Das gesellschaftliche Klima ist schlecht, stürzen wir das Kapital!

160.000 Menschen sterben jährlich an direkten Auswirkungen des Klimawandels: zunehmende Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürren, Lebensmittelknappheit und Krankheiten.

Um 20% ist die Regenmenge in den letzten 100 Jahren weltweit gestiegen. Aber wegen extrem ungleicher Niederschagsverteilung entwickeln sich immer größere Dürre-Regionen neben Überschwemmungsgebieten.

Etwa 40% der Weltbevölkerung lebt vom Trinkwasser aus den Himalaya-Gletschern; aber in den nächsten 50 Jahren wird ein Großteil davon abgeschmolzen sein und zu Dürrekatastrophen in Asien führen.

600.000 Jahre lang lag der CO2-Anteil immer zwischen 180 und 280 ppm (Teilchen pro Millionen); in den letzten Jahren ist er auf fast 400 ppm gestiegen und steigt ununterbrochen weiter.

Schuld an dieser katastrophalen Entwicklung sind weder das „Bevölkerungswachstum“ oder die „Technisierung“, noch das „mangelnde Umweltbewusstsein“ der Menschen. Die Wurzeln der globalen Erwärmung und Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen liegen im weltweiten System des Kapitalismus, wo die Produktion nicht nach gesellschaftlichen Bedürfnissen, sondern vom Profitprinzip gesteuert wird. Grundlage ist ein verbrecherisches Weltsystem, in dem die Herrschenden von wenigen imperialistischen Ländern – darunter auch Österreich – ihre Ausbeuterinteressen gegen die Volksmassen weltweit durchsetzen.

Aus fortschrittlicher Sicht gilt, was bereits Karl Marx im „Kapital“ schrieb: „Vom Standpunkt einer höheren ökonomischen Gesellschaftsformation wird das Privateigentum einzelner Individuen am Erdball ganz so abgeschmackt erscheinen wie das Privateigentum eines Menschen an einem anderen Menschen.  Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen, sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznießer, und haben sie … den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen. (MEW 25, S.784)

Der Kampf gegen bestimmte Konzerne und Regierungen hat nur dann eine realistische Perspektive, wenn er verbunden wird mit dem Kampf für eine proletarische Revolution. Erst der Sturz der Kapitalistenklasse und die Machtübernehme durch die Arbeiter/innenklasse wird eine ökologisch verträgliche Wirtschaftsplanung nach den Bedürfnissen der breiten Volksmassen möglich machen. Nur ein radikaler Bruch mit den bestehenden Klassenverhältnissen kann der gesamten Menschheit  in Nord, Süd, Ost und West eine lebenswerte Zukunft eröffnen.

(6.12.2009, zum Klimaprotesttag am 12.12.09)

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