Wer ist die IA.RKP?

Wer ist die IA.RKP, Österreich?

Die Initiative für den Aufbau einer Revolutionär-Kommunistischen Partei (IA.RKP) setzt sich das Ziel, den Wiederaufbau einer revolutionär-kommunistischen Kampfpartei der Arbeiter/innenklasse in Österreich zu beschleunigen. Trotz der in Österreich ungünstigen Klassenkampfsituation, versuchen wir die klassenbewusstesten Arbeiter/innen für den Kommunismus, die revolutionäre und kämpferische Strömung in der Arbeiter/innenbewegung, zu gewinnen. Wir stellen uns in die Tradition der internationalen revolutionär-kommunistischen Bewegung, die Mitte der 1960er Jahre in Auseinandersetzung mit den Fehlern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Wegbereiter des bürokratischen Staatskapitalismus in der Sowjetunion eine marxistisch-leninistische Generallinie verteidigt hat und zur Gründung neuer kommunistischer Parteien führte. Wir sind revolutionäre Kommunist/innen und deshalb nicht in der KPÖ organisiert.

Die Anfänge unserer heutigen Organisation reichen bis zum Anfang der 1990er Jahre zurück. Wir verbreiten seit 1995 regelmäßig Flugblätter mit vorwiegend propagandistischem Charakter, mit denen wir uns vor allem an klassenbewusste Arbeiter/innen wenden und in denen wir grundsätzliche Fragen der revolutionären Politik und des Marxismus-Leninismus mit aktuellen Fragen des Klassenkampfs in Österreich, der EU und international verbinden. Seit 2001 geben wir regelmäßig 4 bis 6 Mal im Jahr eine Zeitschrift heraus, die seit 2008 ‚Proletarische Revolution’ heißt. Wir führen regelmäßig Schulungen von klassischen Schriften des Marxismus-Leninismus durch und verbinden diese mit theoretischen Diskussionen aktueller Probleme des Klassenkampfs. Dabei bemühen wir uns immer darum, einen engen Zusammenhang zu unserer praktischen Arbeit herzustellen, die wir auf Industriearbeiterschaft, werktätige Frauen, Jugendliche aus der Arbeiter/innenklasse und Arbeitsmigrant/innen konzentrieren.

Unser Ziel ist eine Gesellschaftsordnung ohne Klassen, ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter eine revolutionär-kommunistische Kampfpartei aufbauen, die geeignet ist, in einer proletarischen Revolution die Macht zu erobern, den bürgerlichen Staat zu zerschlagen und die Diktatur des Proletariats in Form der Rätedemokratie zu errichten. Durch diese proletarische Revolution können die Besitzer der Produktionsmittel erfolgreich enteignet, eine sozialistische Planwirtschaft  eingeführt und der Klassenkampf im Sozialismus fortgesetzt werden, bis alle Reste der bürgerlichen Ordnung verschwunden sind.

Politisch stellen wir uns in die Tradition der revolutionären Arbeiter/innenbewegung und der revolutionären Frauenbewegung. Wir stellen uns in die Tradition der großen revolutionären Erhebungen des internationalen Proletariats (insbesondere Pariser Commune 1871 und russische Oktoberrevolution 1917) und des österreichischen Proletariats, insbesondere den Oktoberaufstand in Wien 1848, den Matrosenaufstand von Cattaro/Kotor 1917, die antifaschistischen Februarkämpfe 1934, den Kampf der Interbrigaden an der Seite der spanischen Völker 1936-39, den Partisanenkämpfen 1943-45.

In den Jahren 1963/64 wurden in der Großen Polemik der KP Chinas gegen die KP der Sowjetunion Fehler benannt, die in der Komintern-Periode bis 1943 und in der schwierigen Situation der imperialistischen Aggression gegen die Sowjetunion herangewachsen sind. Das Hauptverdienst besteht darin, dass in der Polemik Anfang der 1960er Jahre die Erstarrung der marxistisch-leninistischen Theorie aufgebrochen wurde und nach neuen, revolutionären Antworten auf die Herausbildung einer neuen bürokratischen Bourgeoisie in den Reihen der Kommunistischen Parteien gesucht wurde.

Die revolutionären kommunistischen Kräfte in Österreich trennten sich 1963 von der völlig revisionistischen Politik der KPÖ, gründeten eine eigene Zeitung, die „Rote Fahne“, und bald darauf, 1967, eine eigene Partei, die Marxistisch-Leninistische Partei Österreichs. Dieser gelang es jedoch nicht, die sich neu entwickelnden revolutionär-kommunistischen Kräfte zu vereinigen. Nur wenige Jahre später wurde der Kommunistische Bund gegründet, der sich schon 1980 wieder auflöste.

Heute gibt es in Österreich keine revolutionär-kommunistische Kampfpartei der Arbeiter/innenklasse und wir betonen die Notwendigkeit des Parteiaufbaus und halten an dieser Perspektive fest, obwohl wir uns in einer schwierigen Situation der internationalen kommunistischen Bewegung und der Klassenkampf-Lage weltweit und in Österreich befinden. Fortschritte im Parteiaufbau können nicht unabhängig von der Entwicklung der Arbeiter/innenbewegung erzielt werden, die besonders in den imperialistischen Ländern an reformistischen und systemkonformen (scheinbaren) Auswegen klebt, die ihnen von der Arbeiteraristokratie und Arbeiterbürokratie vorgegaukelt werden.

Ein wichtiges Prinzip unserer theoretischen wie praktischen Arbeit ist es, Erfahrungen auszuwerten und aus Fehlern zu lernen, um die ideologische Starre zu überwinden und eine Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Wir sehen in der sogenannten „antimonopolistischen Demokratie“ keinen Weg zum Sozialismus, sondern orientieren uns auf den Sturz der gesamten Kapitalistenklasse, nicht nur auf die Zurückdrängung des Einflusses der Monopole. Wir sind davon überzeugt, dass auf dem Weg der parlamentarischen Stimmabgabe keine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse möglich ist.

Wir bemühen uns um die Förderung und Zusammenarbeit mit kommunistischen Gruppen zur Festigung der marxistisch-leninistischen Wissenschaft einschließlich der Weiterentwicklungen unter Mao Zedong und anderer revolutionärer kommunistischer Führer.

Bildet revolutionäre kommunistische Zirkel und Gruppen! Nehmt mit uns Kontakt auf!

Initiative für den Aufbau einer Revolutionär-Kommunistischen Partei (IA.RKP), Stiftgasse 8, A-1070 Wien, Österreich, www.ia.rkp2017, ia.rkp2017@yahoo.com (1. Mai 2008)

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