Opernball-Demo 2017 – (Reform oder Revolution)

 

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Kämpfen wir gemeinsam!
Friede den Hütten, Krieg den Palästen!

Am 23. Februar findet in der Wiener Staatsoper einmal mehr der Opernball statt. Heuer sind gegen diese Veranstaltung auch wieder Protestaktionen in Planung, da­runter eine Demonstration (Treffpunkt 18 Uhr, U3 Johnstraße). Warum? Der Opernball ist für uns eine reine Provokation seitens der Protzer- und Prasser­schweine gegen die Arbeiter/innenklasse.

Das vergangene Jahr brachte uns wie die Jahre davor massive soziale Einschnitte und Kürzungen, sowohl bei den Reallöhnen im unteren Bereich als auch im Sozi­albereich. Die von SPÖ und ÖVP so gehuldigte Lohnsteuerreform lieferte nur ei­nen kosmetischen Effekt.

Faktisch wurden nur besser Verdienende entlastet, wäh­rend von den Anderen, der unteren Hälfte, die Inflation immer mehr wegschnei­det. Wo aber Geld da ist, das sind Staatsschutz- und Überwachungsmaßnahmen. Diese stehen real gesehen in keinem Verhältnis zu der durch die Medien herbei­gelogenen „Kriminalitäts- und Terrorwelle“. Die Probleme, die uns alle nach­denklich stimmen, wie die Flüchtlingssituation oder der Aufstieg islamistischer Fundamentalisten, ist direkt auf die Aktionen der imperialistischen Regierungen zurückzuführen, die sich in ihrem Streben nach Profit die ganze Welt zum Feind gemacht haben. Das nun diese Eliten feiern, während andere etwa damit kämpfen, ihre Miete aufzubringen, ist schlicht widerlich.

Der Opernball steht selbstverständlich nur sinnbildlich für die parasitäre Ausbeu­terordnung. Der Feind ist das kapitalistisch-imperialistische System und seine Stü­tze, der bürgerliche Staat, die in einer proletarischen Revolution zerschlagen wer­den müssen!

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klas­sen­be­wusste Arbeiter/innen wenden. Die Texte wer­den auch in der seit 2001 er­schei­nen­den Zeitung ‚Proletarische Revolu­tion’ ab­ge­druckt. Unser Ziel ist eine Ge­sellschaftsord­nung oh­ne Klassen, ohne Unter­drückung und Aus­beu­tung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterin­nen und Arbei­ter eine eigene Kampf­partei auf­­bau­en, die Macht erobern, die Be­sitzer der Pro­duk­tions­mittel ent­eignen und den Klas­sen­kampf fortsetzen, bis alle Reste der bür­ger­­lichen Ordnung verschwun­den sind. Wir stellen uns in die Tra­di­tion der interna­tiona­len re­volutionär-kommu­nistischen Bewe­gung, die Mit­te der 1960er Jahre in Auseinan­der­se­tzung mit den Feh­lern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Weg­bereiter des büro­kratischen Staats­kapi­talismus in der Sowjet­union eine mar­xis­tisch-leni­nistische Generallinie vertei­digt hat und zur Grün­dung neuer kommunistischer Par­tei­en führte. Wir sind revo­lutio­nä­re Kommunis­t/innen und des­halb nicht in der KPÖ orga­ni­siert.

IARKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

ia.rkp2017@yahoo.com

iarkp.wordpress.com

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, Österreich

Proletarische Revolution

Revolutionär-kommunistische Zeitung

in Österreich

prolrevol.wordpress.com

Stiftgasse 8, A-1070 Wien

(Februar 2017)

Ein Gedicht von Brecht …

und der Unterschied zwischen Reform und Revolution

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.

Bertolt Brecht (Werk: Kindergedicht „Alphabet“)

Unserem Verständnis nach richtet sich die Opernball-Demo gegen das kapitalisti­sche System – und nicht nur gegen Rechtsextremisten und Faschisten im Ausbeu­tersystem. Das ist wichtig.

Aber genauso wichtig ist es, sich über eine gemeinsame Orientierung gegen die bestehende Gesellschaftsordnung auseinanderzusetzen. Die KJÖ schreibt in ihrem Aufruf vom 14.2.17 u.a.: „Der Reichtum der einen führt zur Armut der anderen“. Das ist genau das Gegenteil von dem, was Brecht in seinem Gedicht betont hat: Nicht den Reichen etwas wegnehmen (damit sie nimmer so reich sind – also Um­verteilung von oben nach unten) ist unsere Ausrichtung. Brecht verweist darauf, dass die Aneignung des Mehrwerts (= Ausbeutung der Proletarier/innen) der Grund ihrer Armut und zugleich die Grundlage für den Reichtum der Besitzer von Produktionsmitteln ist. Abschaffung der Lohnarbeit und der damit verbundenen Ausbeutung und Bereicherung der Kapitalisten ist unsere Orientierung. Und das geht nur durch den Sturz der Kapitalistenklasse, ihre Enteignung und die Zerschla­gung des bürgerlichen Staates in einer proletarischen Revolution.

Solche, die es gut meinen mit der Änderung der Verteilungsverhältnisse, mit der ‚Umverteilung von oben nach unten‘, sollten sich folgende Frage überlegen: Sind die Armen arm (und immer ärmer), weil die Reichen reich (und immer reicher) sind? Oder sind umgekehrt die Reichen reich, weil die Armen arm sind. Das ist keinesfalls eine spitzfindige Wortspielerei. Es ist vielmehr die elementare Frage nach der Ursache von Armut und Reichtum und damit danach, wo der Hebel an­zusetzen ist, um das Problem zu lösen. (…) Die Armut erheblicher Teile von Ar­beiter/innenklasse und Volk ist nichts als die Folge der Ausbeutung durch das Kapital. Würde die Arbeiter/innenklasse nicht ausgebeutet, gäbe es gar keinen kapitalistischen Mehrwert bzw. Profit und daher keinen kapitalistischen Reichtum mehr. Der Kampf um die Veränderung der Verhältnisse muss auf die Produk­tionsverhältnisse zielen. Diese bestimmen alles. Wer das Eigentum an den Pro­duktionsmitteln hat, eignet sich auch das damit erzeugte Produkt an. Wer nichts hat als seine Arbeitskraft, wird dagegen abgespeist mit dem Nötigsten, damit die Reproduktion seiner Arbeitskraft und der ganzen Arbeiter/innenklasse sicher­gestellt ist und die Ausbeutung auch in Zukunft fortgesetzt werden kann. (…) Welche Linie im Kampf gegen die Reichen? Das ist die Frage….

(Proletarische Revolution 55/2013: “Die Reichen werden immer reicher…“)

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