Archiv der Kategorie: Bewaffneter Kampf

Solidarität mit den politisch Verfolgten in Indien! – Solidarität mit den weltweiten Klassenkämpfen!

saibaba

Im März 2017 zeigte die ultrareaktionäre Marionettenjusitz des alten indischen Staates einmal mehr ihre repressive Haltung gegen jene, die sich aus der Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen heraus organisieren.

Durch ein Gericht in Gadchiroli (Bundesstaat Maharashtra) wurden der Universitätsprofessor für englische Literatur GN Saibaba, der Journalist Prashant Rahi, der Student Hem Mishra, sowie Pandu Narote und Mahesh Tirki unter dem Unlawful Activities Prevention Act (UAPA) als angebliche Mitglieder der den Volkskrieg führenden Kommunistischen Partei Indiens (maoistisch) zu lebenslanger Haft, Vijay Tirki zu 10 Jahren verurteilt. – Ein reiner Gesinnungsprozess, denn die Urteilsbegründung richtet sich ausschließlich gegen das Programm der KPI(m) ohne etwa dem Hauptangeklagten GN Saibaba etwas Konkretes vorwerfen zu können. Ja, sie widerspricht teilweise sogar dem indischen Recht. So kam im Prozess auf, dass die Polizei bei den illegalen Hausdurchsuchungen bei Saibaba Festplatten beschlagnahmte, diese aber nicht als Beweismittel versiegelt hatte. Das heißt ‚belastende‘ Daten konnten durch den Staatsapparat auch nachträglich beliebig hinzugefügt werden.

Dennoch behauptet das indische Regime im Urteil, von dem an den Rollstuhl gefesselten schwerstbehinderten Saibaba sollen staatsgefährdende Handlungen ausgehen! Ursprünglich wurde Saibaba schon im Mai 2014 verhaftet.  Er saß schon 14 Monate im Nagpur Zentralgefängnis unter menschenverachtenden Bedingungen und musste mehrmals wegen seiner gesundheitlichen Probleme auf freien Fuß gesetzt werden, da sich sein Zustand in der Haft mehr und mehr verschlechterte. Einige seiner Mitangeklagten wurden vor dem Prozess auch gefoltert. GN Saibaba war Mitglied in der im Bundesstaat Maharastra legalen revolutionär-demokratischen Front und setzt sich seit 35 Jahren für die Rechte von ArbeiterInnen, Indigenen und anderen in der indischen Gesellschaft Unterdrückten und Ausgebeuteten ein. Weiters sprach er sich gegen die Repression gegen die KPI (m) sowie die Operation Green Hunt aus. Diese ist nämlich entgegen, wie es die indischen Kompradoren gerne glauben machen wollen, keineswegs ‚nur‘ gegen die maoistischen KämpferInnen gerichtet. Nein sie richtet sich in rassistischer Weise auch gegen jene nationalen Minderheiten, wie die Adivasis welche sich gerechtfertigterweise gegen Vertreibung und die Zerstörung ihrer Heimat durch imperialistische Konzerne und der Kompradorenbourgeoisie zur Wehr setzen. Dieses Jahr geht der Widerstand der Naxalbari in sein 50. Jahr und auch wenn der indische Volkskrieg im letzten Jahr schwere Rückschläge einstecken musste, so ist doch sein Weiterbestehen ein Symbol des Befreiungskampfes für alle Ausgebeuteten und Unterdrückten in der Welt.

Deshalb möchten wir auch auf den inhaftierten Genossen Ajith aufmerksam machen, welcher trotz Herzbeschwerden seit zwei Jahren im Hochsicherheitsgefängnis in Pune sitzt. Auch sein Beispiel zeigt wie verbrecherisch der indische Staat durch den UAPA Menschen physisch vernichten möchte, denn Ajith hatte seinen ersten Auftritt vor einem Richter erst 15 Monate nach seiner Verhaftung, und auch ihm wird die medizinische Behandlung verwehrt! Ajith leistete eine herausreichende theoretische Arbeit im Magazin ‚A world to win‘ und gegen den Avakian-Revisionismus.

Zwar hat sich zum Zweck der Freilassung von Genossen Ajith eine demokratische Initiative gebildet, welche neben Parteien und Organisationen auch von bekannten Intellektuellen, wie etwa Noam Chomsky getragen wird. Eine Massenwirkung konnte diese Bewegung aber leider noch nicht entfalten. Auch in Österreich gab es einige Kundgebungen u.a. auch der IA*RKP, allerdings leider ohne die Vernetzung der verschiedenen Gruppen.

Aber die zuvor genannten Personen sind keinesfalls die einzigen vom faschistoiden Modi-Regime Verfolgten. – Sie gehen in die Hunderttausende und wir können hier leider nicht über jeden berichten. Von besonderer Aktualität ist aber das Verfahren gegen 117 GewerkschaftlerInnen von Maruti Suzuki India in Manesar. Darunter 13 unter Mordanklage. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe reichen auf den Streik im Juli 2012 zurück, bei dem ein Feuer ausbrach und ein Manager getötet wurde. Hierbei ist die Schuld allein beim Management zu suchen ist welches sich durch Lohndrückerei und schikanierende Vorarbeiter dem Zorn der Massen aussetzte, nicht aber bei fortschrittlichen AktivistInnen. Gerade die Klassenkämpfe in Indien und anderen unterdrücken Ländern, weisen einen hohen Grad an klassenkämpferischem Bewusstsein im Industrieproletariat auf, welches imperialistischen Konzernen wie Suzuki ein Dorn im Auge ist. Allein 2015 und 2016 fanden in Indien zwei Generalstreiks mit jeweils 150 bzw. 180 Millionen Beteiligten gegen die Regierung statt. Dass die österreichische ArbeiterInnenbürokratie des ÖGB kein Interesse hat, Arbeitskämpfe in jenen Ländern zu thematisieren oder sinnvolle Solidaritätsaktionen durchzuführen, sollte niemanden verwundern. So besteht doch die Gefahr, dass der sozialpartnerschaftliche ‚Klassenfriede‘, der ohnehin nicht mehr ist als der Stiefel im Genick des Arbeiter/der Arbeiterin, ins Wanken geraten könnte.

Wir fordern die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen in Indien, sind uns aber bewusst, dass dies wohl nur mit der Befreiung Indiens vom imperialistischen Joch und Zerschlagung des indischen Staates gelingen wird.

saibaba-rollstuhl

Der schwerstbehinderte GN Saibaba benötigt dringend operative Behandlungen, welche ihm das Modi-Regime nicht gewährt

IA*RKP (Initiative für den Aufbau einer Revolutionär-Kommunistischen Partei)

März 2017

ia.rkp2017@yahoo.com

iarkp.wordpress.com

Stiftgasse 8,

1030 Wien

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12. Februar 1934

 fb602-12feb.doc    fb602-12feb.pdf

IARKP

Revolutionäre

Kommunist/innen

Die Wahrheit verpflichtet euch zuzugeben, dass die österreichische Sozialdemokratie

heute politisch bankrott ist.

(Georgi Dimitroff: Brief an die österreichischen Arbeiter, März 1934)

Am 12. Februar 1934 standen zehntausende österreichische Arbeiter/innen gegen die bür­ger­liche Staats­macht auf, um die ständigen poli­tischen und wirtschaftlichen Verschlechte­rungen zu stoppen. Die am meis­ten entschlos­senen und klassenbewussten von ihnen griffen zu den Waf­fen und widersetzten sich den Angriffen der Poli­zei, des Militärs und der faschistischen Heim­­wehrtruppen. Drei Tage lang kämpften sie mu­tig in Wien und meh­re­ren Industriestädten von Niederösterreich, Stei­ermark, Ober­öster­reich, Salz­burg und Ti­rol. Doch wegen Zersplit­te­­rung, mangelnder Un­ter­stützung und vor allem dem kompletten Fehlen einer zentralen revolu­tio­nären Leitung der Kämpfe konnte die fa­schis­tische Reaktion siegen und eine austro­faschisti­sche Ge­walt­herr­schaft errichten, die den Nazis den Weg eb­nete. Trotzdem war es die erste be­waff­nete Er­hebung gegen den Faschismus in Eu­ropa vor dem Spanischen Bürgerkrieg und den Par­­ti­sa­n/innenkämpfen gegen den Nazi­faschis­mus.

Der faschistische Putsch in Österreich kam nicht überraschend, denn bevor die Sozialdemokratische Par­tei und sämtliche ihrer Unterorganisationen im Februar 1934 verboten wurden, waren schon 1933 die (da­mals noch revolutionäre) KPÖ, der Repu­bli­kanische Schutzbund und weitere Arbei­ter/in­nen­organisationen von der rechtskonserva­ti­ven Re­gierung verboten worden.

Auch die in Wien allein-regierenden Sozial­demo­kraten hatten am 15.Juli 1927 ihre Polizei in de­mons­trierende Arbeiter/innen schießen und mit Säbel­attacken niedermetzeln lassen – mit fast 100 To­ten und über 1000 Verletzten wurde die bür­ger­li­che Unterdrückerordnung wieder herge­stellt.

1930 verkündete der rechte Flügel der heutigen ÖVP (die damalige „Heimwehr“) einen „Marsch auf Wien“ und schworen im Korneu­burger Eid die Beseitigung des „westlichen demokratischen Par­la­­men­tarismus und Parteienstaats“. Damit ging eine Welle der faschis­tischen Morde an klassen­bewussten Arbeiter/innen los, 1933 wurde u.a. ein Massenstreik der Eisenbahner/innen staatlich nie­der­ge­schla­gen und im Jänner 1934 ein allgemeines Versammlungsverbot von der damaligen christ­lich­sozialen (heute ÖVP) Regierung Dollfuß-Schuschnigg erlassen. Die Polizei führte ständige Hausdurchsuchungen in Versammlungsräumen und Wohnungen der bereits verbotenen re­vo­lu­tio­nä­ren und kommunistischen Organisationen, aber auch in Parteilokalen der SP durch – bis sich Linzer Schutzbündler am 12.2. bewaffnet wehrten und die Wiener E-Werker/innen den Strom ab­dreh­ten, das Zeichen zum Generalstreik für den Sturz der Regierung.

In einem ausführlichen „Brief an die öster­rei­chi­schen Arbei­ter“ nennt Ge­­or­gi Dimi­troff, der da­ma­­li­ge Vor­si­tzen­de der Kom­­munisti­schen Inter­na­tio­­nale, die wich­tigsten Grün­de für die Nieder­la­ge im Kampf ge­­gen die Fa­schi­­sierung des österrei­chi­­schen Staa­tes, insbe­son­de­­re die Desorie­ntierung des Kampfs der Arbei­ter/in­nen durch die dominie­rende Sozial­demo­kra­tie, das ständige Zurückwei­chen vor den Angriffen der Reaktion, das man­gelnde Vertrauen in die Kraft der Massen­mobi­li­sie­rung vor dem 12.2. und die defensive Aus­rich­tung des bewaffneten Auf­stands ohne klare politi­sche Ziele.

Wenn wir die heutige Situation in Österreich und EUropa mit der damaligen vergleichen, sind wir meilen­weit davon entfernt, dass sich hier Tau­sende revolu­tio­när oder auch nur anti­faschistisch ge­sinnte Ar­bei­ter/innen be­waffnet ge­gen die seit Jahr­zehnten an­dauernden po­litischen und wirt­schaft­lichen Ver­schlech­te­rungen erhe­ben. In Frank­­reich wird der mo­na­telange „Ausnahme­zu­stand“ samt Versamm­lungs­verbot, Bespitzelung und Polizeiterror ohne richterliche Verfügung gerade zum Normal­zu­stand; in Polen werden und in Ungarn wurden grund­legende demokratische Rechte per Gese­tzes­änderung abgeschafft; in Ös­ter­reich werden z.B. die Polizeibefugnisse immer weiter ausgedehnt (Bespitzelung durch immer genau­ere Geräte, Datenspeicherung, V-Leute…), die Inlandsge­heim­dienste (Staatsschutz) zusam­men­gelegt, alle Reise­bewegungen immer genauer überwacht und eingeschränkt, die Polizei mit Mili­tär­waffen aufgerüstet und das Militär für Inlands­einsätze herangezogen.

Seit Jahrzehnten, insbesondere aber seit Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008, werden die Lebens­bedin­gun­gen von durchschnittlichen Arbeiter/in­nen und kleinen Angestellten immer weiter ge­senkt. Die Situation der ärmsten 10-20% hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert – Mindest­einkom­mens­bezieher/innen können sich und ihren Kindern schon lange keine ausreichende Versorgung mehr sichern.

Gründe für entschlossene Massenaktionen von Arbeiter/innen, Werktätigen und Erwerbslosen gäbe es ge­nug. Aber die allgemeine Ratlosigkeit wird derzeit bei uns nur in kleinen und politisch bisher unbe­deu­tenden Gruppen zu überwinden versucht. Nur wenige erkennen bewusst, dass wir in einer Klassenge­sell­schaft leben, wo die immer weiter gesteigerte Ausbeutung der Arbei­ter/in­nen­klasse durch den bürger­lichen Staat gesichert wird und zu immer größerem Reichtum und Kapital­anhäu­fung einer immer kleine­ren Klasse von Aktien­besitzern und anderen Kapitalisten führt.

Aber an der mittelfristig immer weiter sinkenden Wahlbeteiligung zeigt sich, dass große Teile der Arbei­ter/innenklasse vor allem die jüngeren, jedes Vertrauen in die Parlamentsparteien verloren haben, die den Arbeiter/innen und Volksmassen vorher alle möglichen Versprechungen machen, aber nachher die Politik der Banken und Konzerne umsetzen – krassestes Beispiel derzeit Grie­chen­land…

Bloßer Widerstand führt mittelfristig in die sichere Niederlage, wenn es nicht den entschlossensten Ele­men­ten gelingt, eine Bewegung in die Offen­sive, zum Angriff zu führen, breite Massen in den Kampf zu ziehen, bevor die Kräfte er­matten. Der bürgerliche Staatsapparat ist mit seinen Mög­lichkeiten der Mas­sen­beeinflussung, den geschul­ten Aufsehern und Ordnern und bewaffneten Verbänden ein gefährlicher Gegner. Aber er dient im Kern nur einer sehr kleinen Klasse von kapi­talistischen Ausbeutern, deren Inter­essen die gan­ze staatliche Politik und alle traditionellen Parteien untergeordnet sind. Seine Schwäche be­steht vor allem darin, dass die gesamte Triebkraft die stän­di­ge Jagd nach Maximalprofit ist. Gerade in Kri­sen­­zeiten, wo die Profitaussichten schwächeln, kön­nen von den Herrschenden nur sehr beschränkt Zugeständnisse an die Ausgebeuteten und Unter­drückten gemacht werden, ohne die „Wettbe­werbs­­fähig­keit“ am Weltmarkt zu verlieren. Sie müs­sen bei fallenden Profitraten die Angriffe auf die Arbeiter/innen­klasse, d.h. die große Mehrheit der Volksmassen in Österreich immer noch ärger schikanieren: Bei der Arbeitshetze, Reallohnsen­kungen, Arbeitszeitverlängerung (pro Tag, Woche und Lebensarbeitszeit), Kür­zung der Sozial­versor­gung, Verschlechterung der öffentlichen Bildung und Krankenversorgung usw.

Wir Revolutionären Kommunist/innen versuchen im Kampf gegen die ständigen Verschlech­terun­gen immer mehr Betroffene einzubeziehen und gleichzeitig die bewusstesten Teile von der un­be­dingten Notwendigkeit einer offensiven politi­schen Orientierung zu überzeugen. Für uns ist das nächste Ziel die Umwälzung aller bestehenden Verhältnisse in einer proletarischen Revolution un­ter Beteiligung großer Teile der Arbeiter/in­nen­klasse, um in einer sozialistischen Gesellschaft das kapitalistische Prinzip der Warenbeziehungen und Ausbeutung des Menschen durch den Men­schen überhaupt zu beseitigen.

—–

Wir verbreiten seit 1995 Flugblätter, mit denen wir uns vor allem an klas­senbewusste Arbeiter/innen wenden. Die Texte wer­den auch in der seit 2001 er­scheinenden Zeitung ‚Proletarische Revolu­tion’ ab­ge­druckt. Unser Ziel ist eine Ge­sellschaftsord­nung oh­ne Klassen, ohne Unter­drückung und Aus­beu­tung. Dazu muss die Klasse der Arbeiterin­nen und Arbei­ter eine eigene Kampf­partei auf­­bauen, die Macht erobern, die Be­sitzer der Pro­duk­tions­mittel ent­eignen und den Klassen­kampf fortsetzen, bis alle Reste der bür­ger­­lichen Ordnung verschwun­den sind. Wir stellen uns in die Tra­di­tion der interna­tiona­len re­volutionär-kommunistischen Bewe­gung, die Mit­te der 1960er Jahre in Auseinan­der­se­tzung mit den Feh­lern der KPdSU und in scharfem Kampf gegen die Weg­bereiter des büro­kratischen Staats­kapi­talismus in der Sowjet­union eine mar­xis­tisch-leni­nistische Generallinie vertei­digt hat und zur Grün­dung neuer kommunistischer Par­tei­en führte. Wir sind revolutio­nä­re Kommunis­t/innen und des­halb nicht in der KPÖ orga­ni­siert.

IARKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, ia.rkp2017@yahoo.com

iarkp.wordpress.com

Proletarische Revolution

Revolutionär-kommunistische Zeitung in Österreich

prolrevol.wordpress.com

KOMAK-ML

Kommunistische Aktion – marxistisch-leninistisch

komakml@gmail.com

alle: Stiftgasse 8, A-1070 Wien,

(Februar 2015)

9. November 1938: Novemberpogromnacht

Arbeiter/innen aller Länder, vereinigt euch!
Arbeiter/innen aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!
9. November 2014 (143 npc)

FB11-novemberpogrom.doc  FB11-novemberpogrom.pdf

Am 9. November 1938 und in den folgenden Tagen wurden etwa 400 Men­schen er­mordet und ca. 30.000 in Konzentrationslager verschleppt. Zahlreiche Sy­na­go­gen und jüdische Friedhöfe wurden verwüstet, Geschäfte und Wohnungen ge­plün­dert und zerstört…

Die faschistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 stellen einen Einschnitt in der Geschichte Österreichs und Deutschlands dar: Jahrhundertelang war es in der ös­ter­reichischen Gesellschaft üblich, die Menschen jüdischen Glaubens auszu­gren­zen, zu diskriminieren, zu hassen und in Notzeiten als Sündenböcke zu ver­fol­gen und zu ermorden. Ab November 1938 ging es dem Hitler-Faschismus aber um die systematische, staatlich organisierte Verfolgung, die in der planmäßigen und in­dustriellen Vernichtung eines Großteils der europäischen Jüdinnen und Juden im ge­samten Machtbereich des NS-Staates während des Zweiten Welt­kriegs mün­de­te.

Die November­pogro­me waren nicht Ausdruck eines „spontanen Volkszorns“ als an­geb­liche Reaktion auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden. Vielmehr wa­ren die Pogrome staatlicherseits vorbereitet und geplant und es wurde das Ziel ver­folgt, die Enteignung jüdischen Eigentums (sogenannte „Ari­sierungen“) zu beschleunigen um dadurch den Kriegskurs des deutschen Imperialismus zu be­günstigen.

Die weit verbreitete gängige Geschichtsschreibung, dass es in Wahrheit keinen jü­dischen Widerstand gegeben hätte, dass sich „die Juden“ vielmehr „wie die Scha­fe zur Schlachtbank“ ins KZ haben abtransportieren lassen, setzt die rassistische Geschichtsschreibung der herrschenden Klasse fort, fügt sich ins antisemitische Weltbild und verbirgt kaum den immer noch bestehenden Antisemitismus – die Juden seien eigentlich selbst Schuld an ihrer Vernichtung.

Neben unsrer Trauer für die Opfer und unserer Wut auf die herrschenden Verhält­nisse, die immer noch grundlegend die selben, kapitalistischen sind, die den Nazi-Faschismus hervorgebracht haben, erinnern und gedenken wir anlässlich des 9. No­vembers der Heldinnen und Helden des antifaschistischen Widerstands­kampfes:

Der großen Zahl jüdischer antifaschistische Kämpfer/innen im spanischen Bür­ger­krieg, wenig später in den Ghettos, im Untergrund, den faschistischen Konzentra­tions­lagern. Jener, die die Kraft besaßen, im „Deutschen Reich“ organisierten und bewaffneten Widerstand zu leisten, als „Stadtguerillas“, als Partisan/innen und als Soldat/innen der Roten Armee.

Der Aufstand im Warschauer Ghetto von 1943 ist relativ bekannt. In mehr als 100 Ghettos in Polen, Litauen, Weißrussland und der Ukraine entstanden Untergrund­organisationen, die den bewaffneten Aufstand zum Ziel hatten. Und es gab Revol­ten in Ghettos wie Bialystok oder Wilna. Auch in den Konzentrationslagern wur­den bewaffnete Aufstände organisiert, vor allem in den Vernichtungslagern Sobi­bor, Treblinka und Auschwitz-Birkenau. Ein Element jüdischen Widerstands war z.B. auch, dass in zahlreichen Ghettos Schulen und Theater gegründet, Konzerte or­ganisiert, Untergrundzeitungen und Flugblätter, Wandzeitungen usw. gedruckt wur­den. Viele jüdische Menschen oder Gruppen verweigerten den Nazis den Ge­hor­sam. Der Kampf ums Überleben, das Schmuggeln von Lebensmitteln, Klei­dung und Medikamenten in die Ghettos und Lager gehörte ebenfalls zum Wider­stand.

Der mutige Kampf der jüdischen Bevölkerung in den Jahren des Nazi-Faschismus ist Teil des Kampfes gegen die herrschende Klasse und ihre Unterdrückerpolitik.

Gegen die Verbrechen der herrschenden Klasse unseren Kampf organisieren!

 

Buch­empfehlungen:

Marek Edelmann: Das Ghetto kämpft: Warschau 1941-43 (Harald Kater Ver­lag, Berlin 1993)

Autorenkollektiv: Über den Wider­stand in den KZs und Vernichtungslagern des Nazifaschismus (Verlag Olga Bena­rio und Herbert Baum, Offenbach 1998)

Franziska Bruder: Hunderte solcher Helden. Sobibor (Unrast-Verlag, Hamburg 2013)

Jules Schelvis: Sobibor (Unrast-Verlag, Hamburg 2003)

Grüße an die Neue Volksarmee der Philippinen zum 45. Jahrestag des Beginns des Volkskriegs

Liebe Genoss/innen!

Wir freuen uns mit euch, in Wien, Österreich den 45. Jahrestag eures Beginns des Volkskriegs in den Philippinen zu feiern und senden euch die besten Wünsche für unseren gemeinsamen Kampf zum Sturz des Imperialismus und für das weitere Ziel des Sozialismus unter der Diktatur des Weltproletariats.

Als eure Partei, die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP), die im Kampf gegen den Modernen Revisionismus und das Liquidatorentum neu gegründet wurde, beschloss, bewaffnete Aktionen als Beginn eines langdauernden Volkskriegs durchzuführen, dachte niemand von uns, dass so ein langer Weg weiter und immer weiter gegangen werden muss. In allen diesen Jahrzehnten waren die CPP, die Neue Volksarmee (NPA), die Neudemokratische Front der Philippinen (NDFP) und euer Kampf gegen Imperialisten aller Art und für die neudemokratische Revolution in eurem Land ein Leuchtturm für viele Revolutionär/innen auf der ganzen Welt, um ihren Kampf fortzusetzen.

Wie ihr genau wisst ist die revolutionäre kommunistische Bewegung derzeit in einem schlechten Zustand – insbesondere in den imperialistischen Ländern einschließlich Österreich. Die objektiven Bedingungen für eine sozialistische Revolution reifen in vielen bzw. den meisten kapitalistischen Ländern immer weiter heran, aber der subjektive Faktor bleibt weit zurück. Wir wissen, dass wir die gegenwärtige Klassenkampf-Situation in unserem Land nicht durch Voluntarismus verändern können, und dass der Aufbau einer neuen revolutionären kommunistischen Partei in Österreich zum Teil von Faktoren abhängt, die sich jenseits unser Kontrolle befinden. Aber wir sind uns ebenso der Tatsache bewusst, dass die Aufgabe der revolutionären Kommunist/innen darin besteht, den subjektiven Faktor allmählich zu verändern und sich dabei auf die Arbeiter/innenklasse und die Massen zu stützen. In den vergangenen Jahren haben sich die Widersprüche zwischen Bourgeoisie und Proletariat in unserem Land weiter verschärft, aber die zersplitterten revolutionären Kräfte konnten die wenigen Massenbewegungen nicht wirklich beeinflussen und ihnen keine Orientierung geben, weshalb die meisten davon von kleinbürgerlichen und bürgerlichen Kräften kontrolliert werden.

Wir versuchen aus eurem Kampf auf den Philippinen zu lernen, insbesondere von den Methoden und der Herangehensweise. Leider führen die großen Unterschiede in der Situation zwischen einem halbfeudalen und halbkolonialen Land wie dem euren und einem imperialistischen Land wie dem unseren zu zahlreichen Missverständnissen und Irrtümern bei der Entwicklung einer richtigen politischen Linie. Für uns in Österreich, ebenso wie in anderen imperialistischen Ländern , ist es weder möglich noch sinnvoll den Parteiaufbau-Prozess eng mit dem bewaffneten Kampf zu verbinden oder die fortschrittlichen und revolutionären Kräfte unseres Landes auf einen langdauernden Volkskrieg zu orientieren. Wir meinen nicht, dass heute der moderne Faschismus der Hauptfeind in unserem Land (oder in der Europäischen Union) ist, und wir richten unserem Kampf grundsätzlich auf Sturz des kapitalistischen Systems der Unterdrückung und Ausbeutung aus. In diesem Zusammenhang betonen wir immer die Tatsache, dass Österreich ein imperialistisches Land mit einer Monopolbourgeoisie ist, die die Arbeiter/innen, Völker und Bodenschätze der halbkolonialen Länder ausbeutet und ausplündert (ebenso wie deren Migrant/innen in Österreich – hier gibt es auch eine große philippinische Gemeinde, mit der wir in Kontakt sind).

Wir möchten schließen mit roten Grüßen an alle Genoss/innen der NPA, einschließlich besonders derer, die im 45-jährigen Kampf gefallen sind.

Vorwärts mit dem Volkskrieg und der neudemokratischen Revolution in den Philippinen!
Nieder mit dem Imperialismus jeglicher Art!
Lang lebe die internationale Solidarität und die weltweite Geschwisterlichkeit der revolutonären Kommunist/innen!

 

Initiativer für den Aufbau einer Revolutionären Kommunistischen Partei (Österreich)
IA*RKP (iarkp.wordpress.com; ia.rkp2017@yahoo.com)
25. März 2014

(Original in Englisch)

9. November 1938: Novemberpogromnacht

9.November: Kampf dem Antisemitismus! 19 Uhr Wien, ehem. Aspang-Bahnhof

FB-novemberpogrom-download

Vor nunmehr 75 Jahren wurden in der Woche um den 9. November ca. 400 Men­schen ermordet und ca.30.000 in Konzentrationslager verschleppt. Zahlreiche Sy­nagogen und jüdische Friedhöfe wurden verwüstet, Geschäfte und Wohnungen ge­plündert und zerstört…

Die faschistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 stellen einen Einschnitt in der Geschichte Österreichs und Deutschlands dar, den Übergang vom in der ös­ter­reichischen Gesellschaft „normalen“, Jahrhunderte lang üblichen und gehegten Anti­semitismus, dem Hass, der Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur syste­matischen Verfolgung während des deutschen Faschismus, die in der planmäßigen und industriellen Vernichtung eines Großteils der europäischen Jüdinnen und Ju­den im gesamten Machtbereich des NS-Staates während des Zweiten Weltkriegs mündete.

Entgegen der Propaganda des Faschismus an der Macht waren die November­pogro­me nicht Ausdruck eines „spontanen Volkszorns“ als angebliche Reaktion auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden. Vielmehr wa­ren die Pogrome staatlicherseits vorbereitet und geplant und es wurde das Ziel ver­folgt, die Enteignung jüdischen Eigentums (sogenannte „Arisierungen“) zu beschleunigen um dadurch den Kriegskurs des deutschen Imperialismus zu be­günstigen.

Die weit verbreitete gängige Geschichtsschreibung, dass es in Wahrheit keinen jü­dischen Widerstand gegeben hätte, dass sich „die Juden“ vielmehr „wie die Scha­fe zur Schlachtbank“ ins KZ haben abtransportieren lassen, setzt die rassistische Geschichtsschreibung der herrschenden Klasse fort, fügt sich ins antisemitische Weltbild und verbirgt kaum den immer noch bestehenden Antisemitismus – die Juden seien eigentlich selbst Schuld an ihrer Vernichtung.

Neben unsrer Trauer für die Opfer und unserer Wut auf die herrschenden Verhält­nisse, die immer noch grundlegend die selben, kapitalistischen sind, die den Nazi-Faschismus hervorgebracht haben, erinnern und gedenken wir anlässlich des 9. No­vembers der Heldinnen und Helden des antifaschistischen Widerstands­kampfes:

Der großen Zahl jüdischer antifaschistische Kämpfer/innen im spanischen Bür­ger­krieg, wenig später in den faschistischen Konzentrationslagern, den Ghettos, im Untergrund. Jener, die die Kraft besaßen, im „Deutschen Reich“ organisierten und bewaffneten Widerstand zu leisten, als „Stadtguerillas“, als Partisan/innen und als Soldat/innen der Roten Armee.

Der Aufstand im Warschauer Ghetto von 1943 ist relativ bekannt. In mehr als 100 Ghettos in Polen, Litauen, Weißrussland und der Ukraine entstanden Untergrund­organisationen, die den bewaffneten Aufstand zum Ziel hatten. Und es gab Revol­ten in Ghettos wie Bialystok oder Wilna. Auch in den Konzentrationslagern wur­den bewaffnete Aufstände organisiert, vor allem in den Vernichtungslagern Sobi­bor, Treblinka und Auschwitz-Birkenau. Ein Element jüdischen Widerstands war auch, dass beispielsweise in zahlreichen Ghettos Schulen und Theater gegründet, Konzerte organisiert, Untergrundzeitungen und Flugblätter, Wandzeitungen usw. gedruckt wurden. Viele jüdische Menschen oder Gruppen verweigerten den Nazis den Gehorsam. Der Kampf ums Überleben, das Schmuggeln von Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten in die Ghettos und Lager gehörte ebenfalls zum Widerstand.

Gegen die Verbrechen der herrschenden Klasse unseren Kampf organisieren!

 

Buch­empfehlungen:

Marek Edelmann: Das Ghetto kämpft: Warschau 1941-43 (Harald Kater Ver­lag, Berlin 1993)

Autorenkollektiv: Über den Wider­stand in den KZs und Vernichtungslagern des Nazifaschismus (Verlag Olga Bena­rio und Herbert Baum, Offenbach 1998)

Franziska Bruder: Hunderte solcher Helden. Sobibor  (Unrast-Verlag, Hamburg 2013)

Jules Schelvis: Sobibor (Unrast-Verlag, Hamburg 2003)

Französische Regierung verschleppt neuerlich die Freilassung von Georges Ibrahim Abdallah

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Leider hatten wir uns am Wochenende vor dem 14.Jänner zu früh gefreut. Alles schien klar und zwischen Gericht, Justizministerium und Innenministerium abgestimmt. Am 14.Jänner, dem Tag der geplanten Freilassung von Georges Ibrahim nach achtundzwanzigeinhalb Jahren Gefängnis, aber dann die böse Überraschung. Der französische Innenminister Valls, ein reaktionärer Drecksack vom „linken“ Flügel der Sozialdemokratie, der sich seit seiner Ernennung dadurch hervortut, dass er die Politik Sarkozys gegen Asylanten, Roma etc. noch zu übertreffen sucht, verweigerte plötzlich die Unterzeichnung des Ausweisungsbescheides. Nachdem sich zuerst wochenlang die – ebenfalls „linke“ – sozialdemokratische Justizministerin Taubira quergelegt und gegen das Gerichtsurteil erster Instanz Berufung eingelegt, dann aber schließlich doch nachgegeben hatte, legt sich jetzt der Innenminister quer. Es war nämlich vorgesehen, Georges Ibrahim Zug um Zug aus dem Gefängnis zu entlassen und in den Libanon abzuschieben. Ohne Ausweisungsbescheid daher keine Haftentlassung. Ohne offizielle Begründung oder auch nur irgendeinen Kommentar weigerte sich M. Valls einfach, diesen Bescheid zu unterzeichnen. Sogar die Richter waren über diesen Wort- und Vereinbarungsbruch in letzter Sekunde verblüfft und empört. Vielleicht haben neuerlich Israel und/oder die USA interveniert, vielleicht macht Valls das aus eigenem Antrieb. Vielleicht will er wirklich die Chose nochmals umdrehen, vielleicht möchte er bloß Georges Ibrahim noch so lange als möglich schikanieren.

Nach dieser skandalösen Wendung der Dinge kam es zu heftigen Reaktionen, vor allem im Libanon, dem Heimatland von George Ibrahim:

  • seit 14.1. tägliche Demonstrationen und ein Belagerungscamp vor der französischen Botschaft in Beyrouth
  • Protestversammlungen am 16.1.in Kobayat und an der Universität Tripoli
  • Protestkundgebung am 17.1.vor dem französischen Kulturzentrum in Saïda
  • 15.1.: Demonstration vor der französischen Botschaft in Amman/Jordanien
  • 16.1.: Demonstration in Ramallah/Palästina vor dem französischen Kulturzentrum, dessen Schließung gefordert wurde
  • 21.1. Demonstration in Gaza/Palästina vor dem Roten Kreuz und Marsch zum französischen Kulturzentrum
  • Brasilien: Ein eben gegründetes Unterstützungskomitee zur Befreiung von Georges Ibrahim, bestehend aus Vertretern libanesischer und anderer arabischen Kräfte, veranstaltet Demonstrationen und Versammlungen in Rio de Janeiro, Sao Paulo und Foz di Ignasson
  • 17.-19.1.: Demonstrationen in Paris, Bordeaux, Talence, Lille, Pau vor Regierungsgebäuden, Büros der Sozialdemokratie und dem Gefängnis, in dem sich Georges Ibrahim befindet
  • Solidaritätsadressen aus mehreren Ländern gehen beim Komitee für die Befreiung von Georges Ibrahim ein, darunter eine der FPLP.

In Frankreich hat der Staatsapparat überall diese Demonstrationen attackiert und sie zu verhindern versucht. In Paris wurden die U-Bahn-Ausgänge um den Ort der Demonstration abgeriegelt und zerniert, es kam zu 46 Festnahmen, ein Genosse wurde in U-Haft gesteckt, ihm wird am 5.April der Prozess gemacht. Sogar bürgerliche Kreise in Frankreich wundern sich über diese Sorte von „Rechtsstaat“ und haben gegen die „Rechtsbeugung“ und die Polizeigewalt protestiert.

Lassen wir jetzt nicht locker! Das Gericht hat als nächsten möglichen Termin der Freilassung den 28.1. festgelegt und erwartet bis dahin die erforderlichen Schritt von M. Valls. Bis heute, 24.1., ist dieser noch nicht erfolgt.

24.Jänner 2013

Georges Ibrahim Abdallah wird aus dem Gefängnis entlassen

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(Erklärung des Komitees zur Befreiung von Georges Ibrahim Abdallah)

Heute, am 10.Jänner 2013, hat das Berufungsgericht in Paris das Urteil des Strafgerichtshofes vom 21.November 2012 bestätigt (Anm.: Gegen dieses Urteil hatte die sozialdemokratische Regierung, vertreten durch die „linke“ Justizministerin Taubira, Berufung eingelegt.).

Diese positive Entscheidung stellt eine entscheidende Etappe im langen juristischen Krieg dar, den Georges Abdallah für seine Freilassung geführt hat. Diese ist noch aufgeschoben bis zur Unterzeichnung des Ausweisungsbescheides durch die Innenministerin vor dem 14.Jänner 2013. An diesem Tag wird Georges Abdallah noch ein letztes Mal per Videokonferenz vor dem Strafgerichtshof einvernommen, der aber seine Freilassung und die Abschiebung in sein Heimatland, den Libanon, beschließen wird.

Nach mehr als 28 Jahren Gefängnis wird Georges Abdallah endlich seine Familie wiedersehen, die zu sehen ihm während seines Gefängnisaufenthaltes in Frankreich verwehrt war.

Diese 28 Jahre Gefängnis beruhten, erinnern wir daran, auf einer politischen und judiziellen Machination, die inzwischen durch mehrere sehr hohe Repräsentanten des französischen Staates anerkannt wurde. Die Gefängnisjahre wurden immer wieder durch die jeweils aufeinanderfolgenden Regierungen verlängert, obwohl Georges Ibrahim seit 1999 ein Recht auf Entlassung gehabt hätte.

Aber in diesen 28 Jahren Haft ist es nicht gelungen, den Widerstand unseres Genossen zu brechen, der während dieser langen Jahre niemals seinem kommunistischen politischen Engagement abgeschworen hat und der niemals in der Solidarität nachgelassen hat, die er stets den kämpfenden Völkern, zu allererst dem palästinensischen Volk, entgegen brachte.

Es ist diese Kraft des Widerstands von Georges Abdallah, die die Unterstützungsbewegung  für seine Freilassung beflügelt hat. Die Demonstrationen dafür haben sich in den letzten Monaten vervielfacht, nicht nur im Libanon und überall in Frankreich, auch in Belgien, Tunesien, Deutschland…

Wir sind stolz darauf, an der Seite eines so würdigen und entschlossenen Genossen gekämpft zu haben, in seinem Kampf gegen Imperialismus und Zionismus und für die Freiheit.

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Kollektiv für die Befreiung von Georges Ibrahim Abdallah (CLGIA)

Paris, 10.Jänner 2013

Weckt die Millionenmassen des Volkes für die bewaffnete Revolution

Philippinen:

Weckt die Millionenmassen des Volkes für die bewaffnete Revolution

Editorial zum 43. Jahrestag der Gründung der Neuen Volksarmee (NPA) am 29. März in „Ang Bayan“ Nr.6, 21.3.2012 – Organ des ZK der KP Philippinen.

Der vom US-Aquino-Regime prahlerisch beschworene „gerechte Weg“ ist nichts als ein leeres Schlagwort und führt zu einer immer weiteren Kluft zwischen den herrschenden Klassen und den Unterdrückten, zu verstärkter Ausbeutung und schwererem Leiden und Armut für das Volk.

Unter Aquino hat die Politik der Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung und Ent­natio­na­lisierung das philippinische halbkoloniale und halbfeudale System zu einer Krise von solcher Stärke verdammt, wie es sie seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr gegeben hat. Der Landraub greift um sich. Die Arbeitslosigkeit verbreitet sich. Die Löhne werden auf ein extrem niedriges Niveau gedrückt. Die Benzin- und Lebensmittel­preise und die Kosten der grundlegenden Versorgung befinden sich in einer ständigen Aufwärtsspirale. Die Sozialversorgung wird immer weiter gekürzt. Und bedrückend hohe Steuern werden verlangt.

Das US-Aquino-Regime ist blind gegenüber den bitteren Bedingungen des philippini­schen Volkes.

Andererseits unterwirft es sich völlig dem US-Imperialismus und vertritt darüber hinaus die Interessen der großen ausländischen Unternehmen. Es gibt den Öl-Giganten freie Hand für Preiserhöhungen und den großen Bergbau- und Plantagenunternehmen die Freiheit Land an sich zu reißen und die Rohstoffe auszuplündern.

Aquino hat weiterhin ein taubes Ohr für den Ruf nach Löhnen, die zum Leben ausrei­chen. Er lockt große ausländische Kapitalisten an, im Land zu investieren und ihren Vorteil aus den billigen und geduldigen Arbeits­kräften zu ziehen.  Das Aquino-Regime hat eine Kam­pagne gestartet, um die städtischen Armen aus ihren Behausungen zu vertreiben, um Platz zu machen für die Infra­strukturprojekte der großbürgerlichen Kompra­do­ren­freunde von Aquino. Er setzt die ganze Macht der Polizei, des Militärs und der paramilitärischen Gruppen ein, um die demokratische Bewegung des Volkes zu unter­drücken.

Durch die von der Politik der US-Aquino-Regierung hervorgerufene Armut ist das phi­lippi­nische Volk in tiefs­tes Leid gestoßen worden. Es hat sich in Massenkämpfen und Protestaktionen erhoben, um seine kollektive Oppo­sition gegenüber den von der Aquino-Regierung einge­führten Gesetzen und po­litischen Maßnahmen auszu­drücken. Seine kochen­de Wut gleicht einem Vulkan, der vor dem Ausbruch steht und mit mächtiger Kraft dem System der Ausbeutung und Unterdrückung ein Ende bereiten wird.

Im Wesentlichen werden die Bedingungen für Fortschritte in der bewaffneten Revolution in den Philippinen rasch günstiger. Es ist die Aufgabe der Mitglieder und Kader der Partei und aller revolutionären Kräfte, alle Gelegenheiten zu ergreifen, um die Wut des Volkes gegen das herrschende Regime und das von ihm verwaltete System zu wecken. Die gro­ßen Fortschritte in der bewaffneten Revolution hängen von der ausgedehnten Erweckung und Mobilisierung des Volkes im demokratischen Massenkampf ab.

Wir müssen das Feuer des Agrarkampfes in den weiten ländlichen Gebieten schüren. Wir müssen die kleinbäuerlichen Massen und Landarbeiter/innen aufrufen und mobilisieren und die Agrarrevolution auf höherer und breiterer Ebene vorantreiben.

Wir müssen die Flamme des Massenkampfes in den städtischen Gebieten schüren, die Arbeiter/innen, städtischen Armen, Student/innen und die Masse der Angestellten und anderen demokratischen Sektoren aufrufen und mobilisieren, damit sie sich in die mäch­tigen Massenkämpfe gegen die volksfeindliche und pro-imperialistische Politik des herr­schenden Regimes einreihen. Wir müssen die anti-imperialistischen, antifeudalen und antifaschistischen Kämpfe vorantreiben.

Wecken wir den Patriotismus und das demokratische Bewusstsein des Volkes. Schaffen wir eine breite Bewegung zum Studium der Geschichte und fördern wir die wissenschaft­li­che und revolutionäre Denkweise. Breiten wir uns um ein vielfaches aus und festigen wir kontinuierlich die revolutionären Massenorganisationen. Verankern wir die Partei tief in den Massen.

Bemühen wir uns, die Millionenmassen des Volkes zu erreichen und zu wecken, um die bewaffnete Revolution und den Volkskrieg auf eine höhere Stufe zu heben. Begrüßen wir die Siege, die wir beim Vorantreiben des Volkskriegs erreicht haben, insbesondere beim Vorantreiben der Agrarrevolution und beim Aufbau der neudemokratischen Regierung am Land. Festigen wir unsere Entschlossenheit, alle bisherigen Siege der vergangenen vier Jahrzehnte des revolutionären Kampfes zu überflügeln.

Von der breiten Massenbewegung müssen wir breite Unterstützung für die Neue Volks­armee (NPA) und den Volkskrieg gewinnen. Wir müssen Massenrekrutierungen für neue Rote Kämpfer/innen, insbesondere unter den Reihen der Jugend, durchführen. Dehnen wir die Volksmilizen und Selbstverteidigungseinheiten für das massenhafte Training von neuen Roten Kämpfer/innen aus.

Die Neue Volksarmee ist entschlossen, den bewaffneten Kampf landesweit ständig zu inten­sivieren. In Übereinstimmung mit dem Aufruf der Partei wird die NPA ständig mehr und größere taktische Offensiven gegen die Streitkräfte des reaktionären Staates durch­führen. Die NPA wird ihre Kämpfer/innen und Offizier/innen ständig trainieren, um die Fähigkeiten der Volksarmee in der Schlacht weiter zu erhöhen.

Die NPA verstärkt weiter ihre Fähigkeit sowohl Vernichtungsoperationen als auch Straf­operationen gegen den Feind durchzuführen. Sie richtet sich aus auf die Erbeutung von noch größeren Zahlen von Feuerwaffen aus den Händen des Feindes, um sie Roten Käm­pfer/innen in die Hand zu geben. Die NPA muss Tausende weitere Waffen erbeuten, um Tausende aus den Reihen des Volkes zu bewaffnen, die danach streben, Rote Käm­pfer/in­nen zu werden.

Das philippinische Volk ist entschlossen, den Volkskrieg voranzutreiben. Trotz der quä­len­den Dunkelheit unter dem herrschenden System geht die revolutionäre Bewegung einer strahlenden Zukunft entgehen.

IA«RKP

Initiative für den Aufbau einer

Revolutionär-Kommunistischen Partei

Stiftgasse 8, A-1070 Wien, ia.rkp2017@yahoo.com

iarkp.wordpress.com

Solidarität mit dem Volkskrieg in Indien!

In Indien wird der Klassenkampf für die Interessen der Arbeiter/innen und Volksmassen gegen die Offensive des internationalen Monopolkapitals und ihre einheimischen Lakaien in wesentlich schärferen Formen geführt als in der EU. Seit Jahrzehnten kämpfen unter Führung revolutionärer kommunis­tischer Parteien, vor allem dem KP Indiens (Maoistisch), sowohl militante Massenorganisationen der Arbeiter/innen und Werktätigen als auch bewaff­nete Volksbefreiungs-Guerillaarmeen gegen die Unterdrückung der Arbei­ter/in­nenbewegung und die revolutionär-demokratischen Bewegungen der Kleinbäuer/innen und anderen unterdrückten Volksmassen. In vielen länd­lichen Gebieten ist die Befreiungsbewegung so weit fortgeschritten, dass seit Jahren die Unterdrückungsorgane des mit dem Imperialismus verbun­denen indischen bürgerlichen Staates entmachtet und verjagt sind und demo­kratisch gewählte Volksräte die politische Macht übernommen haben. Seit über 10 Jahren dehnt sich die Rote Zone vom Nordosten Indiens bis in den Süden aus. Seit mehreren Jahren versucht der reaktionäre indische Zentral­staat mit über 100.000 Mann spezieller Aufstandsbekämpfungs­truppen die Roten Gebiete zurückzuerobern, um den Weg frei zu machen für die Ausplünderung des Landes, seiner Rohstoffe und seiner Volks­massen, durch die multinationalen Konzerne. Dieser mörderische Feldzug unter dem Namen „Operation Green Hunt“ hat schon zehntausende Opfer gefordert und die Empörung breiter Massen auch in den Städten hervor­gerufen, die sich mit den kämpfenden Bäuer/innen der Roten Gebiete solidarisieren.

 

Klassenkampf im eigenen Land verstärken – internationale Solidarität entwickeln!

In vielen Ländern haben sich bereits Solidaritätsbewegungen mit dem Kampf der indischen Volksmassen und dem Volkskrieg für eine neudemo­kratische antiimperialistische Revolution in Indien gebildet. Auch in Öster­reich müssen die Arbeiter/innen verstärkt internationale Verbundenheit und Solidarität mit ihren kämpfenden Brüdern und Schwestern in allen Ländern entwickeln. Grundlage dafür ist die Verstärkung des entschlossenen Kam­pfes gegen die eigenen kapitalistischen Ausbeuter und Unterdrücker und der internationalistischen Orientierung. Nur durch die Überwindung euro­zentristischer Borniertheit und rassistischer Vorbehalte kann die interna­tionale Einheit im Kampf der Arbeiter/innen aller Länder und die Verbin­dung mit dem Kampf der unterdrückten Volksmassen hergestellt werden.

Das ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf für die proleta­rische Revolution sowohl in Österreich als auch weltweit. Die indischen Volksmassen der Roten Gebiete Indiens beweisen in der Praxis, dass eine andere Welt möglich ist, eine Welt in der die kapitalistischen Ausbeuter verjagt sind und das Volk selbst die Verwaltung der eigenen Angelegen­heiten übernimmt.

 

Proletarier/innen aller Länder vereinigt euch!

Proletarier/innen aller Länder und unterdrückte Völker vereinigt euch!

 

Kundgebung in Wien im Rahmen der internationalen Solidaritätswoche: Sa 21.1.2012, 14:00 Uhr, indische Botschaft (Ecke Kärtnerstraße / Ring)

Revolutionäre Kommunist/innen – IA*RKP, Stiftgasse 8, 1070 Wien, iarkp.wordpress.com

Gyaneshwari Express Sabotage Indefensible – Institute Inquiry and Discourage Rumour-mongering and Witch-hunting

People’s Union for Democratic Rights Press Statement
30.5.2010
Friday morning’s derailment of the Gyaneshwari Express either due to sabotage or explosion as per media reports in which so far 136 people have already lost their lives is highly reprehensible and completely indefensible. PUDR strongly condemns whichever organization is responsible for the carnage as we believe that no political cause or motive can justify an act of this nature.
As is evident from the contradictory statements coming from ministers and government functionaries the facts of the case are still far from clear. PUDR demands that a high level and impartial inquiry be instituted into the incident so that the truth can be uncovered, responsibility fixed beyond all possible doubt and the guilty brought to book. Till such time this happens PUDR appeals to all sections of society to refrain from making or fuelling unfounded allegations which can only end in futile mudslinging matches or in witch-hunts. Such rumour-mongering and false conclusions on the part of governments, political parties and the administration (aided by sections of the media) not only denies justice to those effected by the tragedy, but also fails to address issues of safety and welfare of citizens for the future.
Asish Gupta (9873315477)
Moushumi Basu (9810371257)
(Secretaries PUDR)

http://sanhati.com/articles/2417/