Die 2. Bonner Afghanistan-Konferenz: Eine Konferenz zur Entscheidung über die Zukunft des Besatzungskrieges gegen unsere Völker

Die imperialistischen Aggressoren USA und England und ihre Verbündeten haben die Bonner Sitzung vor 10 Jahren, Ende 2001, einberufen, um den bereits begonnenen Krieg weiter zu planen und ein Marionettenregime für ihre Zwecke in Afghanistan zu installieren.

Die Imperialisten haben dazu einige einheimische verräterische Elemente für ihre Zwecke benützt und unter ihren Schutz genommen, um diese Vorhaben zu realisieren. Die Imperialisten haben die UNO als Werkzeug verwendet, um ihrem imperialistischen Krieg unter dem Vorwand des sog. „Kampfs gegen den Terrorismus“ eine gesetzliche und internationale Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Nach offiziellem Bonner Beschluss sollte dieser Besatzungskrieg etwa drei Jahre dauern. In der Tat aber war das nicht der Fall, er dauert bis heute an – bisher ein Jahrzehnt. Nach Einschätzung der imperialistischen Kriegsexperten wird er auch noch bis Ende 2014 dauern.

Obwohl der Widerstand während der ersten drei Jahre der Besatzung schwach war und die Besatzer entsprechend der 1. Bonner Afghanistan-Konferenz ihre Anwesenheit in Afghanistan nach drei Jahren hätten beenden müssen, wurde im Gegenteil immer augenscheinlicher, dass sie vorhatten, für längere Zeit in diesem Land zu bleiben, weil sie im Grunde genommen geostrategische und geopolitische Ziele für die gesamte Region verfolgen, einschließlich ihrer Kontrolle.

 

Mit der 2. Bonner Konferenz finden die imperialistischen Besatzungsmächte erneut eine Gelegenheit, ihre abscheulichen Pläne mit Hilfe der einheimischen Lakaien und ihrer internationalen Verbündeten zu regeln und zu legitimieren. Dieser Plan ist aber nicht nur für die nächsten drei Jahre, sondern er ist ein 2-stufiger Plan, der für 13 Jahre ausgelegt ist. Die erste Etappe beginnt ab nun und dauert bis Ende 2014, die zweite beginnt ab Ende 2014 bis Ende 2024. In der ersten Etappe ist vorgesehen, dass die mit den USA Verbündeten sowie ein Teil der US-Militärkräfte aus Afghanistan abgezogen werden. In diesem Zeitraum bleiben die strategischen, militärischen, politischen und wirtschaftlichen Verträge zwischen den Besatzungsmächten und ihren Lakaien aufrecht und damit gehen ihre Verbrechen gegen die afghanischen Völker weiter. Nun ist ganz klar geworden, dass die USA entschlossen sind, 10.000 von ihren Soldaten auch nach 2014 in mehreren strategischen und militärischen Stützpunkten in Afghanistan zu belassen. Der zehnjährige strategische Vertrag mit Verlängerungsklausel, welcher zwischen der amerikanischen Regierung für das Marionettenregime Karsai vor oder nach der Bonner Afghanistan-Konferenz vereinbart wurde, liefert praktisch einen „gesetzlichen Raum“ für die Fortsetzung der Anwesenheit der amerikanischen Armee und die Beibehaltung der bereits bestehenden Stützpunkte in Afghanistan. Die 2. Bonner Afghanistan-Konferenz dient dazu, diese Vorhaben zu bestätigen.

Diese Gesetze geben allen Besatzungsmächten – England, Deutschland, Frankreich, Australien usw. – jeweils separat und der EU im Allgemeinen freie Hand, ihre Besatzung und die Unterdrückung der afghanischen Völker beliebig fortzusetzen. Außerdem wurde in den letzten Jahren eine strategische Vereinbarung zwischen dem reaktionären und expansiven indischen Staat und dem Marionettenregime in Kabul unterzeichnet. Das bedeutet die Schaffung neuer Kräfteverhältnisse in diesem Raum.

Zwischen Indien und Pakistan gab es seit ihrer Unabhängigkeit vom britischen Imperialismus im Jahr 1947, d.h. in den letzten 64 Jahren, dreimal Krieg. Das frühere Ostpakistan wurde von Pakistan abgetrennt und als ein unabhängiger Staat unter dem Namen Bangladesh etabliert. Außerdem besteht zwischen Indien und Pakistan in Kashmir seit langem ein Kriegszustand und der Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern wird dauernd verletzt. In diesem Zusammenhang sind die entrechteten Völker der Region immer wieder die Opfer dieser Machenschaften.

In dieser Atmosphäre ist die Unterzeichnung eines strategischen Vertrags zwischen Indien und dem Karsai-Regime ein politisches Statement gegen die pakistanische Regierung. Seit der Gründung des Staates Pakistan bis heute ist das Verhältnis zischen der Zentralregierung in Afghanistan und der pakistanischen Regierung aufgrund der Streitereien um die Grenzlinie dauernd angespannt. Aus diesem Widerspruch ist ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Afghanistan und Indien erwachsen, was zu vertraglichen Vereinbarungen zwischen diesen beiden Ländern ausgeweitet wurde. Auf jeden Fall ist die Existenz solcher Zustände selbst eine wichtige Quelle zur Verschärfung der militärischen Spannungen einerseits und andererseits verschärft die langfristige Befestigung der Militärbasen in Afghanistan die Spannungen zwischen den anderen regionalen Mächten und vor allem unseren Nachbarn Iran, China, Russland und bringt große Gefahren für die Menschen der Region mit sich. Daher kann man mit Sicherheit sagen, dass die Fortsetzung des imperialistischen Krieges in dieser Region gegen die Bevölkerung gerichtet ist und sie ist eindeutiger Beweis, dass die amerikanischen Imperialisten und ihre Verbündeten nicht wegen des „Kriegs gegen den Terrorismus“ oder der „Herstellung der Demokratie“ oder „Sicherung der Menschenrechte, Frauenrechte“ und „Verteidigung der Rechte der unterdrückten Nationen in der Region“ oder der „Sicherung des Friedens“ oder der wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Entwicklung wegen gekommen sind. Im Grunde genommen verfolgen sie ihre globalen strategischen wirtschaftlichen und politischen Interessen. Sie beuten die Werktätigen aus und unterdrücken den Befreiungskampf der Nationen. Daher müssen die Massen der Bevölkerung wissen, dass sie nicht in absehbarer Zeit verschwinden. Sie müssen wissen, dass man die Imperialisten nur durch revolutionäre Gewalt mittels des Volkskriegs zum Rückzug zwingen und vertreiben kann.

Obwohl der strategische Vertrag zwischen den USA und dem Marionettenregime in Afghanistan bis Ende 2024 gültig ist, kann man mit Sicherheit sagen, dass er nach Bedarf noch um weitere zehn Jahre (bis 2034) verlängert wird. Die 2. Bonner Afghanistan-Konferenz hat, wie wir oft erwähnt haben, die Aufgabe, den Krieg in dieser Region fortzusetzen, damit die imperialistischen Interessen abzusichern und Einflussgebiete zu erweitern.

Die Kommunistische Partei (maoistisch) Afghanistan, die die Organisierung und Fortführung des national-revolutionären Widerstandskriegs gegen das Besatzer- und Marionettenregime vorbereitet, ist der Meinung, dass die Fortsetzung der Stationierung der amerikanischen Militärkräfte nach dem Jahre 2014 nicht nur die Belastungen des Krieges auf den Rücken der Bevölkerung verstärkt, sondern gleichzeitig die Spannungen in der gesamten Region verschärft. Das aber verstärkt die Widerstände und erzeugt eine breitere soziale Basis innerhalb der Bevölkerung. Da die gesamte imperialistische Welt, vor allem die USA in eine tiefgreifende wirtschaftliche Krise geraten sind und die Massenkämpfe in diesen Ländern immer weiter intensiviert werden und zugleich die Korruption und parasitäre Eigenschaft des Marionettenregimes in Afghanistan tagtäglich mehr sichtbar wird, sind wir davon überzeugt, dass die amerikanischen Imperialisten und mit ihnen verbundenen einheimischen Verräter in einem bewaffneten Widerstand schlussendlich besiegt werden müssen. Aus diesem Grund intensivieren wir unsere Anstrengung zum Aufbau und zur Entwicklung des Volkswiderstandes. Wir werden uns bemühen, den Übergang zum Volkskrieg, sobald es möglich ist, zu beginnen.

Wir appellieren an alle fortschrittlichen und nationalen Kräfte sowie Demokraten und Revolutionäre zur Zusammenarbeit und Koordinierung ihres Kampfes gegen die Besatzer und ihre Handlanger.

– Alle Beschlüsse und Entscheidungen der Imperialisten sind nur für zukünftige Kriege gegen unsere Völker bestimmt und zum Scheitern verurteilt! 

– Vorwärts zum Aufbau und zur Fortsetzung des revolutionären Volkskriegs!

 Die Sympathisanten der Kommunistischen Partei (maoistisch) Afghanistan – Europa,

1.12.2011

(eigene Übersetzung aus dem Persischen)

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