Unterstützt den Freiheitskampf in ROJAVA (Westkurdistan/Nordsyrien)!

 

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Der von außen gesteuerte „Bürgerkrieg“ in Syrien ist seit Ende 2012 zu einem imperialistischen Gemetzel geworden. Die Regierungstruppen  werden vor allem von Russland unterstützt, die westlichen Imperialisten und die islamistischen Regime in Saudiarabien und Katar zahlen die Söldner der sog. Freien Syrischen Armee und der islamistischen An-Nusra- und ISIS-Faschisten.

Einzige herausragende Ausnahme in diesem Krieg sind die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) im autonomen Kurdengebiet  Nordsyriens bzw. West-Kurdistans (Rojava).

Dort haben sich 16 kurdische Organisationen, darunter die Partei der Demokratischen Union (YPD), im Hohen Kurdischen Komitee (Kurdischen Hochkomitee) zusammengeschlossen. Sie verlangen vom Assad-Regime vor allem die Anerkennung als eigene Nation im Rahmen des syrischen Staates sowie eine regionale Autonomie (keine Lostrennung).  Die YPG sind offensichtlich wirklich gut im Volk verankert. Unter den etwa 15.000 Kämpfer/innen gibt es auch eigene „Frauenverteidigungseinheiten”, d.h. ausschließlich aus Frauen bestehende Brigaden. So konnten die YPG-Brigaden im Juli 2013 eigenständig das kurdische Gebiet gegen schwere Angriffe der islamistischen Al-Nusra-Front verteidigen und bei ihrer anschließenden Gegenoffensive die seit Ende 2012 von der Al-Nusra-Front besetzte Grenzstadt Ras al-Ain befreien.

 

Rojava (Westkurdistan) ist eine kleine Region (im Norden Syriens), aber das Gebiet ist politisch, wirtschaftlich und militärisch in den Händen des Volkes und wird von bewaffneten Volksverteidigungseiheiten geschützt. Weder das Assad-Regimes noch irgendwelche Kampfgruppen für die Durchsetzung islamistischer Gesetze haben in Rojava das Sagen. Die zentralen Regierungsgeschäfte werden vom Kurdischen Hochkomitee geführt, an der Basis in den Dörfern und Kleinstädten werden die Angelegenheiten durch Volkskomitees geregelt.

Die Kräfte des Kurdischen Hochkomitees, allen voran die PYD, stellen sich politisch und militärisch auf keine der beiden reaktionären Seiten im Syrien-Krieg und unterstützen damit keinen der beiden imperialistischen Blöcke im Ringen um die Weltherrschaft. Anders als manche linken Kräfte (z.B. der revisionistischen KP Syriens), die den berechtigten Bestrebungen der Volksmassen nach politischer und sozialer Umwälzung in den Rücken fallen, machen sie keine Bündnisangebote an das bedrängte Assad-Regime mit dem Argument, dass dieses angeblich der einzige Garant gegen drohende blutige Massaker und nationalistische und religiöse Gemetzel sei. Sie lehnen es auch ab, sich an einer angeblichen „syrischen Revolution“ zum Sturz des Assad-Regimes zu beteiligen, die von der Freien Syrischen Armee und anderen Kräfte der sog. Nationalen Koalition vorangetrieben und gleichzeitig vom imperialistischen Ausland gesteuert wird.

Wer in der derzeitigen Situation glaubt, zwischenimperialistische Widersprüche (z.B. zwischen Russland und USA) für seinen eigenen Kampf um Demokratie oder Revolution in Syrien ausnützen zu können, macht sich nur zum willigen Werkzeug der Imperialisten. Rojava zeigt allen antiimperialistischen Kräften und Kriegsgegner/innen einen Weg für ein Syrien unter einer Regierung der Arbeiter/innen und Bäuer/innen, das von keiner imperialistischen Macht abhängig ist.

Solidarität mit dem kurdischen Freiheitskampf in Rojava!

Für Volksdemokratie und Sozialismus!

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Gegen jede imperialistische Aggression – Verteidigt den Weg der Befreiung und
demokratischen Initiative in Rojava (West-Kurdistan in Nord-Syrien)

 

Erklärung des Europäischen Koordinationskomitees der ICOR (Internationale Koordination
Revolutionärer Parteien und Organisationen) vom 27.8.2013 – Auszug

 

„Seit über zwei Jahren halten die bewaffneten Kämpfe in weiten Teilen Syriens an. Aus einer von den Volksaufständen in den arabischen Ländern entfachten Bewegung für Freiheit, Menschenrechte und die Aufhebung des seit 1963 andauernden Ausnahmezustands wurde schnell ein militärischer Konflikt. In dem Krieg in Syrien stehen sich das Baath-Regime mit Unterstützung von Russland, China und dem Iran und bezahlte Banden und Söldner wie die ‚Freie Syrische Armee‘, welche von den westlichen Imperialisten, der Türkei, Saudi-Arabien und Katar unterstützt werden, gegenüber. In diesem imperialistischen Stellvertreterkrieg sind in den vergangenen zwei Jahren bereits mehr als 100.000 Menschen getötet worden.

 

Parallel dazu erhob sich im Norden des Landes, in Westkurdistan (Rojava), die kurdische Freiheitsbewegung, befreite die kurdischen Gebiete in Syrien und begann mit dem Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen im politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, militärischen und kulturellen Bereich. die westkurdischen Volksverteidigungskräfte verteidigen dies Errungenschaften gegen die dauernden militärischen Angriffe der regulären syrischen Armee ebenso wie gegen Versuche der bewaffneten Banden besonders auf Drängen der Türkei hin, in die kurdischen Gebiete vorzudringen.

 

Die ICOR  Europa solidarisiert sich mit dem Kampf der Bevölkerung in Rojava für ihre demokratische Autonomie und Selbstverwaltung und mit ihrem Kampf für nationale und soziale Befreiung. Sie verurteilt jede imperialistische Intervention sowie Intervention reaktionärere Staaten der Region in Syrien und verteidigt das Selbstbestimmungsrecht der Völker Syriens, damit diese selbst über ihre Zukunft entscheiden können und fordert die sofortige Aufhebung des Embargos gegen Rojava“. (Resolution der Kontinentalkonferenz Europa der ICOR, 23. Juni 2013)

 

In einem Aufruf der MLKP, Mitgliedsorganisation der ICOR Europa heißt es: „Seit dem Aufbau dieser Selbstverwaltungsstrukturen  sieht sich die Bevölkerung Rojavas immer wieder den Angriffen sowohl der regulären syrischen Armee. als auch e aus der Türkei operierenden Banden und Söldner, allen voran der El-Nusra-Bande (ein Ableger von Al-Kaida) ausgesetzt. Dabei kommt es nicht nur immer wieder zu hinterhältigen Angriffen auf kurdischen Städte und Dörfer durch Mörsergranaten, Panzer und hunderte bewaffnete Kämpfer, sondern es werden auch Zivilisten entführt, um die Bevölkerung unter Druck zu setzen. Zur Zeit befinden sich noch mehrere hundert, vor allem Frauen und Kinder, in der Gewalt von Banden. tagtäglich kommt es zu Kämpfen zwischen den bezahlten Banden und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG).

 

Neben den Kämpfen wird vor allem durch ein allseitiges Embargo versucht, die kurdische Selbstverwaltung zum Aufgeben zu zwingen, wodurch die Bevölkerung Rojavas sehr leidet. Die Grenzen zu Südkurdistan (Iran) und Nordkurdistan (Türkei) wurden seit dem Aufbau der Strukturen der demokratischen Autonomie geschlossen. … Auch von syrischer Seite aus gibt es keim Möglichkeiten, die kurdischen Gebiete mit dem Nötigsten zu versorgen. Trotz all dieser Angriffe und Hindernisse ist die Bevölkerung Rojavas entschlossen ihren eingeschlagenen Weg der demokratischen Autonomie und Selbstverwaltung weiter zu gehen und ihre Errungenschaften zu verteidigen.“

 

Gegen jede kolonialistische und imperialistische Aggression!

Demokratische Autonomie in Rojava verteidigen!

 

Wir rufen alle antiimperialistischen, fortschrittlichen und revolutionären Menschen, Organisationen und Parteien auf, sich an der Solidaritätskampagne für Rojava zu beteiligen und diese durch eigene Aktionen und Ideen weiter zu tragen und zu vergrößern. Unsere praktische Solidarität soll eine Stütze für die westkurdische Bevölkerung auf ihrem Weg zur Freiheit sein.

 

Rojava ist nicht allein! die internationale Solidarität durchbricht das Embargo!

Proletarier aller Länder vereinigt euch! Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!

Hoch die internationale Solidarität!

www.icor.info

Spenden an: Heyva Sor a Kurdistane, Schäferstr.4 53859 Niederkassel, Deutschland,

Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18-24,

IBAN: DE49 370 502 990 004 010 481, BIC/SWIFT: COKSDE33, Zweck: ICOR-ROJAVA

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