Stoppt den imperialistischen Krieg gegen den Iran!

Immer wieder drohen höchste Vertreter Israels mit Militärschlägen gegen den Iran.
Die imperia¬listi¬schen Großmächte reden von „not-wen¬digen Ma߬nahmen“, denn sie haben sich nicht da¬mit abgefunden, dass ihr Einfluss in diesem stra¬te-gi¬sch und wegen dem Ölreichtum wichtigen Land vor fast drei Jahr¬zehnten wesentlich zurück¬ge¬drängt wur-de.
Damals, 1979, reagierten die Imperialisten gemein-sam und rasch auf den Volksaufstand und ersetzten das USA-gestützte Schah-Regime durch das Kho-meini-Regime. Sie förderten die Errichtung eines dik-tatorischen islamischen Regimes, das mit faschisti-schen Methoden die Interessen des internationalen Monopolkapitals absichert. Um sich zu stabilisieren begann das Regime von Anfang an mit der Unterdrü-ckung der Volkskämpfe und der Verfolgung, Verhaf-tung und Hinrichtung der kommunistischen, revolutio-nären und demokratischen Kräfte, insbesondere der Frauenbewegung. Dieses Regime wird massiv von den EU-Imperialisten unterstützt und sie haben schrittweise ihren ökonomischen Einfluss im Iran ausgebaut. Seither haben die EU-Konzerne glänzen-de Geschäfte mit der Ausplünderung der Arbeiter/in-nenklasse und den Volksmassen im Iran gemacht, wobei vor allem die deutschen und österreichischen Imperialisten in den letzten drei Jahrzehnten massive Hilfe geleistet haben.
Im Rahmen seiner Strategie der „neuen Weltord¬nung“ hat der USA-Imperialismus unentwegt ver¬sucht, seine Vorherrschaft über Iran und Mittelasien wieder zu erringen, um die neokoloniale Ausplünde¬rung zu verstärken. Neben politischem, diplomati¬schem und wirtschaftlichem Druck auf den Iran, dien¬te auch die militärische Eroberung des Irak und Afghanistan dem Ziel, den Iran in die Zange zu neh¬men.

Die EU-Imperialisten reagieren auf den zunehmen¬den sozialen Widerstand gegen das Regime der Isla-mischen Republik Iran mit Versuchen, den neokolo-nialen Status und den EU-Einfluss abzusichern, in-dem sie versuchen, die massiven Streiks und Protes-te de Arbeiter/innen und Volksmassen entweder zu verschweigen oder sie zugunsten der „gemäßigten“ Teile des Regimes umzuleiten.
Wenn auch heute die meisten EU-Imperialisten noch auf nicht-militärische Mittel der Einflussnahme setzen, bedeutet das keinesfalls, dass sie im Fall eines Angriffs auf den Iran taten¬los zuschauen werden. Wie die Beispiele Irak und Afghanistan zeigen, wer¬den sie sofort zur Stelle sein, um auch durch militä¬ri¬sches Eingreifen Teile des Ku¬chens zu ergattern und ihren Einfluss gegen den USA-Imperialismus und ge¬gen die Volksmassen des Landes abzu¬si¬chern.
Dagegen betonen wir die Solidarität mit der Arbeiter/-innenklasse und den Volksmassen des Iran in ihrem Kampf gegen die vom Imperialismus abhängige Kompradoren-Bourgeoisie, die Solidarität mit dem revolutionär-demokratischen und kommunistischen Widerstand im Kampf für den Sturz des Regimes der Islamischen Republik Iran mit der Perspektive der Er-richtung einer Volksrepublik Iran.
Wir wenden uns entschieden gegen jede wirtschaft-liche und politische als auch gegen jede militärische Einflussnahme der Imperialisten im Iran und richten uns dabei insbesondere gegen die Machenschaften der eigenen Bourgeoisie des österreichischen Imperi-alismus.
Für den Fall eines unmittelbar bevorstehenden oder erfolgten Militärschlags gegen den Iran rufen wir zu breiten Aktionen gegen den imperialistischen Krieg auf, die sich insbesondere gegen jede Beteiligung der österreichischen und EU-Imperialisten richten.

(8.11.2011 – aktualisierte Fassung eines Aufrufs vom 29.6.2007, der damals von 10 revolutionären und kommu¬nistischen Organisationen verfasst wurde.)

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