Weg mit dem kapitalistischen System! Proletarische Revolution!

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!  Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!  

1.Mai 2014 (143 npc)      DOWNLOAD FB04-klassen

Es ist leicht einsichtig, dass es in unserer Gesell­schaft zwei wichtige Klassen gibt – eine zahlen­mäßig winzige aber politisch mächtige und eine zahlenmäßig riesengroße aber politisch macht­lose. Der Besitz an Produktionsmitteln ist ent­schei­dend. Die in Österreich lebende Bevölkerung teilt sich in die wenigen Menschen, die seit Jahrzehn­ten immer reicher werden – sie besitzen die Fabri­ken, Banken, Versicherungen, Transport- und Han­delsunternehmen usw. Auf der anderen Sei­te ist die große Masse der Bevölkerung, die Ar­beiter/innen und Angestellten, die seit fast 30 Jah­ren keine realen Lohnerhöhungen mehr bekommen, aber mit ständigen Verschlechterun­gen in der öffentlichen Versorgung konfrontiert sind. Das ärmste Viertel der Arbeitenden und Ar­beits­suchenden hat heute sogar deutlich weniger als etwa 1985 – ungefähr 2 Millionen leben an oder unter der Armutsgrenze, sagen die offiziellen Sta­tistiken.

Die zwei Hauptklassen in unserer kapitalistischen Gesellschaft sind die Kapitalisten-Klasse (Kapi­talbesitzer und Anhang), die von den Profiten ih­rer Geldanlagen leben und die Arbeiter/innen-Klas­se (Arbeiter/innen, Angestellte und nicht erwerbstätige Angehörige wie Hausfrauen, Pen­sionist/innen, Kinder), die von den Löhnen und den aus den Massensteuern und Abgaben bezahl­ten staatlichen Sozialleistungen leben. (Die Kapi­ta­listen zahlen bekanntlich fast keine Steuern bzw. kriegen sie durch Subventionen wieder zurück.) Die letzten Jahrzehnte haben auch in Österreich deutlich gezeigt, dass sich diese beiden Klassen wirtschaftlich und politisch unversöhnlich gegen­über stehen. Die österreichische Wirtschaft bzw. „Wirtschaftstreiber“ bestehen zu 90% aus Arbei­ter/innen und Angestellten, aber in der „Wirt­schafts­kammer“ bestimmen nur die Besitzer der großen Unternehmen, die Monopol-Kapitalisten. (Außer den beiden Hauptklassen gibt es noch Kleinbürger und Zwischenschichten). Die Kapi­talisten kontrollieren die Wirtschaft. In der Pro­duk­tion gibt es keine Demokratie, da herrschen einzig und allein die „Betriebsinhaber“ oder die von den Aktionären eingesetzten Manager.

 

In der Gesellschaft stehen sich die beiden Klassen mit ih­ren Interessen feindlich gegenüber (auch wenn das vielen Arbeiter/innen heute nicht bewusst ist!) und bei allen grund­sätzlichen Entscheidungen findet ein offener oder versteckter Kampf zwischen den Klassen statt, der so­ge­nannte Klassenkampf.

Auch in der Politik bestimmt nur die Kapitalistenklasse und setzt ihre Interessen durch, solange die Arbeiter/innen­klasse nicht massiven Druck zu einzelnen Fragen der Aus­einandersetzung macht.

Ein aktuelles Beispiel ist etwa der Kampf um die Milliar­den-Subventionen für die Hypo-Alpe-Adria, aus der die „Fi­nanzanleger“ nach wie vor Profite in Form von Anlage­erträgen absahnen, während wir Steuerzahler/innen zwangs­weise dafür aufkommen müssen. Die Bank ist seit ihrer Verstaatlichung durch Pröll zwar Staatseigentum, aber die Arbeiter/innenklasse ist derzeit offensichtlich politisch zu schwach, um mit einem offiziellen Bankrott die Pro­fiteure gerichtlich namhaft zu machen und ihnen das Hand­werk zu legen. So erhalten die Raiffeisen und andere Kapi­talanleger der Hypo-Alpe-Adria weiterhin Zinsen aus unse­ren Steuergeldern.

Ein anderes aktuelles Beispiel, wie die Kapitalistenklasse ihre Interessen durchsetzt ist der Einsatz von österreichi­schen Soldaten in Bosnien und die diktatorischen Um­trie­be des österreichischen Gouverneurs von Bosnien, Valentin Inzko. Die österreichische Kapitalistenklasse hat dort in den letzten Jahren 1,2 Milliarden Euro investiert (damit ist sie mit einem Viertel des gesamten Auslandskapitals in Bos­nien der imperialistische Hauptinvestor) und setzt sich deshalb für die massive Unterdrückung der Volksmassen in der bosnischen Halbkolonie ein. Aber die österreichische Arbeiter/innenklasse ist derzeit politisch zu schwach, den außenpolitischen Schweinereien des „eigenen“ imperialis­tischen Kapitals entschlossen entgegenzutreten und inter­na­tionale Solidarität zu üben (obwohl ein beträchtlicher Teil der österreichischen Arbeiter/innen aus dem ehema­li­gen Jugoslawien stammt).

Weitere offensichtliche Beispiele dafür, dass die Kapitalis­ten­klasse ihre Interessen gegen die Arbeiter/innenklasse seit Jahrzehnten nahezu problemlos durchsetzen kann, sind die Kürzungen bei den Pensionen, im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich, beim Arbeitslosengeld, die ständige Ver­längerung der Normalarbeitszeit und vieles mehr.

Die österreichische Arbeiter/innenklasse hat seit langem keine schlagkräftigen Kampforganisationen, mit denen sie der pausenlosen Offensive der Kapitalistenklasse entge­gen­tre­ten könnte.

Im gewerkschaftlichen Bereich setzt sich die mächtige Staatsgewerkschaft ÖGB auf alle von unten entstehenden Bewegungen drauf und erdrückt sie bzw. lenkt sie in für das Kapital akzeptable Bahnen (wie bei den Generalstreiks gegen die Pensionskürzungen 2003). Klassenkämpferische Gewerkschaftsinitiativen und Zusammenschlüsse sind auf einzelne Betriebe beschränkt und haben insgesamt wenig Einfluss. Auf der politischen Ebene gibt es heute keine Ar­beiter/innenorganisationen, die einen relevanten Einfluss ausüben können. Seit Jahren und Jahrzehnten gibt es nur punktuelle Aktionseinheiten gegen einzelne, besonders kras­se Auswüchse des kapitalistischen Unterdrücker- und Ausbeutersystems – wie etwa gegen Rassismus oder fa­schistische Umtriebe – wo mehr als ein paar hundert Akti­vist/innen gesellschaftlich bedeutende Proteste zusam­men­bringen und so die Politik der Herrschenden etwas beein­flussen können.

Vielen Menschen aus den Reihen der Arbeiter/innenklasse (oder den kleinbürgerlichen Zwischenschichten) ist die be­stehende Klassenspaltung der kapitalistischen Gesellschaft nicht bewusst – auch wenn sie so offensichtlich ist – und vor allem sehen sie nicht die Unvereinbarkeit der gegen­sätz­lichen Interessen. Ein Grund für die politische Blind­heit ist die jahrzehntelang erfolgreiche bürgerliche Propa­ganda der „Sozialpartnerschaft“, also das Zusammen­wir­ken der bestochenen Oberschicht der Arbeiter/innenklasse („Arbeiteraristokratie“) mit den Kapitalvertretern. Die un­teren Schichten der Arbeiter/innenklasse haben seit vielen Jahrzehnten keine politische Vertretung in Österreich, ge­schweige denn eine Kampforganisation oder richtige Par­tei. Ein anderer wichtiger Grund für die Schwäche der Ar­beiter/innenklasse ist die rassistische Spaltung nach Her­kunft (der Vorfahren) und Muttersprache, was nur im ge­mein­samen Kampf gegen das Kapital überwunden werden kann.

Wir Revolutionäre Kommunist/innen sind mit Karl Marx der Auffassung, dass der Klassenkampf die Trieb­kraft der geschichtlichen Entwicklung ist. Eine proletarische Revo­lution und die politische Macht­ergreifung der Arbei­ter/in­nenklasse sind die Voraus­setzung für die Überwindung der bestehenden kapi­ta­listischen Ausbeuter-Ordnung ist. Nur durch den Sturz der Diktatur der Kapitalistenklasse und die Errichtung einer Diktatur der Arbeiter/innenklasse über die Kapi­ta­listenklasse im Sozialismus wird der Weg frei für den Aufbau einer Gesellschaft ohne Klassen und ohne Un­terdrückung und Ausbeutung. Die internationale Solidarität der Arbeiter/innen aller Länder ist eine Grund­lage für das Gelingen der proletarischen Revo­lution.

 

Wir sind mit Wladimir Iljitsch Lenin der Auffas­sung, dass für die Vorbereitung, Durchführung und Si­cherung der pro­letarischen Revolution die interna­tio­nale Solidarität mit den unterdrückten Volksmassen in den Halbkolonien und abhängigen Ländern notwendig ist. Der Aufbau einer ei­genständigen Kampfpartei der Arbeiter/innenklasse ist not­wen­dig, um die spontan entstehenden Kämpfe gegen das kapitalistische Sys­tem zusammenzufassen und zur proletarischen Revo­lution zu führen.

 

Wir sind mit Mao Zedong der Auffassung, dass der Klas­senkampf im Sozialismus fortgesetzt werden muss, um eine Bürokratisierung und die Heraus­bil­dung einer neuen bürokratischen Kapitalistenklasse aus den Reihen der Kommunistischen Parteien zu verhindern.

Wir Revolutionären Kommunist/innen sind auf Grund der langen Erfahrungen der kommunistischen Arbeiter/innen­bewegung in vielen Ländern der Welt zuver­sichtlich, dass die Arbeiter/innenklasse in Österreich der immer frecheren Offensive der Kapitalistenklasse entgegentreten wird und wir wollen einen Beitrag da­für leisten, dass aus den Ab­wehr­kämpfen heraus wie­der Vorstöße gegen die Kapitalis­ten­klasse und ihre Herr­schaft unternommen werden.

Unser Gegner scheint mächtig, denn er hat den Staats­ap­pa­rat und die Massenmedien unter seiner Kontrolle. Aber so­lange eine Festung nicht angegriffen wird, er­scheint sie un­überwindlich und stark. Erst beim Aus­bruch wirklicher – umfassender und politischer – Klas­senkämpfe wird sich zei­gen, wo und wie groß die Schwächen des Gegners (und seiner Kumpane in der EU) sind.

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!

Arbeiter/innen aller Länder und unter­drück­te Völker, vereinigt euch!

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