Klimagipfel in Paris 2015: Eine wirkliche Richtungsänderung ist unmöglich ohne Bruch mit dem Kapitalismus!

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In Paris-Bourget treffen sich zahlreiche Experten und Staatschefs und beraten über die Klimaerwärmung und ihre Auswirkungen auf die Menschheit. Diese Konferenz wird von denselben Politikern und Kapitalvertretern organisiert und  finanziert, die für das Disaster verantwortlich sind. Dass die Konferenz  von Öl- und Energiekonzernen wie Total, EDF, ENGIE und einer Reihe anderer Umweltverschmutzer gesponsert wird, sagt schon genug aus über ihre Absichten und Erwartungen. Der Pariser Klimagipfel ist wie eine Versammlung der Mafia, die vorgibt, gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen.

Genau diejenigen, die schon bisher unser Leben dadurch zerstört haben, dass sie die Produktionsmittel und die öffentliche Umwelt dazu verwenden, maximale Profite zu raffen, sitzen jetzt zusammen, um angeblich „die Umwelt zu retten“. Wenn diese Herren von dauerhaften Lösungen schwafeln, von Nachhaltigkeit und sorgsamem Umgang mit den Ressour­cen, dann ist das mehr als Heuchelei. Es ist ein unverschämter Betrug an den Volksmassen, denn wenn die heutige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung weiterbesteht, droht uns eine katastrophale Zukunft.

Die heutigen systematischen Zerstörer wollen nichts an den politischen und sozialen Problemen ändern, die absehbar und jetzt schon die Lebensbedingungen und „Umwelt“ ruinieren. Maximalprofit geht ihnen über alles – Streitereien haben die verschiedenen Imperialisten untereinander z.B. nur über die Geschwindigkeit der Entwicklung sogenannter „alternativer Energien“, einer Tech­nologie- und profitablen Investitionsbranche, wo Deutschland und andere EU-Imperia­lis­ten vorne liegen.

Die größten CO2-Verschmutzer pro Kopf – die am meisten zur Klimaveränderung beitragen – sind derzeit USA, Kanada, Australien, arabische Golfstaaten, Russland und Kasachstan; bedrohlich steigen die Werte in China, Japan, Südkorea, Australien und Taiwan. Nach absoluten CO2-Ausstoßwerten gehören China, USA, EU, Russland und Japan zu den Spitzenreitern. Nicht zufällig sind das genau die wichtigsten imperialistischen Ausbeuterstaaten, die sich die ganze Welt unterworfen und aufgeteilt haben.

Am stärksten betroffen von allen Klimaveränderungen und Klimakatastrophen sind immer die Ärmsten der Armen. Es sind diejenigen, die ohnehin knapp am oder unterm Existenzminimum dahinvegetieren. Es sind z.B. die Arbeiter/innen in Bangladesh, die heute unter sklavenähnlichen Bedingungen in Sweatshops für die großen internationalen Konzerne schuften, heute schon unter jährlichen katastrophalen Überschwemmungen leiden  und morgen – bei ansteigendem Meeresspiegel – vollständig ihre Heimat verlieren werden.

Die Ursachen für unerträgliche soziale Verhältnisse und klimatische Katastrophen sind dieselben: das globale kapitalistisch-imperialistische Ausbeutersystem. Dieses kann nicht auf imperialistischen Klimakonferenzen wie jetzt in Paris nachhaltig reformiert , sondern muss in einer proletarischen Revolution zerschlagen werden.

Gegen die zerstörerische Logik des kapitalistischen Wirtschaftssystems – verteidigen und erkämpfen wir  erträgliche Lebensbedingungen für die Arbeiter/innen und Volksmassen auf der ganzen Erde!

 

 

Dokumentation: Aufruf der ICOR zum Internationalen Kampftag zur Rettung der natürlichen Umwelt am 5. Dezember 2015

Das Jahr 2014 und auch bereits das erste Halbjahr 2015 brachen erneut alle Wärme-Rekorde seit 1880. Die Anzahl regionaler Umweltkatastro­phen liegt mit jährlich 980 deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Sie werden zur weltweiten existenz- und lebensbedrohenden Dauererscheinung für Millionen von Menschen. Gefährliche Kipp­punkte für das Weltklimasystem drohen derzeit überschritten zu werden. Doch die ganze Serie von UN-Klimakonferenzen der letzten Jahre hat außer pathetischen Worten und falschen Versprechungen keine konkreten Ergebnisse gebracht. Die Herrschenden erweisen sich weder Willens noch in der Lage, ernsthafte Maßnahmen zum nachhaltigen Schutz der natürlichen Umwelt zu ergreifen.

Völlig berechtigt ist die wachsende Sorge unter den Massen vor dem beschleunigten Voranschreiten des Übergangs in eine globale Umweltkatastrophe und die Kritik an der mutwilligen und skrupellosen Politik des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals und der imperialistischen Regierungen. Die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit werden von ihnen auf dem Altar der kapitalistischen Profitmaximierung geopfert!

Die 21. UN-Klimakonferenz vom 30.11. – 11.12.2015 in Paris wird nun als „Gipfel der letzten Chance“ hoch stilisiert. Doch anstatt eines verbindlichen Klimaschutzabkommens geht es dabei um längst gescheiterte und unverbindliche „freiwillige Selbstverpflichtungserklärungen“ und eine Orientierung auf die Anpassung und Rechtfertigung zur weiteren Verbrennung fossiler Rohstoffe noch bis mindestens 2100. Das sogenannte „2 Grad – Ziel“ nimmt bereits die partielle Vernichtung von Lebensgrundlagen von Hunderten Millionen Menschen in Kauf, unter anderem mit einem Meeresspiegelanstieg von 5 bis 8 Metern.

Umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz dürfen nicht weiter aufgeschoben werden! Sofortiger Ausbau erneuerbarer Energien! Senkung der Treibhausgasemissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030! Radikaler Stopp der Waldrodung, insbesondere der tropischen Regenwälder und großflächige Aufforstungsprogramme! Stilllegung aller Atomkraftwerke auf Kosten der Betreiber – weltweit!

Die Massen wollen nicht in der Barbarei versinken und leisten Widerstand: z.B. Tausende Arbeiter, Bauern, Umweltschützer in Peru gegen umweltzerstörerischen Kupferabbau; Hunderttausende weltweit gegen imperialistische „Frei“handelsabkommen; Massenproteste gegen den Bau des weltweit größten Atomkraft­werks in Indien oder die unwiderrufliche Vernichtung der tropischen Regenwälder; Widerstand von Bauern, Arbeitern und breiter Bevölkerungsschichten gegen das hochgefährliche Gas-Fracking in Polen, Frankreich, Irland, usw. Für eine internationale Front des aktiven Widerstands zum Schutz der natürlichen Umwelt!

Dieser Kampf braucht auch eine gesellschaftliche Perspektive. „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft – Revolutionäre Lösungen sind notwendig!“. Nur der Kampf um eine befreite sozialistische Gesellschaft kann die drohende Umweltkatastrophe durch den Kapitalismus verhindern und einen Paradigmenwechsel in der Produktions-, Konsumtions- und Lebensweise organisieren.

Die ICOR ruft dazu auf, am diesjährigen internationalen Umweltkampftag, dem 5. Dezember 2015, weltweit kämpferische Manifestationen und breite Aktionseinheiten von Arbeitern, Bauern, Frauen, Jugendlichen, Umweltschützern, usw. vorzubereiten und durchzuführen und mobilisiert zur internationalen Großdemonstration am 12. Dezember in Paris. Sie begrüßt und unterstützt dazu auch die Protestaktivitäten einer vierwöchigen internationalen Anti-Fracking-Kampagne beginnend mit dem 4. November.

ICOR, 2. Dezember 2015

http://www.icor.info/2015-1/aufruf-der-icor-zum-internationalen-kampftag-zur-rettung-der-natuerlichen-umwelt-am-5-dezember-2015

 

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