Kampf den völkermordenden Plänen des indischen Regimes!

(RKJV+IARKP, 3. Februar 2010)

Vor einigen Monaten gestand der indische Premierminister Manmohan Singh ein, dass die KämpferInnen der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) – Naxaliten genannt – „die größte Bedrohung für die innere Sicherheit“ des Landes seien. Naxalbari werden die Mit-glieder der CPI(M) und deren bewaffneter Formation, der Volksbefreiungsarmee (PLA), deswegen genannt, weil ihre organisatorischen Wurzeln im Aufstand des national unter-drückten Volkes der Naxaliten 1967 liegen. Nachdem sich aus diesem Aufstand verschie-dene Parteien und Organisationen entwickelten die allesamt unterschiedliche Konzepte des Wegs zum Sozialismus verfolgten, gelang es zwei einflussreicheren Organisationen – der KPIndiens(ML)-Peoples War und dem Maoistischen Zentrum (MCC) – sich nach langen Diskussionen 2004 zu einer gemeinsamen Partei, der KP Indiens (Maoistisch), CPI(M), zu-sammenzuschließen.
Seit ihrer Gründung führt die CPI(M) einen Volkskrieg gegen den reaktionären indischen Staat, der die Massen unterdrückt und in Not und Elend hält. Die CPI(M) ist in 13 der 35 Bundesstaaten Indiens fest verankert, führt aber beinahe überall politische und militärische Aktionen durch. Verschiedene Schätzungen von staatlicher Seite gehen davon aus, dass bis zu 50.000 KämpferInnen in den Reihen der PLA stehen. In Gebieten wo die CPI(M) be-sonders stark ist, zB im Distrikt Lalgarh, hat der Staat weitestgehend seinen Einfluss ver-loren, dagegen gibt es dort nun demokratisch gewählte Volksgerichte und Räte, welche die neuen Machtorgane darstellen und unmittelbar in Hand der Massen liegen. Da der Staat dort aber die Interessen des indischen Kapitals, der internationalen Konzerne sowie von IWF und Weltbank durchsetzen möchte, ging er massiv gegen die befreiten Roten Gebiete vor. Para-militärische Einheiten wurden ausgehoben, private Söldnerarmeen (ähnlich der im Irak operierenden berüchtigten BlackWater) angeheuert. Da die Massen in de befreiten Gebieten er-kannten dass die CPI(M) ihre Interessen wahrnimmt, unterstützen sie diese. Der Staat rea-gierte darauf, indem der tausende Menschen aus ihren Dörfern deportieren ließ und sie in von Armee und Polizei bewachte „Sicherheitslager“ einsperrte. So wollte er dem Volkskrieg das Wasser abgraben. Resultat war aber, dass die Bevölkerung noch viel entschlosse-ner Widerstand leistete und sogar viele Leute die zuvor unter dem Einfluss der im Distrikt Westbengalen regierenden KP (Marxisten) – CPM – standen sich von der vollständig ko-rrumpierten und sozialfaschistischen CPM lossagten und den Naxalbari zuwandten. Für die indischen und internationalen Kapitalisten, war dieses Vorgehen also alles andere als ein Erfolg, im Gegenteil, denn die CPI(M) ging aus dieser Welle der Repression auch noch ge-stärkt hervor, festigte Rote Gebiete und konnte den Volkskrieg in andere Provinzen aus-weiten. Nun holt der Staat abermals zum Schlag gegen die Bewegung der Naxalbari aus. Mit der sogenannten „Operation Green Hunt“ (Operation grüne Jagd) möchte er einen ent-scheidenden Schlag gegen die CPI(M), die PLA und alle fortschrittlichen, die revo-lutionären Kräfte in ihrem gerechten Kampf unterstützenden, Organisationen ausführen. Da er weiß, dass die Naxalbari fest in den widerständigen Völkern verankert sind, schlägt er gegen diese mit voller Wucht los. Indische Menschenrechtler wie Sudha Bharadwaj sprechen von der Operation Green Hunt als von einem „kalkulierten Genozid an Adivasi (Ureinwohner – Anm.), einem umfassenden Krieg gegen Hunderttausende Menschen“.
Der indische Staat rüstet also zum blutigsten Völkermord um die revolutionären Errungen-schaften des legitimen Volkswiderstandes niederzuschlagen! Damit darf er nicht durchkommen! Auch wenn wir in Österreich weit weg sind von Indien, so kämpfen auch wir hier gegen die Kapitalisten und ihren Staat – ebenso wie die Naxalbari in Indien. Wir haben län-gerfristig das gleiche Ziel, die klassenlose Gesellschaft, weshalb wir in gemeinsamer Front gegen den Imperialismus stehen. Gegen den Völkermord den der indische Staat gerade vor-bereitet, müssen wir Widerstand leisten, denn ein schwerer Schlag gegen die Bewegung in Indien, die international zu den praktisch und theoretisch führenden revolutionären Kräften gehört, wäre auch Rückschlag für die revolutionären und fortschrittlichen Kräfte hierzu-lande und weltweit. Wir müssen Widerstand organisieren und dürfen die mörderischen Plä-ne des indischen Regimes nicht unwidersprochen lassen. Nachdem die indische Regierung schon jetzt einzelne Gegenden massiv militarisiert, ist schon in den nächsten Wochen mit Militäraktionen gegen die Massen zu rechnen. Die Gebiete in denen das Volk die Macht in Händen hält, sollen mit Genozid für das Kapital zurückgeholt und für Konzerne aller Art erschlossen werden. Das geplante Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU spielt diesbezüglich eine nicht unwesentliche Rolle, was bedeutet, dass unmittelbare Nutznießer eines militärisch akribisch genau geplanten Völkermordes , wie der Operation Green Hunt, unmittelbar die EU-Kapitalisten wären, also auch die Herrschenden Österreichs. Als Inter-nationalistInnen unterstützen wir die Bewegung in Indien am effektivsten, nicht nur durch demonstrative Aktionen der Solidarität, sondern vor allem auch indem wir direkt gegen die Herrschenden hierzulande kämpfen – denn das sind auch jene Kräfte, welche u.a. unmittel-bare Interesse an der Umsetzung der Operation Green Hunt haben! Wenn die Operation Green Hunt nicht gestoppt wird, so „werden zwei unterschiedliche Arten von Krieg konver-gieren, die seit Jahrzehnten in Indien geführt werden: der ‚Antiterrorkrieg‘ der indischen Armee gegen die Völker von Kashmir, Nagaland und Manipur und der Krieg um Rohstoffe und natürliche Ressourcen, ein Prozeß, der gern als ,Fortschritt` bezeichnet wird“, wie die indische Aktivistin und Autorin Arundhati Roy betont.

Nieder mit dem reaktionären indischen Staat und dem EU-Imperialismus!
Lang lebe die CPI(M) und der gerechte Volksbefreiungskrieg!
Revolutionär-Kommunistischer Jugendverband (RKJV)
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