Hinter den Faschisten steht das Kapital!

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!          

Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!          

15. September 2014 (144 npc)

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Faschisten sind auch heute Stoßtruppen des Kapitals. Das wollen viele nicht erkennen bzw. wahrhaben, aber schauen wir uns doch an, wie der bürgerliche Staatsapparat in Österreich in letzter Zeit verschiedene Faschis­tengruppen beschützt, verteidigt hat und gegen Antifaschist/innen vorge­gan­gen ist.

Jährlich wird der WKR/Akademiker-Ball mit massivem Polizei­aufge­bot geschützt und die halbe Wiener Innenstadt gesperrt, damit die faschisti­schen Burschen­schaf­ter ihr Treffen ungestört durchführen können. Und Leu­te, die dagegen protes­tieren, werden festgenommen, eingesperrt und heuer sogar zu mona­te­langer Haft verurteilt. Als „Beweis“ für Land­frie­dens­bruch genügt den Richtern der kapitalistischen Klassenjustiz auch nur die Aussage eines ein­zigen Polizeispitzels, der sich unter die Demonstrie­ren­den gemischt hat, sich am „Landfriedensbruch“ beteiligt hat – auch wenn sonst Dutzende Zeug/innen was anderes (oder nichts) gesehen haben.

Wenn „identitäre“ Neonazis einen Aufmarsch versuchen, setzt die Polizei Tränengas, Schlagstöcke und brutale Gewalt und Verhaftungen gegen die Antifaschist/innen ein, um diesen Marsch durchzusetzen. Im Gerichtssaal des Kapitals sind danach wieder die Antifaschist/innen die Täter.

Sogar ein gezielter Überfall von angeblich „unsterblichen“ Nazis auf ein türkisch-kurdisches Vereinslokal und eine Versammlung einer oppositio­nellen Gewerkschaftsgruppe (KOMintern) wird vor dem kapitalistischen Klassenrichter (und Staatsanwalt) zu einer Fußballer-Rauferei ohne politi­schen Hintergrund. Und wer (nach Meinung der Klassenjustiz nachweis­lich) an der Verteidigung des Vereinslokals teilgenommen hat, kriegt ein Strafverfahren wegen Körperverletzung usw. angehängt.

Unabhängig davon, ob die im Staat herrschende Kapitalistenklasse die Fa­schisten heute schon wirklich braucht, behandelt sie sie wie Verbündete. Im heutigen Österreich mit nur schwach entwickelten Klassenkämpfen zwi­schen Arbeiter/innenklasse und Kapital gibt es für die Ausbeuter und Unterdrücker keinen Grund, die Faschisten direkt an die Macht zu bringen. Das geschieht meist nur in zugspitzen Situationen, wie z.B. derzeit in der Ukraine, wo mit Hilfe der EU zum ersten Mal seit der Zerschlagung des Hitlerfaschismus wieder Nazifaschisten in Regierungsämter gehievt wur­den.

Aber alle wirklich demokratischen und antifaschistischen Kräfte dürfen die systematische Förderung der Faschisten auch im heutigen Österreich nicht unterschätzen. Gerade in Zeiten immer größerer Jugendarbeitslosigkeit, Ar­mut und Perspektivlosigkeit haben faschistische Gruppierungen größere An­­ziehungskraft, weil sie an bestehenden Vorurteilen anknüpfen und dema­gogisch „einfache Lösungen“ propagieren.

Es ist die Aufgabe von Revolutionären Kommunist/innen und allen anderen revolutionären Kräften, den vom realen Kapitalismus enttäuschten und ver­bitterten einen wirklichen Ausweg aus diesem trostlosen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu zeigen. Das geht nicht mit so einfachen Parolen wie: FPÖler abschieben – dann gibt es keine Arbeitslosigkeit mehr! oder Weg mit den Kirchtürmen, damit wir am Sonntag ausschlafen können! usw. Das kapitalistische Wirtschaftssystem und der bürgerliche Staatsapparat als politischer Überbau sind nicht so leicht zu besiegen. Aber wir dürfen im Kampf gegen den Faschismus und die Faschisten nie vergessen und darauf hinweisen, dass diese nichts anderes sind, als besonders brutale und „offen terroristische“ Vertei­diger dieses bestehenden Ausbeutersystems.

Im Kampf gegen den Faschismus schließen wir Aktionseinheiten und Ein­heitsfronten mit allen Kräften, die wirklich konsequent gegen den Faschis­mus auftreten, auch wenn sie andere Vorstellungen von einer sozialen Veränderung haben als wir. Wir selbst entlarven und bekämpfen den Fa­schis­mus als eine offen terroristische Form der bürgerlichen Herrschaft, die keineswegs den Kapitalismus beseitigen, sondern im Gegenteil den Kapita­lis­mus absichern und verteidigen will, wenn er durch Klassenkämpfe und proletarische Revolution bedroht wird.

IA«RKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, ia.rkp2017@yahoo.com

iarkp.wordpress.com

Proletarische Revolution

Revolutionär-kommunistische Zeitung in Österreich

prolrevol.wordpress.com

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