Archiv der Kategorie: Antimilitarismus – Krieg

Entschlossen gegen imperialistische Kriege und Faschismus kämpfen!

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Vor 70 Jahren wurde Österreich vom Nazi-Faschismus befreit und der 2. Weltkrieg beendet:

Entschlossen gegen imperialistische Kriege
und Faschismus kämpfen!

Anfang April 1945 überschritten Truppen der Roten Armee die österreichische Grenze im Burgenland. Mitte April wurde Wien befreit und die letzten Ta­ge des Hitler-Faschismus waren eingeläutet. Nur sehr wenige Österreicher/innen beteiligten sich direkt an der Niederschlagung des Faschismus, aber umso größer ist das historische Verdienst jedes und jeder einzelnen, die mit der Waffe in der Hand, durch Sa­botage an der Nazi-Kriegsmaschinerie oder durch Unterstützung von Partisanen und Widerstandskäm­pfer/innen am Sieg wirklich teilgenommen haben.

Viel zu viele haben abgewartet, bis es nicht mehr gefährlich war, die eigene Ablehnung der Nazi-Bar­barei deutlich zu machen – bei viel zu vielen hat das Umdenken erst eingesetzt, als ihnen Bomben und Schüsse um die Ohren flogen, sie also selbst die un­mittelbar Betroffenen der Naziherrschaft und ihres Untergangs wurden.

Allein bei der Eroberung Wiens starben noch ein­mal 20.000 sowjetische Rotarmisten, während hier nur kleine Widerstandsgruppen, vor allem um den illegalen Kommunistischen Jugendverband, bewaff­net an der Befreiung teilnahmen. Anfang Mai wurde von us-amerikanischen Truppen auch das Konzen­trations­lager Mauthausen befreit, in dem ca. 100.000 Menschen zu Tode geschunden und er­mor­det worden waren. Die bereits am 27. April gebil­dete 1. Regierung der zweiten österreichischen Re­publik markierte nach 12 Jahren das Wiederent­ste­hen eines demokratischen Österreich.

Doch obwohl an die 80% aller registrierten Wider­standsaktionen gegen den Nazi-Faschismus von Mitgliedern und Aktivist/innen der seit 1933 ille­galen Kommunistischen Partei und des KJVÖ durchgeführt wurden und nahezu alle österrei­chi­schen Partisanengruppen und Freiheitsbataillone unter Führung von Kommunisten standen, wurde in Österreich nach 1945 wieder ein kapitalistisches Aus­beutersystem errichtet. Die Parteien, die vor 1938 Österreich in den Untergang führten, übernah­men mit massiver Unterstützung der westlichen imperialistischen Mächte (USA, Britannien, Frank­reich) wieder die Regierungsgeschäfte und errich­teten eine bürgerlich-demokratisch aus­ge­schmückte Diktatur der Bourgeoisie. Seit damals haben die Arbeiter/innen bestenfalls bei der Aus­schmückung der Gesellschafts- und Wirt­schafts­ordnung des Ka­pi­tals was mitzureden (haupt­sächlich indirekt über arbeiteraristokratische Partei- und Gewerk­schafts­bürokraten).

70 Jahre nach der Niederschlagung des Hitler-Fa­schis­mus und ca. 60 Jahre nach der formellen Ver­kündung der Neutralität ist Österreich heute ein im­perialistischer Kleinstaat, der durch die Mitglied­schaft in der Europäischen Union die Interessen sei­ner Monopolbourgeoisie äußerst effektiv weltweit durchsetzen kann. Schon in den Jugoslawien-Krie­gen vor 20 Jahren hat die (neutrale!?) österreichi­sche Regierung (mit Außenminister Mock) eine Vor­reiterrolle bei der Zerschlagung des südöstlichen Nachbarlandes gespielt. Bis heute ist der wirt­schaft­liche und politische Einfluss der österreichischen herr­schenden Klasse in Südosteuropa herausragend – entsprechend hoch sind heute die Extraprofite aus der neokolonialen Ausplünderung der Balkan-Völ­ker.

Die Konkurrenz der verschiedenen imperialis­ti­schen Mächte – das sind solche, die einen großen Teil der Kapitalprofite aus dem Ausland holen – nimmt seit Ausbruch der Krise im Jahr 2008 immer stärker zu. Aggressive Bündnissysteme und impe­ria­listische Blockbildungen gewinnen an Bedeutung für die Vorbereitung immer neuer Kriege um neo­koloniale Einflusszonen, in denen Rohstoffe und un­terdrückte Arbeiter/innen ausgebeutet werden. Nur weil bislang die Dutzenden kleineren und grö­ßeren Kriege und Militärinterventionen immer re­gio­nal beschränkt blieben, dürfen wir nicht davon ausgehen, dass die großen imperialistischen Mächte und Blöcke sich schon irgendwie weiter arrangieren werden. Nein! Die ganze Entwicklung der letzten 10 Jahre treibt auf einen großen Krieg zwischen den imperialistischen Blöcken zu. Während es vor kur­zen noch so aussah, als würde sich der USA-Im­pe­ria­lismus hauptsächlich auf einen Krieg mit dem chi­ne­sischen Imperialismus im Pazifik-Raum aus­rich­ten, beweisen der Ausschluss Russlands aus der G8/G7 und die Kriege in Syrien, Libyen, Ukraine usw. die Zuspitzung der Konfrontation in Osteuropa und im Mittelmeerraum.

Je mehr das Kapital von Krisen geschüttelt wird, des­to mehr drängt es auf Krieg als Lösung und Heil­mittel gegen „sinkende Gewinnerwartung“. Die entscheidende Frage ist nicht, ob die österreichische Bourgeoisie, die EU-Imperialisten und die anderen Blöcke einen Krieg „wollen“, sondern ob sie durch die Konkurrenz gezwungen sind, aus wirtschaft­li­chen und strategisch-politischen Gründen weitere Krie­ge zu beginnen, die schließlich in einen neu­er­li­chen Weltkrieg münden.

Der Erfahrung nach ist eine Vorbedingung für große Kriege der Demokratie-Abbau im eigenen Land, denn die Arbeiter/innen, die immer den Großteil der Armeen stellen, ziehen nicht freiwillig ins Geme­tzel. Breite Demokratie für die Massen behindert aber massiv die Verblödung und Verhetzung der Mas­sen durch Religion, Nationalismus und sonstige demagogische Kampagnen der herrschenden Profit­macher.

Aus diesem Grund ist der Kampf gegen den Fa­schis­mus (bzw. gegen Faschisierung) eng verbun­den mit dem Kampf gegen den Krieg.

Wir Revolutionären Kommunist/innen vertreten die grundsätzliche Einschätzung, dass das kapitalis­ti­sch-imperialistische System zum Krieg führt, weil die zwischenimperialistische Konkurrenz (beson­ders in Krisenzeiten) nicht nur mit friedlichen Mit­teln entschieden werden kann. Gleichzeitig sind wir aber der Meinung, dass konkrete, einzelne Kriege sehr wohl durch eine breite, kämpferische Mobili­sierung der Arbeiter/innen und Volksmassen ver­hindert oder beendet werden können.

A

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klas­senbewusste Arbeiter/innen wenden. Die Texte wer­den auch in der seit 2001 er­scheinenden Zeitung ‚Proletarische Revolu­tion’ ab­ge­druckt. Unser Ziel ist eine Ge­sellschaftsord­nung ohne Klassen, ohne Unter­drückung und Aus­beu­tung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterin­nen und Arbei­ter eine eigene Kampf­partei auf­bauen, die Macht erobern, die Be­sitzer der Pro­duk­tions­mittel enteignen und den Klassen­kampf fortsetzen, bis alle Reste der bürger­lichen Ordnung verschwun­den sind. Wir stellen uns in die Tradition der interna­tiona­len re­volutionär-kommunistischen Bewegung, die Mit­te der 1960er Jah­re in Auseinan­der­se­tzung mit den Fehlern der KPdSU und in schar­fem Kampf gegen die Weg­bereiter des büro­kratischen Staats­kapi­talismus in der Sowjet­union eine marxistisch-leni­nistische Ge­ne­ral­linie vertei­digt hat und zur Grün­dung neuer kommunistischer Par­­tei­en führte. Wir sind revolutionäre Kommunis­t/innen und des­halb nicht in der KPÖ organisiert.

IARKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, ia.rkp2017@yahoo.com

Proletarische Revolution

Revolutionär-kommunistische Zeitung in Österreich

prolrevol.wordpress.com

KOMAK-ML

Kommunistische Aktion – marxistisch-leninistisch

komakml@gmail.com

alle: Stiftgasse 8, A-1070 Wien,

(3. Mai 2015)

uch hinsichtlich des Faschismus haben wir eine ähnliche Herangehensweise. Wir sind der Ansicht, dass die herrschende Ausbeuterklasse bei einer wei­teren und deutlichen Verschärfung der Klas­sen­käm­pfe letztlich gezwungen sein wird, die bür­ger­lich-demokratische Fassade abzubauen und eine offen faschistische Herrschaft zu errichten (wie es in Ös­terreich z.B. 1934 geschah). Ob die reaktio­närs­ten Teile des Monopolkapitals es aber dann tatsächlich schaffen, in einer konkreten Situation eine faschi­stische Regierung an die Macht zu brin­gen, wird weitgehend vom antifaschistischen Kampf der Ar­beiter/innen-Einheitsfront und werk­tätigen Mas­sen abhängen.

Unsere aktuelle Orientierung ist, den Kampf in Ös­terreich und der EU gegen die unmenschliche, ras­sistische und faschistische Unterdrückung von Flücht­lingen mit dem Kampf gegen Militarisierung und Krieg zu verbinden.

Fluchtbewegungen und Flüchtlinge werden erzeugt durch unerträgliche Überausbeutung in den neoko­lonial abhängigen Ländern, wo Institutionen wie IWF, Weltbank, WTO und verschiedene EU-Abtei­lungen eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung erzwingen, die für die Volksmassen zu Hunger, Elend und Kriegen führen. Genau in diese Elends­gebiete liefern die großen Imperialisten dann Waf­fen, um ihnen genehme Gruppierungen aufzu­päp­peln und gegen andere zu hetzen. Ziel ist oft das bil­lige Öl oder andere Rohstoffe und der Ausbau von strategischen Positionen für weitere Auseinan­der­se­tzun­gen. Und dann werden im Fernsehen Tränen ver­gossen, weil wieder hunderte Flüchtlinge er­trun­ken sind…

Wer dieses widerwärtige Spiel der Imperialisten durch­schaut hat, muss aktiv werden.

Auch wenn die heutige Klassenkampf-Situation in Ös­ter­reich für viele nicht gerade ermutigend aus­schaut, besteht die einzige Perspektive darin, die Herr­schaft dieser Ausbeuterklasse zu stürzen. Erst in einer Gesellschaftsordnung, wo die große Mehr­heit der Bevölkerung, die heute noch unterdrückten und ausgebeuteten Arbeiter/innen die Macht haben, können wir weltweit solche Bedingungen schaffen, wo niemand mehr gezwungen sein wird, seine Freun­d/innen und Verwandten zu verlassen und sich auf eine lebensgefährliche Reise zu begeben, um für sich (und seine Familie zu Hause) halbwegs lebens­wer­te Bedingungen zu schaffen.

Heute, 70 Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft und des 2. imperialistischen Weltkriegs, sollten wir die Parolen:

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

verbinden mit der Orientierung:

Nieder mit Imperialismus und Reaktion! Proletarische Revolution!

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klas­senbewusste Arbeiter/innen wenden. Die Texte wer­den auch in der seit 2001 er­scheinenden Zeitung ‚Proletarische Revolu­tion’ ab­ge­druckt. Unser Ziel ist eine Ge­sellschaftsord­nung ohne Klassen, ohne Unter­drückung und Aus­beu­tung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterin­nen und Arbei­ter eine eigene Kampf­partei auf­bauen, die Macht erobern, die Be­sitzer der Pro­duk­tions­mittel enteignen und den Klassen­kampf fortsetzen, bis alle Reste der bürger­lichen Ordnung verschwun­den sind. Wir stellen uns in die Tradition der interna­tiona­len re­volutionär-kommunistischen Bewegung, die Mit­te der 1960er Jah­re in Auseinan­der­se­tzung mit den Fehlern der KPdSU und in schar­fem Kampf gegen die Weg­bereiter des büro­kratischen Staats­kapi­talismus in der Sowjet­union eine marxistisch-leni­nistische Ge­ne­ral­linie vertei­digt hat und zur Grün­dung neuer kommunistischer Par­­tei­en führte. Wir sind revolutionäre Kommunis­t/innen und des­halb nicht in der KPÖ organisiert.

IARKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, ia.rkp2017@yahoo.com

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(3. Mai 2015)

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Rede auf der Armenien-Demo in Wien 24.4.2015

Liebe Genoss/innen und Kolleg/innen! Ich spreche hier für die IA*RKP und die KOMAK-ML.

Vor 100 Jahren, mitten im 1. großen zwischenimperialistischen Krieg um die Neuaufteilung der Welt, fand im Osmanischen Reich ein grauenhafter Völkermord statt: An der Kriegsfront mit Russland und im Hinterland wurden systematisch die Armenier/innen zusammengetrieben und schließlich ermordet.

Obwohl z.B. Karl Liebknecht der spätere Gründer der KPD 1916 im deutschen Parlament diesen Völkermord und die Beteiligung der deutschen Generäle angeklagt hat, wurden diese Massaker jahrzehntelang verschwiegen. Auch der dieser Tage oft bemühte Roman von Franz Werfel „Die 40 Tage des Musa Dagh“ erschien schon 1933.

Nach der völligen Niederlage und dem Zerfall des Osmanischen Reiches wurde mit Genehmigung der Siegermächte des 1. Weltkriegs in Anatolien dar türkische Staat ausgerufen. Die Türkei als neuer Staat beruht bis heute auf 3 völkerrechtlichen Verbrechen: Der Vernichtung der armenischen Bevölkerung, der Vertreibung der griechischen Bevölkerung und der Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung, die bis heute andauert.

Seit Jahrzehnten klagen türkische, kurdische und österreichische Kommunist/innen den Völkermord an den Armenier/innen an und verurteilen deren Leugnung oder Relativierung in der Türkei wie in Österreich.

Als Revolutionäre Kommunist/innen treten wir ein für die internationale Zusammenarbeit der Arbeiter/innen aller Länder gegen ihren gemeinsamen Feind, die Kapitalistenklasse und vor allem die imperialistischen Großmächte.

Wir Revolutionären Kommunist/innen treten immer gegen die rassistische Herrenmenschen-Ideologie auf – ganz anders als die Bourgeoisie aller Länder und ihre Lakaien, die unterschiedliche reaktionäre Ideologien je nach Bedarf verbreiten. Stereotypen die gegen Armenier/innen verwendet wurden, klingen ganz ähnlich wie die antijüdischen der Nazi.

So sagte 1921 der deutsche General von Schellendorf, der Generalstabschef im Hauptquartier in Istanbul war, folgendes: „Der Armenier ist nämlich, wie der Jude, außerhalb seiner engeren Heimat ein Parasit, der sich von dem Marke des Fremdvolkes mästet, unter dem er seinen Wohnsitz aufschlägt. Alljährlich wandern zahlreiche Armenier aus ihrem Stammlande nach Kurdistan, um nach kurzer Zeit ganze kurdische Dörfer zu bewuchern und sich dienstbar zu machen.“

Wie schnell sich die veröffentlichte Meinung der EU-Bourgeoisie in ihrem Wortlaut ändern kann, erleben wir am Gerede dieser Tage über Flüchtlinge. Aber sogar die Caritas hat bemerkt, dass die Zerstörung von Flüchtlingsbooten, auch wenn Faymann und Merkel von Lebensrettung sprechen, wohl sicher keine grundsätzliche Änderung der europäischen Flüchtlingspolitik bedeutet. Und schon gar keine Änderung imperialistischer Bestrebungen und Kriege bedeuten wird.

Wir sollten uns fragen, warum in der herrschenden Klasse in Österreich und anderen EU-Ländern heute plötzlich ein derartig auffälliger Konsens herrscht, dass der Völkermord an den Armenier/innen entschieden verurteilt werden muss. Von reaktionären Kardinälen und rassistischen Politikern bis zu linken Organisationen fordern alle: Die Türkei muss endlich den Völkermord anerkennen!

Warum gibt es z.B. keine klassenübergreifende EU-weite Einheitsfront für die Anerkennung des Völkermords der USA an den Eingeborenen?

Seit dem offenen Ausbruch der kapitalistischen Krise im Jahr 2008 hat die Konkurrenz zwischen den imperialistischen Großmächten ungeheuer zugenommen. In vielen Teilen der Welt werden Kriege angezettelt, um den eigenen Einfluss in einer Region zu verstärken und die konkurrierenden Großmächte zurückzudrängen: Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Mali, Ukraine, Georgien, Kongo usw. sind nur einige Beispiele.

In der Türkei findet derzeit ganz konkret eine Auseinandersetzung zwischen USA, EU, Russland und China statt. Und als Regionalmacht versucht die herrschende Klasse in der Türkei die unterschiedlichen Imperialisten gegeneinander auszuspielen. Die EU, und dabei vor allem Deutschland, versucht den bisher starken politisch-militärischen Einfluss der USA zu untergraben – deshalb z.B. die Stationierung deutscher Raketen mit deutschen Soldaten an der türkischen Grenze zu Syrien. Andererseits wird alles versucht, um eine Destabilisierung des östlichsten NATO-Landes zu vermeiden. Darum werden zwar die Kurd/innen im Irak und Syrien als befreundete Nation umworben, gleichzeitig aber die PKK als terroristische Organisation verfolgt.

Das auffällige Interesse der österreichischen herrschenden Klasse und ihrer EU-Kumpane am Schicksal des armenischen Volkes hängt ganz eng mit ihren kriegstreiberischen Absichten zusammen. Ähnlich ist es z.B. bei der auffälligen Besorgtheit um das Schicksal christlicher Minderheiten in Syrien. Wir müssen aufpassen, uns nicht zum Spielball imperialistischer Interessen zu machen, wenn wir als aufrechte Demokraten und proletarische Internationalist/innen die bedingungslose Anerkennung der Mitschuld am Völkermord an den Armenier/innen vor 100 Jahren fordern.

Hoch die internationale Solidarität!

4 آوریل1915 – 24 آوریل 2015

Download armenien persisch

4 آوریل1915 24 آوریل 2015

100 سال کشتارتود­ه­ای رنج وعذاب خلق ارمنی

100 سال انکاراین جنایت بزرگ توسط دولت ترکیه

صدسال پیش دراستانبول،درشب24 آوریل 1915 صدها روشنفکرونخبه­گان فرهنگی ارمنی توسط دولت عثمانی ربوده شدندوتقریبن تمامی آنهابه قتل رسیدند. مطبوعات دولت ترکیه­عثمانی این موج دستگیری­هارا بنام عملیات „لگدمال کردن سرمار„با فریادوشادی جشن گرفتند. در اواخر امپراطوری عثمانی بصورت پراکنده قتل­عام ارامنه وغیرمسلمانها بویژه مسیحی ها صورت می گرفت.

در24آوریل1915این تعقیب وکشتارها ابعاد نوینی بخودگرفت که سر آغازنابودی خونین وجمعی یک ونیم میلیون زن ومرد ارمنی بود. دولت ملی گرا – اسلامی „اتحاد وترقی“ برنامه ازپیش تنظیم شده “ پاکسازی“ ارامنه را که توسط مراجع دولتی وارتش تهیه شده بود، به مرحله اجراء گذاشت. بدنبال دستگیری روشنفکران ارمنی، تحریک وشکارخونین ارامنه درآناتولی وبخصوص درغرب ارمنستان آغازشد، وتخم نفرت مذهبی وعظمت­طلبی ترکی علیه این خلق ومسیحی­ها، دربین مردم مسلمان ترک وکرد پراکنده شد.مراجع دولتی توسط عمالشان با پخش اتهامات واهی مردم راتحریک به قتل عام هم­سایه­گان ارمنی­شان وغارت اموال آنها می­کردند.

مردان ارمنی که درارتش خدمت می­کردند خلع سلاح شدند وهمانند دیگرارامنه به کاربردگی وادارگردیدند وبطرز فجیعی جان باختند. بازماندگان این شکنجه گاه­های کاراجباری یا مستقیمن توسط سربازان ارتش عثمانی بطرزفجیعی قتل­عام شدند ویا برای اعدام به دست باندهای مسلح محلی سپرده شدند.

زنان ،کودکان وسالمندان ارمنی ازخانه ها بیرون کشیده شدند ودرصف­های طولانی به „سفرهای ناکجا­آباد“ کوچانده شدند، اصطلاحی که وزیر داخله آنموقع دولت عثمانی، طلعت پاشا، ازآن دریک تلگرام نامبرده است. زنان ارمنی درراه این مارش­مرگ توسط سربازان ودسته­های تبهکارموردتجاوزقرارگرفتند، شکنجه شده وسپس به قتل رسیدند. تعداد بیشماری ازارامنه ازگرسنگی وتشنگی درصحرای -دیراس سور –Deir-es-zor سوریه جان سپردند.

پایه داری قهرمانانه جوامع ارمنی ومقاومت آنها بعنوان مثال در-موسی داغ- musa Dagh نتوانست این ماشین مرگ­زا را از حرکت بازدارد. تنها بخش کوچکی ازاهالی ترک وکرد درکنارارامنه ایستادند وبه آنها کمک رساندند. زحمتکشان ترک وکرد یک مسئولیت تاریخی دراین کشتارتوده ای به عهده دارند که باید به آن اذعان نموده ونتایج آنرا بپذیرند.

درروند این پاکسازی قومی یکی ازخلق­های قدیمی و بومی آناتولی ازاین سرزمین رانده شد ودرصحرای سوریه به کام مرگ رها گشت ونشانه­های فرهنگی، معماری وکارهای دستی وهنری، ادبیات و موسیقی این خلق نابود گردید وکوشش به عمل آمد تا حتی آنراازذهن تاریخ بزدایند. ازاین کشتارجمعی توسط دولت عثمانی کمتر ازده­هزارنفر توانستند جان سالم به دربرند.آنها یا می بایست هویت خودرا مخفی نگه می داشتندویا اسلام را پذیرا می­شدند.

بچه­های بدون سرپرست ارمنی به خانوادهای ترک وکرد سپرده شدند واجبارن درجامعه ترکی ادغام گردیدند. درزبان رسمی عثمانی این پاکسازی قومی به عنوان „تغییرمکان“ پوشش داده شد وبمثابه تدابیرضروری شرایط جنگی توجیه گردید.

ازآنجائیکه درسال 1914 امپراطوری عثمانی دراتحاد با امپراطوری آلمان واتریش- مجارستان درجنگ جهانی اول امپریالیستی قرارداشت، به همین خاطردر کشتارتوده ای ارامنه توسط دولت ترکیه عثمانی تمامی قدرتهای بزرگ امپریالیستی- فرانسه، انگلستان، ایتالیا، وروسیه وبیش ازهمه آلمان- مسئول می باشند. ژنرال­های بلندمرتبه آلمان درستادکل ارتش عثمانی درسطح رهبری قرارداشتند. آنها درمورد هرقدمی درباره این کشتارجمعی اطلاع داشته وفعالانه دربرنامه ریزی آن سهیم بوده اند.

ازآنجائی­که تمامی قدرتهای امپریالیستی مسئول این قتل عام توده ای بوده اند، این جنایت به سادگی به بایگانی وسپس بدست „فراموشی “ سپرده شد. درزیرفشارقدرتهای پیروز، انگلستان وفرانسه، امپراطوری­عثمانی درسال 1920-1919 درشهراشغالی استانبول دادگاه ویژه­ای را فراخواند که درآن تنها تعداداندکی ازنظامیان ومسئولین اداری به عنوان“جنایتکاران­جنگی“ مقصرشناخته­شدند وازپاکسازی قومی هیچ صحبتی هم نبود و ازمسئولین سیاسی- نظامی وفرمانده­هان اصلی این جنایت هم نه نامی برده شد و بازخواستی به عمل آمد. این درواقع هیتلربودکه درسال 1939 به بهانه یادآوری این „فراموشی“ برنامه کشتارجمعی یهودیان ولشگرکشی جهت نابودی خلقهای اروپای شرقی را برنامه ریزی وبه اجراء درآورد. هیتلردراین باره می نویسد“ماتنها بدین طریق فضای لازم زندگی مورد احتیاج­مان را بدست می آوریم، آیا امروزکسی ازنابودی ارامنه صحبت می کند؟“برای آنهائی­که برخرابه­های امپراطوری عثمانی درسال 1923 جمهوری کمالیستی ترکیه را بنا نمودند، „مسئله ارامنه“ وجود خارجی ندارد. سیاست طبقه حاکم ترکیه متکی به انکارکشتارجمعی خلق ارمنی وسرکوب ملت کرد واقلیت های ملی ومذهبی، مانند بقایای ارامنه، آسوری­ها ، عرب­ها و روما وسینتی­ها است.

درسالهای 1980-1970تحت فشارتروردیپلمات­های ترک توسط سازمان­های مسلح ارمنی درخارج ازترکیه مانند آسالا(asala) – ارتش مخفی ارامنه برای آزادی ارمنستان-،دولت ترکیه سکوت طولانی خودرا درمورداین نسل کشی شکست و مجبوربه موضع­گیری شد. تاریخ نویسی تاکنونی دولتمداران ترکیه چنین بوده است: „اغتشاش وسردرگمی حاصله از جنگ جهانی اول موجب شورش ارمنی­هادرشرق آناتولی گردید، باندهای اشرار ارمنی به دهات ترکهاحمله کردند ودهقانان ترک را به قتل رساندند، این باندهای تبهکار درهمکاری باروسیه، ارتش عثمانی را درجبهه شرق مورد تهدید قراردادند، دراین درگیری­های نظامی است که مردم عادی ارامنه هم مورد ضرب وشتم قرارمی گیرند. برای آرام کردن این وضعیت درجبهه شرقی ومحافظت ازافراد عادی تصمیم به تغییراسکان ارامنه گرفته شد، که درحین آن باعث بروز پیش آمد­های ناخواسته گردید. ولی ادعای بعضی از دشمنان ترک که گویا پاکسازی قومی صورت گرفته است، یک دروغ بزرگ بیش نیست“.ازآنجائی که این استدلال نمی توانست جوابگوی این فاجعه باشد، بورژوازی ترک توسط دولت تقوا وعدالت(Akp) دراوایل سال2000 موضع خودرا کمی تغییرداد وبدین گونه فورموله نمود “ درتاریخ دوملت ارمنی وترک حوادث ناخواسته ای رخ داده است، که ارزیابی فاکت­های تاریخی آنرا باید به عهده تاریخ شناسان گذاشت „.

درسال2013 اردوگان(Erdogan) نخست­وزیرآنموقع ورئیس جمهورکنونی ترکیه برای اولین بار“ تاسف خودرا ازجانباختن برادران ارمنی ابرازکرد“ یک قدم مثبت که باتوجه به سیاست آموزشی موجود، تنها یک تائید زبانی بوده وفاقد ارزش سیاسی می باشد. کتابهای درسی جدیدسال2015/2014 تمامی تهمت وافترا­، دروغ وجعلیات تاریخی را درباره کشتارجمعی ارامنه زنده می کنند. آنها به دانش آموزان مدارس می آموزند که یک “ ارمنی“ مترادف با “ دشمن“ و“ خائن „ است. حال تصورکنید که بچه های ارمنی درمدارس که نیاکانشان قصابی شده اند، باتاریخ آموزی با این شکل ومحتوا چه احساسی خواهند داشت؟ وآنهم درصدمین سالگرد بزرگداشت این نسل کشی!

درحال حاضرهم جامعه و مردم ارامنه درشمال کردستان/ترکیه درزیرفشارراسیسم، عظمت­طلبی ترکی، تعقیب وتبعیض هستند. هارانت دینک(Harant Dink) مبارزارمنی که برای آشتی دوملت وشناساندن هویت ارامنه، فعالانه مبارزه می کرد درسال 2007 درملاء عام درشهراستانبول ترورمی شود، بعبارت دیگردرقرن بیست ویکم هم پاسخ ابراز هویت ارمنی درترکیه، مرگ است.

زحمتکشان ترک وکرد، انقلابیون وکمونیست­ها! قبول مسئولیت درقبال کشتارارامنه، انتقاد ازخودعملی، همبستگی ودفاع ازخواسته­های این خلق، مبارزه علیه عظمت­طلبی ترکی وکوشش مشترک برای ایجاد یک جامعه آزاد ودمکراتیک وظیفه عاجل ومبرم همه ماست.

خواست­های ما ازجمهوری ترکیه:

– نسل کشی ارامنه را به فوریت وبدون هیچ قیدوشرطی باتمامی نتایجش به رسمیت بشناسد!

– برابری کامل، شناسائی وحمایت ازجوامع ارامنه درشمال کردستان/ترکیه را بپذیرد!

– مبارزه وممنوعیت علیه هرگونه راسیسم ضد ارمنی وعظمت­طلبی را واقعن دنبال نماید!

– حق برگشت برای تمامی نوادگان آوارگان ارمنی درارمنستان وفرای مرز را تامین نماید !

– حق تعیین سرنوشت وجدائی برای ارمنستان غربی!

– روشنگری درآموزش وپرورش، درباره سیاست نسل کشی دولت ترکیه!

– برگرداندن اموال به سرقت رفته، واستردادزمین­های سلب مالکیت شده!

– جبران خسارت مالی برای تمامی دارائی های غارت شده!

– خسارت دهی به جمهوری ارمنستان وهمکاری برابر و دمکراتیک با این کشور!

 

فقط با تامین این خواسته­ها می توان خواهری وبرادری با خلق ارمنی درشمال کردستان/ترکیه وارامنه درون وبرون مرزی را تامین نمود.

خواسته های ما ازدولت آلمان یکی ازمسئولین اصلی این جنایت بزرگ :

درقطعنامه مجلس فدرال آلمان به تاریخ2005، بمناسبت نودمین سالگردکشتارارامنه، آگاهانه ازواژه نسل کشی استفاده نشده است، و بهمین دلیل دولت آلمان تاکنون هیچگونه مسئولیتی را درقبال امپراطوری آلمان، که یکی ازاعضای موثراین جنایت بزرگ می­باشد، نپذیرفته است. ما بعنوان کمونیست های آلمان واتریش ازجمهوری فدرال آلمان خواستارقبول بدون قید وشرط واذعان به این پاکسازی قومی ونتایج حاصله ازآن می باشیم.پادشاهی اتریش ومجارستان هم بعنوان متحدنزدیک امپراطوری عثمانی درجنگ جهانی اول دراین کشتارتوده ای سهیم می باشد. مجلس فدرال اتریش اما بنام جمهوری اتریش بعداز 100 سال به تقصیرخود اذعان نمود وازاین فاجعه انسانی رسمن عذرخواهی کرد وازآن به عنوان کشتار دسته جمعی نام برد.

 

این اعلامیه مشترکن توسط سازمانهای زیردرآوریل 2015 تهیه وبه مناسبت این روزمنتشر شده است:

 

Bolschewik Partisan (Nordkurdistan/Türkei) www.bolsevikparti.org

Trotz Alledem (Deutschland) www.trotz-alledem.tk

IA*RKP – Initiative für den Aufbau einer Revolutionär-Kommunistischen Partei (Österreich) www.iarkp.wordpress.com

KOMAK-ML – Kommunistische Aktion – Marxistisch-Leninistisch komakml@gmail.com

 

 

ترجمه وتکثیر<یکی از فعالین چپ دروین- اتریش>

آدرس تماس:  Amerlinghaus,1070 wien,stiftgasse,8

پست الکترونیک: Linksaktivist@gmx.at

Freiheit für Kurdistan! Demo Wien 10.10., 17:00 Mariahilferstr.2/Omofuma

Syrien, Irak

Die Kriegstreiber stoppen!

Freiheit für Kurdistan!

 DOWNLOAD

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch! Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch! 10.Oktober 2014 (144 npc)

Seit Wochen sind die Truppen der IS/ISIS auf dem Vormarsch. Anscheinend kann ihnen niemand widerstehen – außer die heldenhaften Verteidigungskräfte der Kurd/innen in Rojava (Nordsyrien). Die Massen­medien in Europa sind in heller Aufregung… Aber fast nie hört man irgend was darüber, woher diese angeblich unüberwindlichen „Terror­milizen“ kommen – sind sie vom Himmel gefallen?!?

Nein, schon seit Jahren wurden verschiedene djihadistische und salafis­tische Gruppen in Irak und Syrien von den USA massiv aufge­päppelt, mit Waffen versorgt und ausgebildet, auch die Vorläufer der IS/ISIS. Erklärtes Ziel des US-Imperialismus ist der Sturz des Assad-Regime. Genauso wie in Afghanistan seinerzeit die Taliban von den USA gegen die sowjet­freund­liche Regierung systematisch aufgebaut wurden. Noch vor wenigen Mona­ten trafen sich führende IS-Mitglieder mit Senatoren und anderen Vertretern der USA und ließen sich dabei auch fotografieren (wie der IS-„Khalif“ Baghdadi mit US-Senator McCain).

Deshalb ist es kein Wunder, dass die „massiven Luftschläge“ der größten imperialistischen Macht der Welt gegen die IS kaum Wirkung zeigten.

Seit der weltweiten Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystems im Jahr 2008 verschärften alle imperialistischen Mächte die Konkurrenz um Einflusszonen. Innerhalb der EU verschärfen sich die Widersprüche, nicht nur mit dem britischen Imperialismus, sondern auch zwischen Deutschland und Frankreich, die bisher einen festen Block bildeten.

Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass auch der russische Imperialismus nicht mehr bereit ist, sich Gebiet um Gebiet von den EU-Imperialisten abnehmen zu lassen, sondern ebenfalls in einigen Regionen in die Offensive geht, be­vor die EU-Außengrenze und die NATO-Frontlinie direkt bis nach Russland ver­schoben wird.

Die Türkei spielt die Rolle einer Regionalmacht im östlichen Mittel­meerraum und will mit allen Mitteln verhindern, dass ein kurdischer Staat entsteht. Deshalb wendet sie sich auch gegen alle Versuche (der USA und der EU), im Nordirak eine von den westlichen Imperialisten abhängige Neokolonie unter Barzani zu installieren. Insbesondere will sie jedoch die Festigung eines unabhän­gigen, volksdemokratischen und laizistischen Kurden­staats in Rojava (Nordsyrien) verhindern und unterstützt deshalb seit Monaten direkt und indirekt die IS/ISIS-Truppen. So hoffen sie ihr „Kurdenproblem“ (auch im eignen Land) zu beseitigen, und zugleich den Haupt­feind, das Assad-Regime, zu stürzen. In dieser Frage sind sie sich mit den US-Imperialisten einig.

Die Arbeiter/innen aller Länder müssen gemeinsam gegen imperialistische Kriege kämpfen. Solange das kapitalistische Weltsystem nicht gestürzt ist, werden Kriege und Kriegsgefahr andauern.

Nieder mit den imperialistischen Kriegstreibern und ihren Lakaien!

Stoppt die Unterstützung für die IS/ISIS!

Keine imperialistischen Bodentruppen in Kurdistan!

Unterstützt die Verteidigungskräfte von Rojava (Nord­syrien)!

Freiheit für Kurdistan!

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klas­senbewusste Arbeiter/innen wenden. Die Texte wer­den auch in der seit 2001 er­scheinenden Zeitung ‚Proletarische Revolu­tion’ ab­ge­druckt. Unser Ziel ist eine Ge­sellschaftsord­nung ohne Klassen, ohne Unter­drückung und Aus­beu­tung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterin­nen und Arbei­ter eine eigene Kampf­partei auf­bauen, die Macht erobern, die Be­sitzer der Pro­duk­tions­mittel enteignen und den Klassen­kampf fortsetzen, bis alle Reste der bürger­lichen Ordnung verschwun­den sind. Wir stellen uns in die Tradition der interna­tiona­len re­volutionär-kommunistischen Bewegung, die Mit­te der 1960er Jahre in Auseinan­der­se­tzung mit den Fehlern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Weg­bereiter des büro­kratischen Staats­kapi­talismus in der Sowjet­union eine marxistisch-leni­nistische Generallinie vertei­digt hat und zur Grün­dung neuer kommunistischer Par­tei­en führte. Wir sind revolutionäre Kommunis­t/innen und des­halb nicht in der KPÖ organisiert.

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Proletarische Revolution

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Erster Weltkrieg – دسال پیش اتریش جنگ جهانی اول را آغازکرد

100jahre1.wk – صدسال پ.docکامل. doc

صدسال پیش اتریش جنگ جهانی اول را آغازکرد!

جنگ جهانی اول در28 یولی 1914″ اتفاق نیافتاد“، بلکه شروع شد وآنهم توسط اتریش. تاکنون هیچ جنگی بی دلیل رخ نداده است. همیشه این قدرت های سیاسی هستند که درجنگ منافع دارند وبهمین خاطر آنرا تدارک دیده وبه بهانه ومناسبتی آغاز می کنندوسپس لشگرکشی های تدارک دیده شده را به مرحله اجرا درمیاورند. آنها قبل از آغازجنگ به سیاست تهاجمی – تهدید وفشار- متوسل می شوند چون همانطورکه کلاسویتز تئوری پردازمعروف درقرن نوزده ام آنرا تعریف کرده است، “ جنگ ادامه سیاست با وسایل دیگراست“. دراتریش همانندامروزاین سرمایه مالی امپریالیستی – بانک های بزرگ وکنسرن های صنعتی هستند که برای بالابردن سود خود به جنگ افروزی متوسل می شوند.

صدسال پیش اتریش – مجارستان، یک کشورپادشاهی امپریالیستی مهاجم بود که تقریبن تمامی خلق های مجاورخویش را به انقیادخود داشت وقسمت های بزرگی ازبالکان را دایم تهدید می کرد. برعکس امروز،اغلب کشورهای دربند وخلق های تحت سلطه درامپراطوری بزرگ ادغام شده بودند. درسال 1908 هنگامیکه بوسنی هرتزوگووین نزدیک به سی سال با زور به انقیاد اتریش درآمده بود می توانست به یک جنگ بزرگ دراروپا منجرشود. ژنرال های اتریش نقشه اشغال بوسنی- هرتزوگووین، صربستان ،مونتنگرو، آلبانی، مقدونیه را باهدف تصرف بنادر دریای اژه درسر می پروراندند.

همزمان امپریالیسم اتریش با مقاومت شدید جنبش های استقلال طلبانه درون کشورهای اشغال شده „خودی“ بود. سوسیال دمکراسی که درآن زمان هنوزماهیتی مترقی داشت، درسال 1907 درکنگره ای قعطنامه ای را بدین مضمون به تصویب رساند که با تمامی امکانات از بروز جنگ جلوگیری نماید، ولی اگر جنگی درگرفت وظیفه ماست که باتمام قوا کوشش نمائیم، بحران اقتصادی وسیاسی حاصله از آنرا برای بیداری خلق بکارگرفته وبدین طریق نابودی سلطه طبقاتی سرمایه داری را تسریع نمائیم.

دربازل هم درسال1912 قطعنامه ضدجنگ دیگری به تصویب رسیدمبنی براینکه“ احزاب سوسیا ل دمکرات اتریش، مجارستان، اکرایین، کرواسی، اسلونی وبوسنی هرتزوگووین موظفند با تمام قوا دربرابر حمله پادشاهی حوزه دانوب به صربستان باعمل انقلابی مقابله نموده ونقشه ا لحاق صربستان وتبدیل آن به مستعمره اتریش که هدف این جنگ است برملا نمایند، نقشه ای که منافع حیاتی خلق های اتریش – مجارستان وهمراه با آن تمامی ملت های اروپارا راهم دچارخطربزرگی خواهدکرد. احزاب سوسیال دمکرات اتریش – مجارستان باید درآینده هم کوشش نمایند که اسلاوهای جنوب هم درچارچوب مرزهای اتریش- مجارستان حکومت مستقل خود را بدست آورند.(نقل قول ازاشتروبل- تاریخ جنبش کارگری اتریش ص. 59 ) اینکه رهبران سوسیال دمکرات اتریش دوسال بعد بطرز شرم آوری به این تعهدانقلابی خیانت کردند وآشکارا به تحریکات شوینستی جنگ طلبانه دامن زدند برهمه آشکاراست، همانطورکه درمورد جدائی خلقهای تحت ستم اتریش درسال   1918 نشان دادند.

اگر امروزرسانه های بورژوازی اتریش ازمرگ فرانس فردیناند اظهارتاسف می کنند وترورموفق اورا بدست ملادا بوسنا(mlada bosna) توسط یک جنبشهای رهائی بخش ازسلطه بیگانه درصربستان، کرواتی ومسلمانان بوسنی محکوم می کنند، خودرا آگاهانه درسنت تهاجمی سیصد ساله توسعه طلبی و امپریالیسم اززمان پرنس اویگن( Prinzen Eugen) قرارمی دهند.

حال یک باردیگرامپریالیسم اتریش بعداز یک رشته شکست ها درقرن بیستم درگردش هزاره جدید بخصوص درشرق وجنوب اروپا دست به تهاجم زده است. دریک سری ازکشورهای این منطقه سرمایه اتریش درردیف پنج کشورمهم سرمایه گذاران وتقریبن در نصف آنها درمقام اول دراستثمارمنابع زیرزمینی ونیروی کار قراردارد. ازنظرنظامی هم درچارچوب نیروهای اشغالگر(EU) دربوسنی کاملن فعال ونقش کلیدی بازی می کند، بیهوده نیست که فرماندارتحمیلی ازطرف اتحادیه اروپا دربوسنی منتخب اتریش است. بهمین خاطرما انقلابیون کمونیست پشتیبان خلق های مبارزکشورهای نومستعمراتی اتریش دربالکان وشرق اروپاهستیم که علیه امپریالیسم اتریش مبارزه می کنند. ما ازشورش وقیام های مردمی در توسلا(Tuzla) وسی شهردیگربوسنی- هرتزگووین، که دراوایل فوریه امسال علیه وضعیت غیر قابل تحملی که امپریالیسم اتریش به کارگران وتوده های مردم تحمیل کرده است، صورت گرفت، استقبال کرده ودفاع می کنیم.

استثمارگران امپریالیستی دراتریش وبوسنی یکی اند، یعنی سرمایه اتریشی واتحادیه اروپا که باید دریک انقلاب پرولتاریائی نابود گردنند.

درده سال گذشته بخصوص با شروع بحران عمومی جهانی ازسال2008، خطرجنگ باردیگرافزایش یافته است وعلت آنهم رقابت سخت جهانی بین قدرت های امپریالیستی برای تصرف حوزه های نفوذ جهت دستیابی به مواد اولیه ونیروی کار ارزان می باشد. ازآنجائیکه تکامل اقتصادی قدرت های مختلف بزرگ ناموزون صورت می گیرد، تمامی امپریالیستها را مجبورمی کند همزمان ازحوزه نفوذ خود دفاع نمایند. مثال های مشخص خطرافزایش جنگ، گسترش نفوذ امپریالیسم چین درجنوب وشرق اقیانوس کبیرازجمله علیه امپریالیسم آمریکا است ویا نزاعهای اتحادیه اروپا باروسیه جهت گسترش حوزه های نفوذ نواستعماریش دراکرائین، گرجستان ودیگرجمهوری های سابق شوروی است.

باتوجه به تنزل دایمی نرخ سود ومبارزه حاد امپریالیستها جهت تصرف فضاهای سودآورسرمایه گذاری برای سرمایه های اضافی(وهمزمان کوشش جهت آسیب رسانی به ونابودی رقبا)، دردودهه آینده خطر جنگ های امپریالیستی راافزایش داده است.

جنگ جهانی اول با قیام انقلابی موفقیت آمیزطبقه کارگردرانقلاب اکتبر1917درروسیه پایان یافت وجنگ جهانی دوم هم به برقراری جمهوری های دمکراتیک خلق وحاکمیتهای ضدامپریالیستی درکشورهای شرق اروپا وآسیا ودرادامه آن به یک دسته ازکشورها در آفریقا وآمریکای جنوبی گسترش یافت.

ما کمونیست های انقلابی براین اعتقادیم که جنگها اساسا بردودسته اند که طبعن دو رویکرد متفاوت سیاسی را خواهانند. ازیکطرف جنگ های ناعادلانه امپریالیستی هستند که سرمایه انحصاری می کوشد باتوسل به آنها خلق های بیگانه را به انقیاد خویش درآورد(بعنوان مثال برای بدست آوردن نفت ارزان وموقعیت استراتژیک) وتحت جنگ عادلانه، پیکارهای رهائی بخش ضدامپریالیستی ای که هدف آنهانابودی استثمارگران بیگانه است ویا نبردهای مسلحانه وجنگ داخلی که برای سرنگونی طبقه استثمارگر داخلی صورت می گیرد.

دوجنگ جهانی قرن بیستم(ونیز درجریان جنگ بزرگ آلمان وفرانسه درسال1871 که منجر به برقراری کمون پاریس، اولین حکومت کارگری گردید)، هرباره موجد جنبش های اجتماعی ودگرگونی های سیاسی شده است.

چپ انقلابی می بایست امروز هم با وجودضعف آن دراروپا کوشش نماید که درمقابل جنگ امپریالیستی که هم اکنون نشان های آن قابل مشاهده است، باپیروی ازاین گفته داهیانه مائوتسه دون“ یا انقلاب ازجنگ جلوگیری می نماید ویا اینکه جنگ منجربه انقلاب می شود„، یک جبهه ضدامپریالیستی بنا نموده وآنرا با مبارزه برای انقلاب سوسیالیستی پیوندزند. درغیراین صورت بربریت جنگ های امپریالیستی، آنچه که ما درافغانستان، عراق، سوریه، فلسطین ،اکرائین وآفریقا شاهد آن هستیم ادامه خواهدیافت.                                                                                         وین- 1/8/2014

 

تذکر: این اعلامیه توسط<آلترناتیوبرای ایجادحزب کمونیست انقلابی>Iarkp 2017@yahoo.com تهیه شده است که ترجمه فارسی آن دراختیارجنبش قرارمی گیرد.     یکی از<فعالین چپ دروین> – اتریش

آدرس تماس: Iran Rat: Amerlinghaus,1070 wien,stiftgasse 8               Email: linksaktivist@gmx.at

Vor 100 Jahren begann Österreich den 1. Weltkrieg

DOWNLOAD-100j-1.wk.pdf

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!                           

Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!

10. Juli 2014 (143 npc)                                                                                                    

Der 1. Weltkrieg ist am 28. Juli 1914 nicht „aus­ge­brochen“, sondern er wurde begonnen, und zwar von Österreich. Noch nie sind Krie­ge ein­fach „ausgebrochen“, immer gibt es po­litische Mächte, die an einem Krieg interes­siert sind, ihn vorbereiteten, ihn unter irgend einem Vor­wand oder Anlass anfangen und dann lange vorbereitete Feldzüge durchfüh­ren. Vor je­dem Krieg gibt es eine Zeit der aggressi­ven Poli­tik, der Drohung, der Er­pressung usw., denn „der Krieg ist eine blo­ße Fortsetzung der Politik mit an­deren Mit­teln“, hatschon der Militärtheoretiker Clause­witz im 19. Jahr­hun­dert richtig festgestellt. In Ös­ter­reich herrschte und bestimmte damals wie heute das imperia­lis­tische Finanz­kapi­tal, die großen Ban­ken und Industriekonzerne. Die­se wollten zur Stei­ge­rung ihrer Profite einen Krieg.

 

Vor gut 100 Jahren war Österreich, die österr.-unga­ri­sche Monarchie, ein extrem aggressives imperialisti­sches Land, das fast alle Nachbarvölker unterworfen hatte und weite Teile des Balkans ständig bedrohte. An­ders als heute, war­en die meisten unterworfenen Länder und unterdrückten Völker di­rekt in das Großreich ein­ge­glie­dert. Im Jahr 1908, als das seit 30 Jahren von österrei­chi­schen Truppen besetz­te Bos­nien-Herzego­wina an­nektiert und Österreich gewalt­sam an­ge­schlos­sen wur­de, wäre es beinahe zu einem gro­ßen Krieg in Europa gekommen. Die österreichischen Ge­ne­rale planten da­mals die Besetzung Serbiens, Monte­ne­gros, Al­ba­niens, Mazedoniens und den Vor­stoß bis Salo­ni­ki, um einen Hafen in der Ägäis zu erobern.

Gleichzeitig stieß allerdings der österreichische Impe­ri­a­lis­mus im Inneren auf den immer stärkeren Wider­stand der na­­tionalen Unabhängigkeits­bewegun­gen vor allem der Süd­slawen im „eigenen“ (besetzten) Land. Die damals noch fortschrittliche So­zial­demokratie hatte schon 1907 auf einem Kon­gress beschlossen, „alles aufzubieten…, um ei­nen Krieg zu ver­hindern… Falls der Krieg dennoch aus­brechen soll­te, ist es die Pflicht … mit al­len Kräften dahin zu stre­ben, die durch den Krieg herbei­geführte wirtschaftliche und politische Krise zur Aufrüt­te­lung des Volkes auszu­nutzen und dadurch die Beseitigung der kapitalisti­schen Klassenherrschaft zu beschleu­ni­gen.“

Eine weitere Antikriegsresolution am internationalen So­zi­a­listenkongress in Basel 1912 – mitten während der Bal­kan­kriege – nannte die konkreten Aufgaben der Sozi­al­de­mo­krat/innen in Österreich-Ungarn: „Die sozialistischen Parteien Österreichs, Ungarns, Kroa­ti­ens und Slawoniens, Bosniens und der Herzegowina ha­ben die Pflicht, ihre wir­kungsvolle Aktion gegen ei­nen Angriff der Donaumo­nar­chie auf Serbien mit aller Kraft fortzusetzen. Es ist ihre Auf­gabe, sich wie bisher auch fürderhin dem Plan zu wi­der­setzen, Serbien mit Waffengewalt der Ergebnisse des Kriegs zu berauben, es in eine Kolonie Österreichs zu ver­wandeln und um dynastischer Interessen willen die Völker Österreichs-Ungarns selbst und mit ihnen alle Nationen Europas in die größte Gefahr zu verstricken. Ebenso wer­den die so­zialdemokratischen Parteien Österreich-Un­garns auch in Zukunft darum kämpfen, dass den vom Hau­se Habsburg beherrschten Teilen des südslawi­schen Vol­kes innerhalb der Grenzen der österrei­chi­sch-un­ga­ri­schen Mo­nar­chie selbst das Recht auf de­mo­kratische Selbstregie­rung errungen werde.“ (zit. nach Strobl, Ge­schichte der öst. Arbeiterbewegung, S.59). Dass die Füh­rer der öster­rei­chi­schen Sozial­de­mo­kratie zwei Jahre später schmählichen Ver­rat begingen und offen in chau­vinistische Kriegshetze ein­stimmten, ist ebenso bekannt wie die 1918 daraus fol­gen­de Los­lösung der vom öster­rei­chischen Imperialismus un­ter­drückten Völker.

 

Wenn heute viele bürgerliche Medien in Österreich den Kriegs­treiber Franz Ferdinand bedauern und das ge­glückte At­tentat der Mlada Bosna, einer antikleri­ka­len Befreiungs­be­wegung aus serbischen, kroatischen und moslemischen Bos­nier/innen, verurteilen, stellen sie sich bewusst in die 300-jährige aggressive Tradi­tion des österreichischen Ex­pan­sionismus und Im­pe­ria­lismus seit den Tagen des Prin­zen Eugen.

 

 

Nach einer Serie von Niederlagen im 20. Jahrhundert ist der österreichische Imperialismus seit der Jahr­tau­send­wende 2000 wieder deutlich in der Offensive, vor allem wieder im Osten und Südosten Europas. In ei­nem Dutzend Länder dieser Region ist das öster­reichi­sche Kapital unter den fünf wichtigsten Investoren und in etwa der Hälfte da­von Spitzenreiter in Sachen Ausbeutung fremder Res­sour­cen und Arbeitskräften. Auch militärisch ist es im Rah­men der EU-Besa­tzungs­truppen in Bosnien führend aktiv und stellt nicht zufällig den von der EU aufgezwungenen Gou­ver­neur von Bosnien-Herzegowina.

 

Deshalb stehen wir revolutionären Kommunist/innen Seite an Seite mit den gegen den österreichischen Im­pe­rialismus kämpfenden Völkern der österreichischen Neokolonien am Balkan und in Osteuropa. Wir begrü­ßen Aufstände und Be­we­gungen wie die von Anfang Februar in Tuzla und 30 wei­teren Städten Bosnien-Her­zegowinas gegen die vom ös­ter­reichischen Im­pe­rialismus mitverursachten unerträg­li­chen Lebens­bedingungen der Arbeiter/innen und Volks­mas­sen.

 

Die imperialistischen Ausbeuter in Bosnien und in Öster­reich sind die gleichen, nämlich das österreichische und EU-Kapital. In Österreich wie in den Balkanländern wird es in einer proletarischen Revolution gestürzt werden!

 

I

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klas­senbewusste Arbeiter/innen wenden. Die Texte wer­den auch in der seit 2001 er­scheinenden Zeitung ‚Proletarische Revolu­tion’ ab­ge­druckt. Unser Ziel ist eine Ge­sellschaftsord­nung ohne Klassen, ohne Unter­drückung und Aus­beu­tung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterin­nen und Arbei­ter eine eigene Kampf­partei auf­bauen, die Macht erobern, die Be­sitzer der Pro­duk­tions­mittel enteignen und den Klassen­kampf fortsetzen, bis alle Reste der bürger­lichen Ordnung verschwun­den sind. Wir stellen uns in die Tradi­tion der interna­tiona­len re­volutionär-kommunistischen Be­we­gung, die Mit­te der 1960er Jahre in Auseinan­der­se­tzung mit den Fehlern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Weg­bereiter des büro­kratischen Staats­kapi­talismus in der Sowjet­union eine marxistisch-leni­nistische Generallinie vertei­digt hat und zur Grün­dung neuer kom­munistischer Par­tei­en führte. Wir sind revolutionäre Kom­mu­nis­t/innen und des­halb nicht in der KPÖ organisiert.

 

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n den letzten 10 Jahren, vor allem seit der weltweiten Wirt­schaftskrise ab 2008 ist die Kriegsgefahr wieder deut­lich gestiegen. Grund ist die erbitterte globale Konkurrenz der impe­rialistischen Mächte um Einflusszonen, und damit bil­lige Roh­stoffe und Arbeitskräfte. Die wirtschaftliche Ent­wick­lung der verschiedenen Großmächte verläuft unter­schied­­lich und die aufsteigenden Monopolkapitalisten drän­gen auf Neuverteilung, um ihre Profite auf Kosten der Kon­kur­renten zu erhöhen. Aber gleichzeitig versuchen alle Im­peri­a­lis­ten ihre bisherigen Einflusszonen zu verteidigen. Konkrete Beispiele für die wachsende Kriegsgefahr ist die Ausbreitung des chinesischen Imperialismus in (Süd-)Ost­asien und im Pazifik (v.a. gegen den USA-Imperialismus) oder der Kampf der EU um die Ausdehnung ihrer neo­ko­lo­ni­alen Einflusszone in der Ukraine, in Georgien und ande­ren ehe­ma­ligen „Sowjetrepubliken“. Angesichts der immer wei­ter sinkenden Profitrate und des immer erbitterteren Kam­p­fes der Imperialisten um profitable Anlagesphären für ihr überschüssiges Kapital (bei gleichzeitigem Bestre­ben nach Schädigung und Vernichtung des Konkurrenten) müssen wir im kommenden Jahrzehnt mit neuerlichen welt­­weiten imperialistischen Kriegen rechnen.

 

Aber wie schon die Erfahrungen aus dem 1. Weltkrieg (und 2. Weltkrieg) zeigen, sind die Arbeiter/in­nen und Volks­mas­sen letztlich nur dann hilflose Opfer, wenn sie keine re­vo­lu­tionäre politische Führung hervor­brin­gen und organi­sieren. Ein imperialistischer Krieg ist kein „Schicksal“, son­dern eine bewusste Maßnahme der herr­schenden Klas­sen – der die Arbeiter/innenklasse entge­gentreten kann und muss. Der 1. Weltkrieg endete mit revolutionären Auf­stän­den der Arbeiter/innen und der er­folg­reichen Machter­grei­fung der Arbeiter/innenklasse in der Oktoberrevolution in Russland. Der 2. Weltkrieg ende­te mit der Errichtung einer Rei­he von Volksrepubliken un­ter Herrschaft der Arbei­ter­/in­nen und verbündeten Schich­ten in Osteuropa und Asien – und im Gefolge davon wur­den in weiteren Ländern Af­ri­kas, Lateinamerikas und Asi­ens zeitweilig volks­demo­kra­ti­sche, antiimperialistische Herr­schaftsformen erreicht.

 

Wir revolutionären Kommunist/innen unterscheiden zwi­schen zwei völlig unterschiedlichen Arten von Kriegen, wo­bei die dahinter stehende Politik das Entscheidende ist: Ei­ner­seits gibt es die ungerechten, imperialistischen Krie­ge, bei denen das Monopolkapital versucht, fremde Völker zu unterwerfen (z.B. um billige Ölquellen oder strategische Positionen zu erobern). Unter gerechten Kriegen verstehen wir hingegen antiimperialistische Befreiungskriege gegen frem­de Ausbeuter und revolutionäre bewaffnete Kämpfe und Bürgerkriege für den Sturz der eigenen Ausbeu­ter­klassen im Land. Insbesondere im Zusammenhang mit den bei­den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts (aber auch im Ver­lauf des großen Deutsch-französischen Kriegs von 1871, der zur Er­richtung der ersten Arbeiter/innenmacht in Eu­ropa in der Pa­riser Kommune führte) ist es jedesmal auch zu sozialen Erhebungen und politischen Umstürzen ge­kommen.

 

Die revolutionäre Linke muss auch heute schon – trotz ih­rer aktuellen Schwäche in Europa – daran arbeiten, dem sich abzeichnenden neuen imperialistischen Krieg eine mög­lichst breite antiimperialistische Front entgegen­zustel­len. Dabei versuchen wir als revolutionäre Kommunist/in­nen den Kampf gegen den Krieg mit dem Kampf für die so­zialistische Revolution zu verbinden, entlang der von Mao Zedong entwickelten Leitlinie: „Entweder die Revo­lu­tion verhindert den Krieg oder der Krieg führt zur Re­volution.“ Sonst wird die vor unseren Augen stattfindende Barbarei imperialistischer Kriege wie in Afghanistan, Irak, Syrien, Ukraine, Afrika usw. fortdauern.

 

 

Syrien: Der imperialistische Aufmarsch geht unvermindert weiter

Auch wenn momentan der „drohende US-Militärschlag“, d.h. die Bombardierung Syriens aus der Luft und von der See, und die damit verbundene unmittelbare Kriegsgefahr aus den imperialistischen Medien wieder ziemlich ver­schwun­den ist, hält der Flottenaufmarsch vor und um Syri­en unvermindert an – ebenso wie die Aufrüstung der „Frei­en Syrische Armee“ und diversester sonstiger reaktionärer Kriegsverbrecherbanden durch die westlichen Imperialis­ten und ebenso wie die Aufrüstung des syrischen Regimes durch die russischen Imperialismus (samt der Verlegung rus­sischer Luftwaffen-, Luftabwehr- und Raketentruppen sowie wahrscheinlich Truppen zur Unterstützung von Küs­tenschutz- und Landungsoperationen nach Syrien). Syrien ist nach wie vor ein Kriegsbrandherd erster Ordnung und je dichter die Flottenpräsenz der rivalisierenden Imperialis­ten, je intensiver ihre Manöver und Bewegungen (ein­schließ­lich der Raketenübungen ins offene Meer, auch sei­tens Israels), je größer daher ihre Nervosität wird, desto leichter kann es zu Zusammenstößen und unkontrollier­ba­ren Folgen kommen, selbst wenn diese nicht oder jeden­falls im Moment nicht gewollt sein sollten.

 

Der Flottenaufmarsch im östlichen Mittelmeer ist enorm: Dort kreuzten im September 2013 vier US-Raketen­zer­störer, ausgerüstet mit jeweils 40 Marschflugkörpern, in­zwischen sind es fünf oder sechs. Es gibt auch U-Boot-ge­stützte Raketen, aber deren Standort lässt sich nicht veri­fizieren. Dazu kommt der Flugzeugträger Nimitz, der in­zwi­schen den Suezkanal passiert hat und am 20.Oktober im Mittelmeer eingelangt ist – begleitet vom Raketen­kreu­zer Monterey. Im Arabischen Golf liegen weitere US-Flot­tenverbände, darunter der Flugzeugträger Harry Truman.

 

Die britische Flottenpräsenz ist, da ja dem Cameron-Re­gime eine Beteiligung an einem Syrienkrieg durch das ei­gene Parlament vermasselt wurde, vordergründig nicht auf eine Teilnahme an einem Angriff auf Syrien gerichtet. Al­lerdings fand kürzlich vor der albanischen Küste ein Manö­ver unter Beteiligung von zwei Fregatten, eines Hub­schrau­berträgers und eines Landungsschiffes statt. Und ir­gendwo im Mittelmeer kreuzt ein mit Tomahawk-Raketen bestücktes strategisches U-Boot. Irgendeinen „Beitrag“ wird im Fall des Falles auch der britische Imperialismus leisten.

 

Die Präsenz des lautesten Kriegsschreiers, Frankreich, ist mit der Fregatte Paul Chevalier, von der aus auch Libyen bombardiert wurde, relativ bescheiden. Anscheinend wurde auch keiner der drei Hubschrauberträger in das östliche Mit­telmeergebiet verlegt; wahrscheinlich sind sie in West­afrika und am Horn von Afrika unabkömmlich. Die dort oder da kolportierte „Einsatzfähigkeit binnen 48 Stunden“ des Flugzeugträgers Charles de Gaulle, der nach dem Asi­en- und dann Libyen-Einsatz generalüberholt wurde und entgegen anders lautenden Gerüchten nach wie vor in Tou­lon liegt, ist zwar denkbar, aber bisher nicht offiziell be­stätigt.

Auch Italien hat einen Zerstörer und eine Fregatte in die Re­gion verlegt – angeblich zur Unterstützung und Siche­rung der UNIFIL-Operation im Libanon. Und auch die deut­schen Imperialisten tragen ein bisschen etwas bei, in­dem die Fregatte Mosel (angeblich zur eventuellen Eva­ku­ie­rung deutscher Bürger aus dem Libanon) bereit steht, vor al­lem aber, indem das Spionageschiff Oker, das schon un­ter der rot-grünen Regierung die US-Aggression gegen den Irak unterstützte, den anderen westlichen Imperialisten zu­arbeitet. (Die beiden Schnellboote Wiesel und Frettchen sind offiziell UNIFIL-Verbände, müssen aber eher schau­en, dass sie in (militärisch) bewegter See nicht selbst unter die Räder bzw. Schiffspropeller geraten).

 

Dem westlichen Flottenaufmarsch steht ein noch massive­rer russischer gegenüber. Die russische Marine ist mit mehr als einem Dutzend Kriegsschiffen im Mittelmeer ver­tre­ten. Darunter befinden sich die Landungsschiffe Peres­wet, No­wotscherkassk, Jamal, Alexander Schabalin, Niko­lai Fil­tschenkow, Saratow, Asow und Kaliningrad, der Klei­ne Kreu­zer Admiral Newelskoi, das Amphibienschiff Minsk, der Zerstörer Admiral Penteljew, der Raketen­kreu­zer Mos­kwa (für die NATO ein „Flugzeugträger-Killer“), die Küs­tenschutzschiffe Smetliwy (zugleich das Flagg­schiff der „Sy­rienflotte“) und Jaroslaw Mudry. Das Lan­dungs­boot Nikolai Filtschenkow lief am 25. September in syri­sche Gewässer ein und wurde von zwei syrischen Ra­ke­ten­boo­ten begrüßt. Dazu kommen einige Versorgungs­schif­fe, d.s. der Tanker Petchenga und das Rettungsschiff Krylow. Zum Verband wird zudem bald der aus dem Pazifik in Marsch gesetzte Flugzeugträger Admiral Kusne­zow stoßen. Wei­ters wurde ein U-Boot-Zerstörer der Balti­schen Flotte (Se­we­romorsk?) verlegt und kreuzt vor der syrischen Küste. Ebenso angeblich ein mit Atom­spreng­kö­pfen bestücktes Nu­klear-U-Boot (letzteres beruht aber nur auf US-Berich­ten und wurde von Russland nicht bestätigt).

Es wurden in den letzten Monaten Schiffe der Baltischen, der Pazifik- und der Schwarzmeerflotte ins Mittelmeer ver­legt. Bemerkenswert nicht nur die Zahl, sondern auch die Schiffstypen (Landungsschiffe, Amphibienschiffe (mit schwe­rem gepanzerten Gerät an Bord und Unterstützung durch Kampfhubschrauber), Marineinfanterie… und die ganze Infrastruktur für einen veritablen Krieg). Man sieht, dass sich die russische Flotte nicht nur auf einen See- und Luftkrieg vorbereitet, sondern dass auch ein Aufmarsch im Hinblick auf Kriegshandlungen auf syrischem Boden und an den syrischen Küsten stattfindet. Und es wird sich si­cher nicht bloß um ein riesiges „Manöver mit Realbezug“ handeln.

Auch China ist vor Ort und mit dem Landungsschiff Jing­gangshan (samt 1.000 Marineinfanteristen!) vertreten.

 

Russland hat weiters seine Schwarzmeerflotte ganz in der Nähe. Das russische Raketenschiff Grad Swijaschsk ist im März 2013 vom Stapel gelaufen. Das Schiff ist für Flach­was­ser-Einsätze, z.B. im Kaspischen Meer oder in Küs­tenbereichen, und den Beschuss vom Meer- und Küstenzie­len konzipiert und schwer bewaffnet mit Schiffsartillerie, Marschflugkörpern gegen See- und Küstenziele, Flugab­wehr­raketen und überschweren Maschinengewehren. Die Schwarzmeerflotte übt inzwischen fleißig weiter. Im Sep­tember fand das Marinemanöver „BlackSeaFor“ statt, an dem sich (ein seltsames Teilnehmerspektrum!) alle Schwarz­meer­ Anrainer (Bulgarien, Georgien, Rumänien, Russland, Ukraine und Türkei) beteiligten. Das Manöver stand unter russischem Kommando mit der Komman­do­zen­trale in Varna (Rumänien) und dauerte 13 Tage plus di­verse Hafenaufenthalte.

 

Besorgniserregend dabei – abgesehen von der eigentlichen Kriegsgefahr, die von jeder solchen Flottenkonzentration und -konfrontation ausgeht – auch die Massierung von Atomreaktoren (Schiffsantrieben) und möglicherweise auch Atomwaffen im östlichen Mittelmeer. Ein normaler U-Boot-Reaktor hat eine Leistung von 150 Megawatt mit entsprechend viel Kernbrennstoff, die USS Nimitz hat wie jeder andere US-Flugzeugträger zwei Reaktoren mit je 140 MW Leistung ebenfalls mit entsprechend viel Kernbrenn­stoff. Man kann sich die verheerenden Konsequenzen für den Mittelmeerraum und weit darüber hinaus ausmalen, wenn einer oder mehrere dieser Reaktoren im Zuge von Kampfhandlungen in die Luft gingen.

 

Neben dem Flottenaufmarsch geht auch der Aufmarsch am Boden weiter. Russland liefert(e) an Syrien 130 S-400 Bo­den-Luft-Raketen (Assad hatte sogar die Lieferung von 200 Stück angekündigt) und 10 MiG-29. In Jordanien wer­den 1.200 Mitglieder der „Freien Syrischen Armee“ von US-, UK- und FR-Instruktoren ausgebildet… 4.500 US-Soldaten befinden sich in Jordanien, grenznahe zu Syrien. Die USA verlegten zusätzlich F-16 Jets nach Jordanien, teilweise aus Dubai. Auch zwei weitere Patriot- Batterien werden nach Jordanien verlegt.

 

Seltsamerweise (oder auch gar nicht seltsamer Weise) sind derzeit die Gefahr weiterer imperialistischer Aggressionen gegen Syrien und die der wachsenden Kriegsgefahr wieder ganz aus den Blickfeld verschwunden. Das gilt leider nicht nur für die bourgeoisen Medien, sondern auch für Teile der antiimperialistischen Öffentlichkeit. Selt­sa­mer­weise (oder auch gar nicht seltsamer Weise) flammt die an­tiim­peria­lis­ti­sche Propaganda auf und ebbt sie genauso wie­der ab mit der Konjunktur der Wahrnehmung des Kriegstreibens in den bourgeoisen Medien. Sind diese „be­sorgt“ (vielleicht nur deshalb, weil man selber nur seine Geschäfte in der Re­gion machen will (z.B. im Ölsektor), sich aber nichts darüber hinaus zutraut), sind manche An­ti­imperialisten es auch, sind diese „erleichtert“, sind sie es ebenfalls. Das ist alles in krassem Gegensatz zur Realität. Zudem stößt man seltsamerweise bei vielen Anti­im­pe­ria­lis­ten auf das Phä­no­men, dass nur die US-Kriegsschiffe (und die der anderen „Willigen“) wahrgenommen, die russischen aber ganz über­sehen (oder direkt wegeskamotiert) werden – wie man klarerweise umgekehrt in der westlich-imperia­lis­ti­schen Pro­paganda oft auf das Phänomen stößt, die russi­sche Kriegs­vorbereitung zu überschätzen, dies allerdings haupt­sächlich nur als „harte Propaganda“, während das tat­säch­li­che Ausmaß und die tatsächliche Stärke des russi­schen Auf­marsches in der Region zugleich oft unterschätzt wer­den. Die Blindheit mancher Antiimperialisten in Rich­tung Russland mag man vielleicht damit rechtfertigen, dass die unmittelbare Gefahr des Anzettelns eines Über­falls auf und daher der Entfesselung eines Krieges um Sy­ri­en heute von den USA ausgeht, aber die Gesamt­ein­schä­tzung der Lage in der Region wird so trotzdem komplett falsch. Die Lage der syrischen Arbeiter/innenklasse und des sy­ri­schen Volkes, sei­ne Ausbeutung, Ausplünderung und Un­ter­drü­ckung, die Ab­hängigkeit und Knechtung des Landes von bzw. durch den Imperialismus, die Machtbasis des As­sad-Regimes – das alles, die Wurzeln der Misere, erschöpft sich nicht in den seit drei Jahren anhaltenden Gemetzel und Kriegs­handlungen und auch nicht in der Gefahr noch mas­si­verer militärischer imperialistischer Aggressionen. Es macht ja gerade die Situation in Syrien aus, dass der ur­sprüng­liche Volksaufstand gegen das Assad-Regime und des­sen „Selbst­verteidigung“, zuerst v.a. gegen das eigene Volk, inzwischen mehr gegen die „Rebellen“, inzwischen zu einem untergeordneten Element in der imperialistischen Ri­valität geworden ist. Die Entwicklung geht eindeutig „vom Volks­aufstand zum imperia­listischen Ge­me­tzel“ (PR 54). Nur we­nige selbständige und nicht von diesen oder je­nen Impe­ria­listen abhängige Volks­bewegungen be­ste­hen bzw. haben sich entwickelt – die wichtigste davon ist der­zeit die von Rojava im kurdisch besiedelten Teil Sy­ri­ens. (vgl. Syrien-Artikel in Proletarische Revolution Nr. 54)

 

Stoppen wir die imperialistische Aggression gegen Syrien!

Keine Unterstützung für das Assad-Regime!

Keine Unterstützung der reaktionären Oppositions­truppen!

Das syrische Volk muss seine Zukunft in die eigenen Hände nehmen!

Für Volksdemokratie und Sozialismus!

 

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Spenden für das selbstverwaltete Rojava an:

Heyva Sor a Kurdistane, Schäferstr.4 53859 Niederkassel, Deutschland, Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18-24,

IBAN: DE49 370 502 990 004 010 481, BIC/SWIFT: COKSDE33, Zweck: ICOR-ROJAVA

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IARKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, ia.rkp2017@yahoo.com

iarkp.wordpress.com

Proletarische Revolution

Revolutionär-kommunistische Zeitung in Österreich

prolrevol.wordpress.com

ILPS: Ablehnung und Widerstand gegen den US-Plan zur Bombardierung Syriens, der einen offenen Aggressionskrieg bedeutet

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Wir, das Internationale Koordinationskomitee der Internationalen Liga der Volkskämpfe (ILPS), rufen die gesamte ILPS, die weltweiten Regionalkomitees, die nationalen Abteilungen und die Mitgliedsorganisationen auf, alle möglichen und notwendigen Aktivitäten zu setzen um den Plan der USA zur Bombardierung Syriens und zu einem unverschämten Aggressionskrieg gegen Syrien und das syrische Volk zu verhindern.

Dieser Aufruf erfolgt in Übereinstimmung mit der ILPS-Erklärung vom 12. Mai 2013 unter dem Titel: “Die ILPS betont ihre Unterstützung des syrischen Volkes und verurteilt die Intervention durch USA, NATO, Israel und andere“. In dieser Erklärung betonten wir: „Wegen der Unfähigkeit ihrer Söldner haben die USA praktisch eine Eskalation der Intervention von USA-NATO und Israel unter der falschen Anschuldigung angekündigt, dass Syrien chemische Massenvernichtungswaffen benutze.“

Seit dem 5. Mai sind Beweise aufgetaucht, dass die von den USA-Imperialisten bezahlten Söldner selbst chemische Waffen eingesetzt haben. Überlebende Opfer haben diese Tatsache bestätigt. Aber die USA und die sogenannte Freie Syrische Armee haben weiterhin Operationen unter falscher Flagge mit dem Einsatz chemischer Waffen betrieben, um eine Bombardierung Syriens durch USA-NATO zu rechtfertigen und eine willkürliche Aggression der imperialistischen Mächte zu beginnen.

In der neuesten Erklärung sagt US-Präsident Obama, dass die USA angeblich „Beweise sichergestellt haben“ und bereit sind, einen Militärangriff auf Syrien zu starten. Mit dieser Erklärung und Aktionen sind die USA wild entschlossen, einen Aggressionskrieg gegen Syrien im Interesse der US-Kriegsindustrie und Ölfirmen zu führen – trotz der Opposition durch die Völker der Welt.

Die USA und ihre imperialistischen Verbündeten sind große Lügner, wenn sie behaupten, Zivilisten zu schützen und „humanitäre Interventionen“ durchzuführen, wenn sie eine brutale Militärintervention und einen Angriffskrieg starten und dabei weit mehr Menschen töten und weit mehr soziale Infrastruktur zerstören als es ihre Söldner können. Die syrische Regierung ist dabei, den Bürgerkrieg zu gewinnen. Und die USA fabrizieren Gründe für eine Aggression, um ihren Marionetten zu helfen, die sich auf dem Weg der Niederlage befinden. Daher verletzen die USA offen die UNO-Charta und das internationale Recht.

Die USA sind arge Heuchler, wenn sie Syrien vorwerfen, chemische Waffen einzusetzen. Die USA sind es, die in ihren Aggressionskriegen am meisten chemische Waffen einsetzen. Sei verwenden Napalm, weißen Phosphor  und andere Bomben, Artilleriegeschoße und Bomben, die mit abgereichertem Uran ummantelt sind und Entlaubungsmittel wie Agent Orange. Bis jetzt haben sich die USA nicht bei Vietnam und der Menschheit dafür entschuldigt, dass sie extensiv und intensiv Agent Orange eingesetzt haben, was heute noch immer zu weiteren Opfern im vietnamesischen Volk führt.

Die gesamte ILPS, ihre weltweiten Regionalkomitees, die nationalen Abteilungen und Mitgliedsorganisationen müssen sich an einer Einheitsfront gegen Imperialismus  beteiligen und sich mit allen anderen möglichen Kräften koordinieren, um ihre Stärke maximal auszunützen und Millionen von Menschen aufzurütteln, zu organisieren und zu mobilisieren. Die Volksmassen in jedem Land und auf der ganzen Welt müssen sich zusammenschließen und gegen jede Militärintervention und jeden Aggressionskrieg aktiv werden, den die USA und ihre imperialistischen Verbündeten planen und ausführen.

30. August 2013

Prof. Jose Maria Sison, Vorsitzender der Internationalen Liga der Volkskämpfe (ILPS)

www.ilps.info (eigene Übersetzung von IA*RKP – Österreich)

OCML-VP: Französischer Imperialismus – Hände weg von Syrien!

OCML VP verurteilt die Kriegstreiberei und die Interventionen in Syrien und ruft dazu auf, sich dem mit allen Mitteln entgegenzustellen.

Trotz der Rechtfertigungen und „humanitären“ Vorwände sind die imperialistischen Interventionen in Syrien in keiner Weise getrieben von der Verteidigung der Freiheit der Syrer gegen ihr unterdrückerisches und ausbeuterisches Regime, dessen Führer Frankreich im Juli 2008 mit großem Pomp empfangen hat. Die westlichen Imperialisten nehmen den Einsatz des Giftgases Sarin zum Vorwand der Legitimierung ihrer Intervention. Aber die Hunderten Toten der Attacke in den Straßen von Damaskus am 21. August sind nicht mehr und nicht weniger akzeptabel als die Zehntausenden Toten, die bisher Opfer von Bombardements mit konventionellen Waffen wurden. Es ist dies nur ein heuchlerischer Vorwand, der die Motive der Intervention nicht kaschieren kann. Worum es geht, ist, wer die Länder des Nahen Ostens in Zukunft kontrolliert, eines der wichtigsten Erdölgebiete der Erde. Das syrische Regime stürzen heißt, das iranische Regime zu isolieren, um es zu neutralisieren. Die iranische Bourgeoisie rüstet sich gerade mit Atomwaffen aus, um das regionale Kräfteverhältnis, das auf der Aufrüstung Israels, speziell der atomaren, beruht, zu kippen.

Der Kampf des syrischen Volks, das sich im Frühjahr 2011 gegen seine Unterdrücker erhob, wurde seit Sommer 2011 durch die arabische Reaktion, die Zionisten und die westlichen Imperialisten instrumentalisiert, die ihn ausnutzen wollten, um das Assad-Regime mit möglichst geringem Aufwand zu stürzen. Mit möglichst geringem Aufwand für sich selbst, während das syrische Volk, in einen Konflikt getrieben, der seiner Kontrolle entglitt, mit seinem Blut, mit Elend und Opfern dafür bezahlte.

Das syrische Volk, wie auch das palästinensische und libanesische Volk, sind Opfer eines Konflikts zwischen zwei reaktionären und imperialistischen Allianzen. Derjenigen der westlichen Imperialisten, der Türkei, Israels, Qatars und Saudiarabiens, in welchen man schwerlich Verteidiger von Demokratie und dem Recht der Völker sehen kann, und auf der anderen Seite einer Koalition des imperialistischen Russland, der reaktionären Mullahs des Iran und ihrer regionalen Verbündeten, welche Assad unterstützen.

Der französische Imperialismus spielt seit mehr als einem Jahr den Kriegstreiber und glaubte, wie die anderen Imperialisten, das Assad-Regime stürzen zu können, indem man militärisch, finanziell und politisch die „Freie Syrische Armee“ und andere bewaffnete Gruppen unterstützt, ohne selbst direkt einzugreifen. Sie sind gescheitert. Das Regime fiel nicht und weicht nicht gegenüber den verbalen Sanktionsdrohungen, auf Basis einer gewissen inneren Unterstützung und der militärischen und politischen Hilfe Russlands, des Iran und deren Verbündeter.

Trotz ihrer Interventionsdrohungen zögern die westlichen Imperialisten mit einer direkten Militäraktion, aus Angst vor deren politischen Kosten wie auch vor dem Risiko der Destabilisierung der Region, die der Sturz des Regimes mit sich brächte, eine Erfahrung, die sie in Libyen machten. Aber trotz dieser Ängste haben sie eine Logik der Aggression in Bewegung gesetzt, die ihnen entgleitet. Es sind ihre regionalen Interessen bedroht, vor allem die der USA, aber auch – in geringerem Maß – die Frankreichs, aber darüber hinaus geht es ihnen darum, ihre Rolle als imperialistische Hauptmächte zu erhalten, als Mächte, die von den Konkurrenten gefürchtet und respektiert werden. Wenn Assad nicht weicht, wird die Intervention, trotz aller Risken, die sie mit sich bringt, unvermeidlich. Eine Kapitulation vor dem syrischen Regime und dessen imperialistischen Verbündeten wäre ein Geständnis der eigenen Schwäche und würde ihre russischen und chinesischen Konkurrenten ermutigen. Und das ist für sie ein viel größeres Risiko.

Der Imperialismus führt zum Krieg wie das Gewitter zum Blitz. Wir als Kommunisten in einem imperialistischen Land wie Frankreich kämpfen für dessen Niederlage in seinen kriegerischen Unternehmungen.

Wir als internationalistische Kommunisten arbeiten mit den Völkern der Welt und ihren revolutionären Organisationen zusammen für den Sturz der Imperialisten und ihrer bourgeoisen und reaktionären Knechte aller Länder. Unser revolutionärer Defaitismus bedeutet keinerlei Unterstützung des syrischen Regimes.

– Gegen jede französische und westliche imperialistische Intervention in Syrien, sei es direkt oder indirekt!

– Entlarven wir die lügnerischen Vorwände unserer Bourgeoisie!

– Nieder mit dem „nationalen Schulterschluss“ zwischen Sozialdemokratie und der UMP in ihrer Kriegstreiberei und für den französischen Imperialismus!

– Internationalistische Solidarität mit den Völkern in ihrem Kampf zum Sturz der Imperialisten, ob westlich oder nicht, und ihrer Verbündeten!

 

[Erklärung der Organisation Communiste Marxiste-léniniste – Voie prolétarienne vom 29.8.2013]