Gegen Patriarchat und Kapitalismus! Für Revolution und Sozialismus kämpfen!

Patriarchat bedeutet Gewalt gegen Frauen. Kapitalismus bedeutet Gewalt gegen Frauen. Das Patriarchat, d.h. Vorherrschaft des Mannes in der Ge­sellschaft, ist viel älter als der Kapitalismus. Frauenunterdrückung be­ginnt mit der Spaltung der Gesellschaft in Klassen – in Mitteleuropa vor mehr als 2000 Jahren. Die Sklavenhalter der Römerzeit waren Männer, eben­so die Feu­dalherren und Adeligen. Auch das heutige Kapital ist männ­lich: Selbst aus amtlichen Statistiken ist das klar.

Die bürgerliche Frauenbewegung beschränkt sich im Wesentlichen auf die formale Gleichberechtigung, greift aber das kapitalistische Unterdrücker- und Ausbeutersystem nicht an. Sie kritisieren, dass zu wenige Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik an führende Stellen gelangen, dass Frauen stärker von körperlichen Angriffen bedroht sind als Männer. Und sie kritisieren, dass zu wenig Frauen Kapitalist/innen sind. Sie wollen das Patriarchat abschaffen und zugleich das Ausbeutersystem erhalten.

Wir sehen den engen Zusammenhang zwischen Frauenunterdrückung und Ausbeutung, der sich seit Jahrhunderten entwickelt hat. Seit langem ist es die Kirche, die ideologisch die Frauenunterdrückung rechtfertigt und damit den Adeligen und Kapitalisten diente und dient. Auch die Ideologie, dass Frauen für den Haushalt zuständig seien, knebelt die Frauen. Frau­enf­eindliche Ideologien und strukturelle Gewalt des Herrschaftssystems sind zwei der gefährlichsten Hindernisse.

Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass ein Mann eine Frau demütigt, schlägt oder ermordet. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass junge Frau­en zwangsverheiratet werden. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass weibliche Körper zum Fetisch männlicher Sexualität gemacht wer­den. Gewalt gegen Frauen ist nicht nur, dass vollbeschäftigte Arbeite­rin­nen und Angestellte um ein Drittel weniger Lohn als ihre männlichen Kolle­gen be­kom­men.

Gewalt gegen Frauen ist auch, dass das kapitalistische System und der bür­gerliche Staat alles unternehmen, dass die Frauenunterdrückung in viel­fältiger Form grundsätzlich bestehen bleibt. Wie alle vorangegangenen Herrschaftssysteme beruht der Kapitalismus auch auf Frauenunterdrü­ckung. Auch im demokratischsten bürgerlichen System wird es Frauen­un­ter­drückung geben. Solange die Klassengesellschaft weiter besteht, wird die Spaltung zwi­schen Ar­beiterinnen und Arbeitern vom Kapital bewusst eingesetzt, um die Arbei­ter/innenklasse insgesamt niederzuhalten.

Nur durch den Sturz der Kapi­tal­herrs­chaft in einer proletarischen, sozia­lis­ti­schen Revolu­tion werden die Mög­lich­keiten für eine wirkliche Frauen­be­fre­iung ge­schaffen. Historische Beispiele so­zialistischer Länder zei­gen, dass der Sozialismus ungeahnte Möglich­keit­en eröffnet, um zugleich mit der ka­pi­ta­lis­tischen Ausbeutung auch die patri­ar­chale Unterdrückung zu be­sei­tigen. Aber die Mög­lichkeiten unter der Diktatur des Proletariats müs­sen von revolutionären Frauen und Männern genützt wer­den, um in Kul­tur­revo­lu­tio­nen die alten Traditionen samt dem Patriar­chat zu über­win­den!

Keine Revolution ohne Frauenbefreiung – keine Frauenbefreiung ohne Revolution!

Jegliche Form von Gewalt an Frauen bekämpfen –täglich und mit revolutionärer Perspektive!

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Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!

Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!

25. November 2009 (138 npc)

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