer Länder zei­gen, dass der Sozialismus ungeahnte Möglich­keit­en eröffnet, um zugleich mit der ka­pi­ta­lis­tischen Ausbeutung auch die patri­ar­chale Unterdrückung zu be­sei­tigen. Aber die Mög­lichkeiten unter der Diktatur des Proletariats müs­sen von revolutionären Frauen und Männern genützt wer­den, um in Kul­tur­revo­lu­tio­nen die alten Traditionen samt dem Patriar­chat zu über­win­den!

Keine Revolution ohne Frauenbefreiung – keine Frauenbefreiung ohne Revolution!

Jegliche Form von Gewalt an Frauen bekämpfen –täglich und mit revolutionärer Perspektive!

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Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!

Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!

25. November 2009 (138 npc)

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Kampf dem Rassismus!

Hinter dem Rassismus stehen Kapital und Staat!

Die deutschnationalen Burschenschaften bilden nur die Spitze des grässlichen Eis­bergs. Ihre Mitglieder und „alten Herren“ gehören zu den reaktionärsten Stützen der Ausbeuterordnung, sie betreiben offene Hetze gegen jeden Fortschritt und pro­gressiven Widerstand. Aber sie sind nicht allein, nicht isoliert, sondern können sich auf den breiten Konsens aller bürgerlichen Kräfte und Parteien stützen. Men­schen auf der Flucht und Migrant/innen werden von allen bürgerlichen Parteien in der gesamten EU als Gefahr dargestellt und behandelt. Im TREVI-Abkommen und Schengen-Vertrag der EU werden Migrant/innen in einem Atemzug mit Terro­rismus und Kapitalverbrechen genannt.

Das Kapital braucht Migrant/innen als billige Arbeitskräfte und nutzt sie zur Spal­tung der Arbeiter/innenklasse. Illegale sind die billigsten Arbeiter/innen, weil sie froh sein müssen, überhaupt Geld zu bekommen. Illegale können leicht als Sün­den­böcke für die Übel des Kapitalismus hingestellt werden. Aber: Nie­mand wird als Illegaler geboren – die Herrschenden machen Menschen zu illega­len, um die Arbeiter/innenklasse zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen. Das Kapital braucht Illegale, um höhere Profite aus den Arbeiter/innen herauszu­pres­sen. Auch um den Rassismus zu über­winden, muss der Kapitalismus gestürzt werden.

Bei Arigonas Familie führen die bürgerlichen Politiker und ihre Massenmedien deut­lich vor, wie Spaltung geht: Ein „Fall“ wird herausgenommen und isoliert vom Zu­sammenhang dargestellt. Die „kleine“ Arigona ist als Einzelschicksal be­dau­erns­wert, aber das System ist richtig. Ihr Vater hat sich „illegal“ in Österreich ein­ge­schli­chen, auch ihre großen Brüder sind „verdächtige Jugendliche“.

Doch es ist eine Tatsache: Zehntausende männliche und weibliche „Arigonas“ wer­den jährlich in Österreich „abgefangen“, eingesperrt und deportiert. Ein Schreckensregime gegen Migrant/innen wurde in den letzten 25 Jahren errichtet – von SPÖ, ÖVP, FPÖ/BZÖ und Grüne. Alle wichtigen rassistischen Gesetze wur­den einstimmig beschlossen. Es sind nicht bloß die Burschenschaften und die FPÖ, die den Rassismus in Österreich systematisch vorantreiben und Österreich zu einem der am meisten rassistischen Länder der EU machen. Das Schreckens­regi­me gegen Migrant/innen richtet sich aber gegen alle Unterdrückten und Aus­ge­beuteten: Polizeikontrollen, Überwachung, Festnahmen auf Verdacht bis hin zu Niederknüppeln in U-Bahnstationen werden zur täglichen Routine. Alle sollen sich bedroht fühlen, niemand soll sich aufmucken trauen … gegen Rassis­mus, Antisemitismus, Lohnkürzungen, Sozialkürzungen, Bildungsabbau – und ge­gen die Diktatur des Kapitals und das kapitalistische System insgesamt.

Nieder mit Rassismus, Staat und Kapital – für proletarische Revolution!

 

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!

Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!

20. November 2009 (138 npc)

(anlässlich Burschenschafter Festkommers in Wien)